Newsletter

Im Folgenden finden Sie aktuelle News aus dem Forum Nachhaltiges Palmöl, Hinweise zu anstehenden Veranstaltungen und Informationen rund um das Thema Nachhaltiges Palmöl.

Newsletter-Anmeldung

Regelmäßig informieren wir Sie mit dem Newsletter des Forums Nachhaltiges Palmöl über die wichtigsten Ereignisse rund um das Forum. Darüber hinaus halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Palmöl-Sektor auf dem Laufenden und geben einen Überblick über wichtige Termine und weitere Neuigkeiten. Zusätzlich erhalten Sie einen Ausblick auf die Themen, an denen das FONAP arbeitet.


 
 
 
* Pflichtfelder

 

Newsletter 02/2017


Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 02/2017
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

wir begrüßen Sie herzlich zur zweiten Ausgabe unseres Newsletters in diesem Jahr. Auch in dieser Ausgabe möchten wir Sie wieder über interessante Entwicklungen im Palmölsektor und über anstehende Veranstaltungen informieren.

In der aktuellen Ausgabe freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Daabon Group als erster Palmölproduzent die RSPO NEXT Zertifizierung erhalten hat. Darüber hinaus informieren wir Sie über einen gemeinsamen Workshop von ISCC und dem FONAP und bringen Sie auf den aktuellen Stand bezüglich der Überarbeitung der Principles & Criteria des RSPO.

Diese und weitere spannende Themen lesen Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters im Jahr 2017.

Viel Spaß dabei wünscht,

Ihre FONAP-Redaktion

Aktuelle Themen

» Kolumbianischer Palmölproduzent geht mit gutem Beispiel voran
» Workshop von ISCC und FONAP
» Überarbeitung der Principles & Criteria des RSPO
» Klar, schnell, responsive
» FONAP Generalversammlung
» Weitere Termine
» Presseschau
 
Kolumbianischer Palmölproduzent geht mit gutem Beispiel voran
Daabon Group als erster Lieferant RSPO NEXT zertifiziert

Der kolumbianische Bio-Palmöl-Produzent Daabon hat als erstes Unternehmen weltweit das Zertifikat RSPO NEXT erhalten.

Als Inhaber von RSPO NEXT-Credits verpflichtet sich Daabon zur Einhaltung weitreichender Kriterien, die deutlich über die derzeitigen Principles & Criteria des RSPO hinausgehen: Keine Entwaldung auf allen Flächen des Unternehmens, Feuermanagement auch außerhalb der eigenen Plantagen, keinerlei Umwandlung von Torf und die Verpflichtung all dies nicht nur auf zertifizierten Flächen umzusetzen, sondern auf allen Flächen die sich im Besitz des Unternehmens befinden.

Um sicherzustellen, dass weitere Palmölproduzenten freiwillig den höheren RSPO-NEXT Standard erfüllen, sollten alle palmölnutzenden Unternehmen intensiv prüfen, ob sie diese RSPO-NEXT-Credits erwerben können. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.rspo.org/certification/rspo-next
 
Workshop von ISCC und FONAP
Für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitszertifizierung von Biomasse- und Bioenergie-Palmprodukten

International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) ist ein vom Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) anerkanntes Nachhaltigkeits-Zertifizierungssystem für die Sicherstellung der Nachhaltigkeit auf der landwirtschaftlichen Produktionsfläche und der vollständigen Rückverfolgbarkeit innerhalb der Lieferketten. Es kann für unterschiedliche Rohstoffe und Märkte angewendet werden, unter anderem für Nahrungs- und Futtermittel, Bioenergie sowie für technische/chemische Anwendungen.

Welche Herausforderungen und Vorteile bietet eine Zertifizierung nach ISCC? Welche Lösungen bietet das ISCC-System zur Sicherstellung der Einhaltung der FONAP-Zusatzkriterien? Wie funktionieren die Chain of Custody-Lösungen von ISCC, sowohl für die Lebensmittelindustrie, als auch für komplexe Lieferketten wie zum Beispiel der Chemieindustrie? Welche Lösungen bietet das System für eine Zertifizierung von Kleinbauern? Und wie lassen sich mit ISCC unternehmerische Verpflichtungen zum Stopp von Entwaldung (Zero Deforestation Commitments) einhalten?

ISCC und das Forum Nachhaltiges Palmöl laden Sie herzlich zu einem gemeinsamen Seminar ein, um Antworten auf diese und weitere Fragen zu geben. Der Workshop findet am 11. Juli 2017 in den Räumlichkeiten der GIZ in Bonn statt und richtet sich an Unternehmen und Einkäufer gleichermaßen. Eine Teilnahme ist für Mitglieder des FONAP kostenlos. Für Nicht-Mitglieder wird eine Teilnahmegebühr von 150 Euro erhoben. Sollten Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis zum 16. Juni 2017 verbindlich per Email an: sekretariat@forumpalmoel.org. Weitere Informationen erhalten Sie nach der Anmeldung.
 
Überarbeitung der Principles & Criteria des RSPO
Erstes Treffen der zuständigen Taskforce in Malaysia hat stattgefunden

Im 5-Jahres-Turnus unterzieht der RSPO seinen Standard einem umfangreichen Review-Prozess um insbesondere seine Relevanz und Effektivität zu überprüfen. Der diesjährige Prozess zur Überarbeitung der Kriterien hat bereits begonnen und das erste Treffen der zuständigen Taskforce hat in Malaysia bereits stattgefunden.

Alle Stakeholder sind gefragt, sich an der öffentlichen Kommentierung des Draft-Entwurfs (wird voraussichtlich im Laufe des Sommers veröffentlicht) zu beteiligen. Nur durch starke Beteiligung und valide Kommentare wird es gelingen, die erwünschten Verbesserungen durchzusetzen. Die Kommentierung mit den entsprechenden Fristen wird auf www.rspo.org veröffentlicht.
 
Klar, schnell, responsive
Das Forum Nachhaltiges Palmöl mit neuer Website

Für die Kommunikation mit Politik, Fachöffentlichkeit und potentiellen Mitgliedern sind umfangreiche Informationen rund um das Thema nachhaltiges Palmöl ein zentrales Thema. Gleichzeitig erfolgt die öffentliche Diskussion häufig auf Grundlage von Emotionen. Beiden Aspekten wird die neue Website des Forums Nachhaltiges Palmöl künftig gleichermaßen gerecht.

Aufgeräumt und strukturiert bietet die Website aufschlussreiche Einblicke in viele Themen rund um eine nachhaltige Palmölproduktion und startet mit neuem Design und innovativer Technik durch. Nach dem Facelift ist die neue Website auf dem neuesten Stand der Technik und damit fit fürs neue Webzeitalter.

Die Website ist auch weiterhin unter http://www.forumpalmoel.org/ zu erreichen. Das FONAP wünscht viel Spaß beim Klicken.
 
FONAP Generalversammlung
Save the Date: 27. September 2017 in Berlin

Wie in den vergangenen Jahren lädt das Forum Nachhaltiges Palmöl auch dieses Jahr wieder zur öffentlichen Generalversammlung ein, um über die Fortschritte des FONAP zu berichten und die aktuellen Entwicklungen im Palmölsektor mit Ihnen zu diskutieren.
 
Weitere Termine

RSPO Konferenz London: Vom 12.-13.6.2017 findet in London der EU-Round Table des RSPO statt. Anmeldungen sind unter http://eurt.rspo.org/ noch möglich.

Großveranstaltung „Regenwälder Indonesiens“: Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung vom 16-17. Juni 2017 führt die Botschaft der Republik Indonesien in Berlin eine Reihe von Kultur- sowie Informationsveranstaltungen durch. Im Atrium der Mall of Berlin (Leipziger Platz 12, Berlin) findet am 16. Juni 2017 von 9 – 11 Uhr die Diskussionsrunde zum Thema „Erhaltung des Regenwaldes und der Tierwelt: Im Hinblick auf das indonesische nachhaltige Palmöl System (ISPO)“ statt.
 
Presseschau
Die ersten RSPO NEXT Zertifikate sind erhältlich

RSPO (24.04.2017)
“International, 24 April 2017 - Colombian-based agribusiness, DAABON Group, are the first in the world to become certified under RSPO NEXT.”
http://www.rspo.org/news-and-events/news/colombian-daabon-are-worlds-first-oil-palm-grower-to-receive-rspo-next-certification

SRF Schweiz (31.05.2017)
„Kein Palmöl mehr für Schweizer Milchkühe“
https://www.srf.ch/news/schweiz/kein-palmoel-mehr-fuer-schweizer-milchkuehe

Klimaretter (22.05.2017)
„Von den nach Deutschland importierten Mengen an Palmöl wurde in den letzten Jahren nahezu ein Drittel in Kraftstoffen oder Heizwerken verbrannt.“
http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/23158-deutschland-verbrennt-sein-palmoel

EPO. Entwicklungspolitik online (12.05.2017)
"Jakarta. - Zum Auftakt seines Indonesien-Besuches hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein neues Berufsbildungsprogramm auf den Weg gebracht. Außerdem wird Minister Müller eine Palmöl-Initiative starten. Erstmals wird in Westkalimantan auf Borneo eine nachhaltige Beschaffungsregion aufgebaut."
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13771:indonesien-besuch-mueller-startet-neues-berufsbildungsprogramm&catid=45&Itemid=90

Neue Zürcher Zeitung (09.05.2017)
"Palmöl steckt in unzähligen Produkten. Doch der Anbau von Ölpalmen ist umstritten, weil dafür Regenwald gerodet wird. Grosse Abnehmer wollen auf nachhaltige Quellen umstellen. Das ist schwieriger als gedacht."
https://www.nzz.ch/wirtschaft/wie-weit-geht-die-verantwortung-von-firmen-des-palmoels-kern-ld.1291587

WDR (04.05.2017)
"EU besorgt über krebserregende Babynahrung. Die Gefahrstoffe im Palmöl heißen Glycidyl und Monochlorpropandiol (2-MCPD und 3-MCPD."
http://www1.wdr.de/wissen/mensch/palmoel-krebs-babynahrung-100.html

Der Standard (29.04.2017)
„Palmöl ist in der Nahrungsmittelindustrie beliebt, weil es in seiner raffinierten Form nicht ranzig wird. Studien zeigen, dass Palmöl ein Motor für Metastasen sein könnte.“
http://derstandard.at/2000056665979/Unter-Verdacht-Palmoel-koennte-Krebs-befeuern

Euractiv (04.04.2017)
„Die Verwendung von Palmöl für Biokraftstoffe ist heftig umstritten. Das EU-Parlament zeigt nun klare Kante für eine nachhaltige Produktion. Doch nicht alle Abgeordneten finden das ausreichend.“
http://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/palmoel-eu-parlament-will-verheizen-von-regenwaeldern-fuer-biosprit-stoppen/?nl_ref=34854549
 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 01/2017


Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 01/2017
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

eine Zertifizierung der gesamten Lieferkette nach dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) kann Unternehmen vor einige Herausforderungen stellen. Gleichzeitig bietet diese Zertifizierung aber vor allem einige Möglichkeiten. Welche Anforderungen aber muss ein Unternehmen erfüllen, um sich zertifizieren zu lassen? Diese und weitere Fragen waren Thema eines von BM Trada und dem Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) gemeinsam durchgeführten Workshops zur Lieferkettenzertifizierung des RSPO. Lesen Sie auf den folgenden Seiten mehr über den Workshop. Darüber hinaus berichten wir über das jüngste Mitglied des FONAP, das Aachener Traditionsunternehmen Zentis.
Unterdessen hat der RSPO seinen Bericht über die Wirkungen des Zertifizierungssystems in 2016 veröffentlicht – und dabei erfreuliches zu berichten. Gleiches gilt für den ISCC: Im Februar fand die mittlerweile 7. Nachhaltigkeitskonferenz des ISCC in Brüssel statt – und war ein voller Erfolg. Das Nachhaltigkeit weiterhin eine der Top-Prioritäten in Unternehmen ist, beweist das „Sustainable Procurement Barometer" von Supply Change. In der Umfrage von 120 Beschaffungsbeauftragten in den verarbeitenden Sektoren und aus dem Einzelhandel listen 97 Prozent der Befragten Nachhaltigkeit als eine ihrer Top-Prioritäten.
Diese und viele weitere spannende Themen lesen Sie in dieser ersten Ausgabe unseres Newsletters im Jahr 2017.
Viel Spaß dabei wünscht,

Ihre FONAP-Redaktion

Aktuelle Themen

» Neues Mitglied im FONAP
» Der Weg zur RSPO Zertifizierung
» Auszeichnung für FONAP-Mitglied
» 7. ISCC Nachhaltigkeitskonferenz in Brüssel
» Innovative Werkzeuge zum Schutz der Wälder
» Nachhaltige Beschaffung in Unternehmen
» Bericht des Roundtable on Sustainable Palm Oil
» Presseschau
 
Neues Mitglied im FONAP
Fortschrittlich denken, nachhaltig handeln.

Erneut konnte das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ein Mitglied auf dem Weg zu 100 Prozent zertifiziertem und nachhaltig produziertem Palmöl gewinnen: Anfang diesen Jahres ist Zentis dem FONAP beigetreten.
Die Zentis GmbH & Co. KG ist einer der führenden fruchtverarbeitenden Betriebe Europas und liefert neben Frucht- und Gemüsezubereitungen auch Marzipan-Rohmassen für die weiterverarbeitende Milch-, Back und Süßwarenindustrie. Zudem zählt das Unternehmen zu den größten Produzenten von Konfitüren und Brotaufstrichen. Als Hersteller hochwertiger, fruchtbasierter Lebensmittel ist die Natur sein wichtigster Lieferant. Daher setzt das Aachener Traditionsunternehmen seit 2015 ausschließlich zu 100 Prozent zertifiziertes, nachhaltiges Palmöl und Palmkernöl für die Marke Zentis ein.
Zentis ist bereits seit 2012 Mitglied im Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) und arbeitet kontinuierlich daran, geltende Standards stetig zu verbessern, um einen Beitrag für eine nachhaltigere Palmölherstellung zu leisten. Der Eintritt in das FONAP bekräftigt dies nachhaltig.
 
Der Weg zur RSPO Zertifizierung
Gemeinsamer Workshop von BM Trada und FONAP

Es ist ein intensiver Austausch der Anwesenden. Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) und BM Trada hatten am 09. Februar in Bonn zu einem gemeinsamen Workshop geladen. Vertreter von rund 20 Unternehmen sind der Einladung gern gefolgt, um über Anforderungen, Herausforderungen und Vorteile einer Zertifizierung des eigenen Unternehmens nach RSPO-Standard zu diskutieren.
Eingeleitet wurde der Tag durch eine Präsentation des Forums Nachhaltiges Palmöl zu allgemeinen Fragestellungen rund um Palmöl, Herausforderungen in der globalen Produktion sowie den Vorteilen einer Mitgliedschaft im FONAP. Dann ging es ans Eingemachte. Heinrich Ahl von BM Trada ergriff das Wort und die Teilnehmer lauschten gebannt: Wie beauftrage ich einen akkreditierten Zertifizierer? Welche Dokumente und unternehmensinternen Prozesse müssen dafür vorbereitet werden? Was sind Umrechnungsfaktoren für Derivate, wann müssen diese angewendet werden und vor allem, wie lassen sich diese berechnen? Die Antworten auf diese Fragen sind nicht immer einfach, Heinrich Ahl von BM Trada konnte dennoch alle Fragen zur Zufriedenheit der Teilnehmer beantworten. Am Ende des Tages zeigte er sich erfreut über die positive Resonanz des Workshops: „Eine Zertifizierung der Palmöl-Lieferkette ist nicht nur wichtig für die Glaubwürdigkeit des RSPO“, so Ahl. „Unternehmen, die den Fokus auf zertifiziertes Palmöl legen, verringern unternehmerische Risiken. Darüber hinaus erkennen sie Palmöl als einen messbaren, erhaltungswürdigen Teil der Wirtschaftsstruktur an und helfen, die Herausforderungen und Probleme im Palmöl-Sektor zu bekämpfen.“
Das FONAP bietet regelmäßig Workshops zu den Zertifizierungssystemen an. Derzeit laufen die Planungen zu Veranstaltungen mit International Sustainability and Carbon Certification (ISCC), zum Standard des Sustainable Agriculture Network (SAN) sowie dem Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB). Wir halten Sie zu den Terminen in unserem Newsletter auf dem Laufenden.
 
Auszeichnung für FONAP-Mitglied
Weleda erhält CSR-Preis der Bundesregierung

Die Weleda AG ist Gewinnerin des CSR-Preises der Bundesregierung 2017 in der Sonderpreiskategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement". Nach dem Gewinn des Swiss Ethics Awards 2016, des Sustainable Beauty Awards 2016 und des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2016 als nachhaltigste Marke Deutschlands ist der Gewinn des CSR-Preises die vierte bedeutende Nachhaltigkeitsauszeichnung für das FONAP-Mitgliedd innerhalb eines Jahres.
Weleda überzeugte die Jury, weil sie die komplette Lieferkette für natürliche Rohstoffe an dem Standard der Union for Ethical Biotrade (UEBT) ausrichtet. Der UEBT-Standard ist bei Weleda leitend für ein Nachhaltigkeitsmanagement, das die Beachtung von ökologischen und sozialen Standards in der Lieferkette sicherstellt. Das Unternehmen arbeitet an einer vollständigen Rückverfolgbarkeit und ist insbesondere auch in die Trainings der Auditoren involviert. Weleda trägt mit veränderten Anbaumethoden zur Steigerung der Biodiversität bei und verbessert die wirtschaftliche Situation der Kleinbauern.
„Den Gewinn des CSR-Preises der Bundesregierung empfinden wir als eine große Wertschätzung unseres Einsatzes für sinnvolles sowie gleichsam erfolgreiches Wirtschaften, faires Miteinander und für eine lebenswerte Zukunft in einer gesunden Natur. Partnerschaftliches Wirtschaften, das Wahrnehmen gesellschaftlicher Verantwortung und damit ein verantwortungsvolles Managen der Lieferketten gehört seit jeher zu unserem Selbstverständnis. Durch den Gewinn des CSR-Preises wird dies unseren Mitarbeitenden und Partnern noch mehr als bisher bewusst und sichtbar. Der Preis ist eine Bestätigung unseres Tuns und gleichzeitig ein Ansporn, uns in Zukunft noch mehr einzusetzen“, kommentierte CEO Ralph Heinisch die erneute Auszeichnung.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl gratuliert der Weleda AG herzlich.
 
7. ISCC Nachhaltigkeitskonferenz in Brüssel
Nachhaltiges Palmöl und Zusatzkriterien - wie geht das?

Am 15. Februar fand die jährliche globale Nachhaltigkeitskonferenz der International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) in Brüssel statt. Die spannenden Beiträge der geladenen Sprecher, eine breite Auswahl verschiedener Themen und die lebhafte Beteiligung der mehr als 220 Teilnehmer an den Diskussionsrunden machten die Veranstaltung auch in diesem Jahr zu einem großen Erfolg.
Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand der Aufbau nachhaltiger und rückverfolgbarer Lieferketten für Lebensmittel, Futtermittel und Bioenergie. Thilo Bode von Foodwatch ging auf die Rückverfolgbarkeit im Lebensmittelsektor ein, die eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, um die Qualität, Nachhaltigkeit und Transparenz an den Konsumenten zu gewährleisten. Durch die Nachhaltigkeitszertifizierung wie durch ISCC gegeben, kann die transparente und nachhaltige Gestaltung der Lieferketten gewährleistet werden. Sascha Müller-Kraenner von der Deutschen Umwelthilfe hob die Wichtigkeit von Nachhaltigkeitsstandards wie ISCC und deren Auswirkung auf Rückverfolgbarkeit und Integrität in globalen Commodity-Märkten hervor.
Am Nachmittag lag der Fokus auf Erfolgsgeschichten von ISCC in verschiedenen Sektoren und innovativen Lösungen für unterschiedliche Märkte und Lieferketten. Dabei wurde durch die Sprecher deutlich, wie ISCC als einer der wenigen Multi-Rohstoffstandards und zugleich einer der "Gold-Standards" mithilft, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit in unterschiedlichen Lieferketten sicherzustellen.
Die globale Nachhaltigkeitskonferenz des ISCC hat sich zu einer wichtigen Plattform für Vertreter der Industrie, Handel, NGOs, Verbänden, Forschung und Behörden etabliert, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen, Chancen und Trends im Bereich Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitszertifizierung zu diskutieren.
Direkt im Anschluss an die ISCC Nachhaltigkeitskonferenz fand die Generalversammlung 2017 des ISCC e.V. für Mitglieder und geladene Gäste statt. Das Protokoll der Generalversammlung wird allen Mitgliedern in Kürze im Mitgliederbereich der ISCC-Website als Download zur Verfügung stehen.

Die Präsentationen der Veranstaltung können hier herunter geladen werden.
 
Innovative Werkzeuge zum Schutz der Wälder
Global Forest Watch und Gras

Neben der Verbrennung fossiler Brennstoffe ist Entwaldung eine der maßgeblichen Ursachen für die durch den Menschen verursachte globale Erwärmung. Schätzungen zufolge verringert sich die Waldfläche weltweit um jährlich etwa 13 Millionen Hektar, also rund 130.000 km². Plattformen zum weltweiten Schutz der Waldbestände haben aus diesem Grund in den vergangenen Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen. Sie helfen beispielsweise Finanzinstituten dabei, Firmen, in die sie investierten, besser zu bewerten. Rohstoffhändler könnten die Lieferanten von Palmöl, Soja, Holz und Fleisch überprüfen. Und Zulieferer können glaubwürdig nachweisen, dass ihre Produkte „entwaldungsfrei“ und legal produziert werden.
Kurzum: „Wer den Wald zerstört, kann die Spuren nicht mehr verschleiern, und wer nachhaltig wirtschaftet, wird belohnt." Das sagt, Andrew Steer, Vorsitzender der Washingtoner Denkfabrik World Resource Institute (WRI). Gemeinsam mit mehr als 40 Partnern arbeitet das WIR bereits seit 2014 an der Plattform Global Forest Watch (www.globalforestwatch.org, GFW) für den globalen Waldschutz per Satellit. Die Internetseite dokumentiert die weltweite Zerstörung von Wäldern. Der User kann sich ähnlich wie bei Google-Maps den aktuellen Baumbestand anzeigen lassen. Per Mausklick werden die Veränderungen zwischen den Jahren 2000 und 2012 angezeigt und erklärt, welche Faktoren für den Verlust der Vegetation verantwortlich sind.
Ergänzt werden die Auswertungen von Satellitenaufnahmen durch Länderberichte mit Informationen über die jeweilige Situation der Wälder, ihre wirtschaftliche Bedeutung und die jeweilige nationale Gesetzeslage. Nach GFW-Angaben wurden zwischen 2000 und 2012 rund 2,3 Millionen Quadratkilometer Waldfläche auf der Erde vernichtet. Die Länder mit den größten Verlusten waren Russland, Kanada, Indonesien, USA und Brasilien.
Aktualisiert wird die neue Plattform mit Daten von ihren Projektpartnern: So zeigt der FORMA-Alarm (Forest Monitoring for Action) im Monatsrhythmus frisch gerodete Flächen in Tropenwäldern an. Die Satellitenaufnahmen der US-Weltraumorganisation NASA weisen zudem täglich Großbrände aus. Die Universität Maryland berichtet einmal im Jahr über die Zu- und Abnahme von Waldflächen auf der ganzen Welt mit einer Genauigkeit von 30 mal 30 Metern.
Auch Internetuser haben die Möglichkeit, die Inhalte der Plattform zu aktualisieren: Sie können Abholzungen in ihrer Nähe melden und Berichte darüber veröffentlichen. Staatlichen Behörden soll die Plattform helfen, Abholzungen und Rodungen zu sanktionieren oder im besten Fall zu verhindern.
Ein weiteres Tool neben Global Forest Watch ist die Plattform „Global Risk Assessment Services" (https://www.gras-system.org/, GRAS). Gras erlaubt ebenfalls eine Bewertung von Landnutzung und Risikoeinschätzung. Zu diesem Zweck werden umfassende, aktuelle und verlässliche Informationen zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit ausgewertet. Dies umfasst auch Landnutzungsänderungen, Kohlenstoffbestände sowie die Biodiversität einer Fläche.
GRAS bietet seinen Nutzern damit die Möglichkeit, komplexe Risikoanalysen für land- und forstwirtschaftliche Gebiete durchzuführen. Durch die Vereinheitlichung von Datenbanken aus den Bereichen Biodiversität, Kohlenstoffbestände in Ökosystemen und soziale Indizes können Risiken hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien einheitlich und transparent überprüft werden. Eine besondere Stärke des Tools ist der eigens entwickelte Algorithmus zur Identifikation von Landnutzungsänderungen bis zurück ins Jahr 2000. In Kombination mit hoch-auflösenden Satellitenbildern kann der interessierte Nutzer den Umbruch von Wäldern und anderen Flächen für die landwirtschaftliche Produktion rückverfolgen. Dadurch lassen sich transparent Nachhaltigkeitskriterien wie die Zero-Deforestation-Strategie implementieren und nachweisen.
Analog zu Global Forest Watch hilft auch Gras den Produktherstellern und Händlern, schnell und sicher auf offene Fragen zu möglichen Landnutzungsänderungen zu reagieren. Aus den Ergebnissen der unterschiedlichen Risiko- und Landnutzungsänderungsanalysen kann ein Bericht automatisiert erstellt werden.
Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Marrakesch, Marokko, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 12. November daher auch: „Bioökonomie geht einher mit einem weltweit steigenden Handelsaufkommen an Biomasse. Dies mit dem Schutz wertvoller Lebensräume und dem Klimaschutz in Einklang zu bringen – dabei kann uns das neue GRAS-System unterstützen. GRAS soll uns künftig noch umfangreichere und genauere Daten zu noch mehr land- und forstwirtschaftlichen Flächen weltweit liefern und so den Aufbau nachhaltiger und entwaldungsfreier Lieferketten erleichtern. Damit kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der klimaschädlichen Emissionen aus Entwaldungen geleistet werden.“
 
Nachhaltige Beschaffung in Unternehmen
Sustainable Procurement Barometer von Supply Change

Auch in 2017 zeigen sich das verstärkte Wachstum und die zunehmende Komplexität von unternehmerischen Verpflichtungen, um eine rohstoffbedingte Entwaldung weiter zu reduzieren. Supply Change, eine von Forest Trends ins Leben gerufene Initiative, soll Unternehmen, Investoren, Regierungen und die Zivilgesellschaft künftig dabei unterstützen, negative Umweltauswirkungen durch ein verbessertes Lieferkettenmanagement zu verhindern und zu begrenzen.
Zu diesem Zweck überprüft Supply Change inzwischen mehr als 760 unternehmerische Verpflichtungen und hat darüber hinaus einen Katalog an Implementierungsparametern und unterstützender Daten erarbeitet. Die vorliegenden Daten münden nun in dem 2017 veröffentlichten „Sustainable Procurement Barometer“, einer Umfrage von 120 Beschaffungsbeauftragten in den verarbeitenden Sektoren und aus dem Einzelhandel. Den Ergebnissen zufolge listen 97 Prozent der Befragten Nachhaltigkeit als eine ihrer Top-Prioritäten. Darüber hinaus geben 3 von 4 Interviewten an, ihre Reputation und Marke in der Wahrnehmung des Kunden durch neue, unternehmensinterne Beschaffungsgrundsätze stärken zu wollen.
Gleichzeitig erfasst das „Sustainable Procurement Barometer“ die drei größten Herausforderungen einer nachhaltigen Beschaffung. Neben dem Mangel an internen Ressourcen sind dies vor allem Schwierigkeiten, die Nachhaltigkeitsperformance der Lieferanten nachzuverfolgen sowie finanzielle Bedenken, die im Rahmen einer unternehmensinternen Umstellung der Prozesse für eine nachhaltige Beschaffung entstehen.

Hier können Sie das „Sustainable Procurement Barometer“ ansehen.
 
Bericht des Roundtable on Sustainable Palm Oil
RSPO wirkt

Anfang 2017 hat der Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) seinen Bericht über die Wirkungen des Zertifizierungssystems im vergangenen Jahr veröffentlicht. Den Ergebnissen zufolge haben sogenannte High Conservation Areas auf RSPO zertifizierten Plantagen seit dem letzten Berichtszeitraum um neun Prozent zugenommen. Darüber hinaus zeigt sich, dass von den seit 2009 eingereichten 63 Beschwerden 41 gemeldete Vorfälle inzwischen geschlossen wurden oder zur weiteren Überwachung stehen. Des Weiteren sind inzwischen mehr als 2,8 Millionen Hektar in 14 Ländern und insgesamt fast 2500 Kleinbauern nach RSPO zertifiziert. Mit mehr als 2900 registrierten Plantagen, Hersteller von Ölpalmprodukten, Einzelhändlern, die Ölpalmprodukte vertreiben sowie Umweltverbänden und soziale Nichtregierungsorganisationen in 85 Ländern konnte der RSPO die Anzahl seiner Mitglieder im Vergleich zu 2015 um fast 30 Prozent steigern.


+ Hier können Sie den Bericht des RSPO in englischer Sprache downloaden.

 
Presseschau
Palmöl: Ist das Pflanzenfett wirklich krebserregend?

Stiftung Warentest (04.02.2017)
„Palmöl ist ein umstrittenes Pflanzen­fett. Es gilt als ungesund und umwelt­schädlich. In Italien verbannen es Hersteller aktuell aus ihren Lebens­mitteln. Der Grund: Palmöl soll krebs­er­regend sein. Mit diesem General­verdacht wird dem Öl jedoch Unrecht getan."
https://www.test.de/Palmoel-Ist-das-Pflanzenfett-wirklich-krebserregend-5135271-0/

Greenpeace (17.01.2017)
„Eine rücksichtslose Palmölindustrie facht die Waldbrände in Indonesien an – doch deren Geld kommt von internationalen Banken. Ein neuer Greenpeace-Report zeigt die Verstrickungen.“
https://www.greenpeace.de/themen/waelder/pakt-mit-dem-feuerteufel

Welt ohne Hunger (19.01.2017)
„Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.“
https://www.weltohnehunger.org/beitraege-ausgabe1/kein-regenwald-fuer-unseren-konsum.html

SWR Marktcheck (07.02.2017)
„Unterwegs im Supermarkt. Kekse, Fertiggerichte, Kindernahrung, Müsli – sie alle haben etwas gemeinsam: Palmöl.“
https://swrmediathek.de/player.htm?show=b0c11c50-ed6e-11e6-9102-005056a12b4c

Mongabay (07.02.2017)
„More and more corporate palm oil users are promising to clean up their supply chains. But a new report says firms may have underestimated the availability of ethically produced oil, jeopardizing those pledges."
https://news.mongabay.com/2017/02/will-there-really-be-enough-sustainable-palm-oil-for-the-whole-market/


Eco-Business (27.01.2017)
„A group of 19 environmental groups, investors, and reporting bodies has produced a set of guidelines to help palm oil companies, manufacturers, and retailers communicate their sustainability efforts in a transarent and clear way."
http://www.eco-business.com/news/new-reporting-guidelines-set-benchmark-for-palm-oil-transparency/


Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (01/2017)
„Expanding oil palm cultivation in Indonesia: changing local water cycles raises risks of droughts and floods.”
www.die-gdi.de/en/briefing-paper/article/expanding-oil-palm-cultivation-in-indonesia-changing-local-water-cycles-raises-risks-of-droughts-and-floods/


Reporting Guidance For Responsible Palm (01/2017)
20 Nichtregierungsorganisationen, unter ihnen Conservation International oder Oxfam, haben jüngst die Reporting Guidance For Responsible Palm veröffentlicht. Die Untersuchung ist eine Anleitung zur Berichterstattung, die auf eine verstärkte Rechenschaftspflicht für eine verantwortungsvolle Palmölproduktion abzielt.
http://www.mightyearth.org/wp-content/uploads/2016/07/Ceres_PalmOil_ReportingGuidance_010917.pdf
 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 04/2016


Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 04/2016
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

2016 neigt sich dem Ende zu, es ist einiges passiert: Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) hat die Studie „Der Palmölmarkt in Deutschland 2015“ erfolgreich veröffentlicht. Die Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen unserer Generalversammlung präsentiert – und heiß diskutiert. Im Juli diesen Jahres hat uns der Bayrische Rundfunk für einen Beitrag besucht. Sie finden die Doku in der Presseschau am Ende dieses Newsletters. Das FONAP wiederum hat seine Arbeit im Rahmen der Europäischen Palmöl-Konferenz in Warschau vorgestellt. Wie Biokraftstoffe in Deutschland produziert werden können, ohne dadurch Landnutzungsänderungen auszulösen, hat derweil das Projekt „Governance zur Verminderung von indirekten Landnutzungsänderungen“ (GoViLa) untersucht. Auch diese Ergebnisse können Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters nachlesen. Zum Abschluss des Jahres lädt das FONAP seine Mitglieder zum ersten Lieferantentag, um mit ihnen über Umwelt- und Sozialstandards in der internationalen Palmölproduktion und in Zertifizierungssystemen zu diskutieren. Unternehmen, die an einer Mitgliedschaft im FONAP interessiert sind, sind ebenfalls herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Was Sie dafür tun müssen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.
Viel Spaß dabei wünscht,

Ihre FONAP-Redaktion

Aktuelle Themen

» Generalversammlung des FONAP in Berlin
» Abschlussbericht von GoViLa
» Bericht von Greenpeace
» 1. Lieferantentag des FONAP
» Veranstaltung der European Palm Oil Alliance in Warschau
» Kurz notiert
» Presseschau
 
Generalversammlung des FONAP in Berlin
Nachhaltiger, immer nachhaltiger

Am Dienstag, 27. September, hat das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP) seine jährliche Generalversammlung in Berlin veranstaltet. Rund 100 Vertreter von Bundesregierung, Unternehmen, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen (NGO) kamen zusammen, um sich über Palmöl, die Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen einer nachhaltigen Produktion auszutauschen.
Wie lassen sich verbindliche Umwelt- und Sozialstandards in der internationalen Palmölproduktion und in Zertifizierungssystemen wie dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) verankern? Und welchen Beitrag kann eine deutsche Initiative wie das FONAP leisten, um den Einsatz von hochgiftigen Pestiziden und den Anbau von Ölpalmen auf Regenwaldflächen oder Torfböden in den Erzeugerländern weiter einzudämmen? Antworten auf diese Fragen geben etwa Vertreter verschiedener Zertifizierungssysteme und der WWF. Durch den parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, fordert Minister Christian Schmidt die deutsche Wirtschaft erneut auf, künftig ausschließlich zertifiziertes Palmöl einzukaufen. Gleichzeitig lässt er ausrichten, dass vor allem das FONAP „in den vergangenen 12 Monaten einiges zum Positiven verändern konnte“.
Dies zeigt auch der Blick auf eine aktuelle Studie des FONAP, die den Verbrauch von Palmöl und Palmkernöl in Deutschland im Jahr 2015 analysiert. Wichtigstes Ergebnis: Entgegen der weltweiten Entwicklung ist der Verbrauch von konventionellem Palmöl in Deutschland seit 2013 rückläufig. Der Anteil an nachhaltigem Palmöl hingegen stieg im selben Zeitraum signifikant. Insgesamt stammen rund 72 Prozent der 1,2 Millionen Tonnen Palmöl und Palmkernöl in Deutschland aus einer nachhaltigen Produktion. Zu diesem Erfolg trägt auch das Forum Nachhaltiges Palmöl bei.
Deutlich wird an diesem Tag aber auch: Bei einem verbraucherfernen Einsatz von Palmöl – etwa in Futtermitteln, Pharmazie, Chemie oder in industriellen Reinigern – wird nach wie vor kaum Wert auf zertifiziertes Palmöl oder Palmkernöl gelegt. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Reaktionen der verschiedenen Branchen auf die Frage aus, wie der Anteil nachhaltig erzeugten Palmöls in Deutschland auf 100 Prozent gesteigert werden kann. Denn, dass ein Verzicht auf Palmöl keine Lösung im Sinne der Nachhaltigkeit ist, macht eine Studie des World Wide Fund For Nature (WWF) deutlich. „Der simple Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle löst die Probleme nicht, sondern kann sie sogar verschlimmern“, fasst Ilka Petersen vom WWF zusammen.
Und obwohl sich die Teilnehmer über das Wie uneinig sind, am Ende der Veranstaltung ist klar: Je mehr Unternehmen auf nachhaltiges Palmöl setzen, desto stärker werden sich auch die Produktionsbedingungen vor Ort verändern.

Haben Sie Interesse an den Präsentationen der Generalversammlung. Dann wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des FONAP unter sekretariat@forumpalmoel.org.

Die Ergebnisse der Studie „Der Palmölmarkt in Deutschland 2015“ können Sie hier herunterladen.
 
Abschlussbericht von GoViLa
Wie viel Anbaufläche wird für Biokraftstoffe gebraucht?

Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) der Europäischen Union (EU) sieht nach heutiger Rechtslage vor, dass die Mitgliedsstaaten den Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor jeweils auf 10 Prozent bis 2020 energetisch steigern. Wie dabei zukünftig Biokraftstoffe in Deutschland produziert werden können, ohne dadurch Landnutzungsänderungen auszulösen, hat das Projekt „Governance zur Verminderung von indirekten Landnutzungsänderungen“ (GoViLa) der Technischen Universität Darmstadt untersucht. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) unterstützt.
Die Ergebnisse des Projekts mit Forschungsansatz für Deutschland, Brasilien, Indonesien und die Ukraine zeigen, dass regionale Good Governance die Art und das Ausmaß von Landnutzungsänderungen erheblich beeinflussen und zu einer wesentlichen Reduzierung der Kohlenstoffemissionen führen kann. Good Governance wird in diesem Zusammenhang vor allem als eine Kombination von Effizienzerhöhungen im Agrarsektor und dem effektivem Schutz sensibler Flächen verstanden. Mit diesen gehen die Verringerung von Landnutzungsänderungen sowie eine Entkopplung von Kohlenstoffemissionen einher. Dabei sind vor allem nationale Zielsetzungen zur Nutzung von Biokraftstoffen von großer Bedeutung. Eine wichtige Rolle für die Verminderung von Treibhausgasen durch ein verbessertes Landmanagement spielt Indonesien. Dies liegt daran, dass hier insbesondere auf Torfböden angebaut wird. Konkrete Maßnahmen, die Good Governance im Landmanagement ermöglichen, sind neben der Implementierung einer einheitlichen Kartengrundlage zu Landrechten, Landnutzung und Schutzgebieten eine Erhöhung der Verwaltungseffizienz, die Umsetzung des Moratoriums sowie die nationale Zertifizierung der Palmölproduktion.

Den ausführlichen Forschungsbericht, eine deutsche und englische Zusammenfassung sowie einen englischen Synthesis-Report können Sie unter dem folgenden Link abrufen: http://www.govila.tu-darmstadt.de/govila_govila/publikationen_8/publikationen.de.jsp
 
Bericht von Greenpeace
Weiter Abholzung artenreicher Tropenwälder durch IOI

Die Ausmaße der verheerenden Waldbrände in Indonesien und Malaysia im vergangenen Jahr sind offenbar noch schlimmer, als zuvor befürchtet. Wie eine gemeinsame Studie von Harvard und der Columbia University jetzt zeigt, forderten die Brände insgesamt mehr als 100.000 Todesopfer, allein in Indonesien sind es rund 91.000. Verantwortlich dafür gemacht wird unter anderem der zweitgrößte malaysische Palmölproduzent IOI. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, große Gebiete in Indonesien illegal und gegen die Richtlinien des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) durch Brände zerstört zu haben. Als Konsequenz wurde IOI im April dieses Jahres vom RSPO suspendiert, bereits im August aber rehabilitiert.
In einem neuen Bericht von Greenpeace International finden sich nun erneut Hinweise, dass auch Zulieferer des suspendierten Palmölgiganten in zuvor brennenden Gebieten neue Plantagen errichtet haben. Immer wieder kam es zu Menschenrechtsverletzungen, selbst Fälle von Kinderarbeit konnten nachgewiesen werden. Zudem sind einige Zulieferer an der Rodung des Urwaldes in Papua beteiligt, einer indonesischen Provinz, die bislang noch weitgehend von der Waldzerstörung verschont blieb. „Weil IOI sein Palmöl von diesen Unternehmen bezieht, macht der Konzern sich mitschuldig an Urwaldzerstörung, vorsätzlicher Brandrodung und Menschenrechtsverletzungen. Greenpeace rät Firmen, solange kein Palmöl (direkt und indirekt) der IOI Gruppe zu beziehen, bis der Konzern glaubwürdig nachweisen kann, dass das Palmöl in seinen Lieferketten nicht länger auf Kosten der Wälder und Menschen produziert wird“, so Gesche Jürgens, Expertin für Wälder und Palmöl bei Greenpeace.
Es ist nicht das erste Mal, dass die malaysische Firma mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 3 Milliarden Franken in die Schlagzeilen gerät. Vor sechs Jahren schlugen NGOs hierzulande Alarm. IOI soll systematisch Regenwald-Ökosysteme zerstört und die Landrechte der Ureinwohner auf Borneo verletzt haben, hieß es seinerzeit.
 
1. Lieferantentag des FONAP
Nachhaltiges Palmöl und Zusatzkriterien - wie geht das?

Die nachhaltige Beschaffung von zertifiziertem Palmöl soll die Einhaltung von sozialen und ökologischen Anforderungen über die gesamte Lieferkette einer Organisation sicherstellen. Dafür spielen insbesondere Lieferanten eine wichtige Rolle. Welchen Beitrag aber können das FONAP, seine Mitglieder und deren Lieferanten leisten, um den Einsatz hochgiftige Pestizide und den Anbau von Palmöl auf Regenwaldflächen und Torfböden in den Erzeugerländern weiter einzudämmen? Und wie lässt sich die Rückverfolgbarkeit von Palmöl entlang der gesamten Lieferkette gewährleisten. Diese und weitere Fragen werden Thema des ersten FONAP-Lieferantentages sein, der am 01. Dezember in den Räumlichkeiten des Gustav-Stresemann-Instituts in Bonn stattfinden wird.
Sie sind Lieferant eines FONAP-Mitglieds und haben Interesse an einer Teilnahme? Sie sind (noch) kein Mitglied im Forum und möchten unsere Selbstverpflichtung kennenlernen? Dann sprechen Sie uns an. Wir senden Ihnen gern das Programm und die Anmeldeinformationen zu.
 
Veranstaltung der European Palm Oil Alliance in Warschau
Kein Palmöl ist keine Lösung für nachhaltige Entwicklung

Am 05. und 06. Oktober hat die Europäische Palmöl Konferenz in Warschau stattgefunden. Unter dem Motto „Palmöl: Eine innovative Zutat für eine nachhaltige Zukunft“ kamen zahlreiche Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie zusammen. Gemeinsam diskutierten sie Nachhaltigkeitsfragen und gesundheitliche Aspekte rund um Palmöl. Auf dem Podium vertreten war auch das Forum Nachhaltiges Palmöl, das seine ambitionierte Selbstverpflichtung und seine Arbeit dem europäischen Publikum vorgestellt hat. Egal in welcher Form, eine Initiative für nachhaltiges Palmöl in Polen würde vom FONAP begrüßt. Dies machte Maike Möllers stellvertretend für das FONAP deutlich. Eva Oskam vom Außenministerium der Niederlande hob diese Forderung im Rahmen ihrer Vorstellung der Amsterdam Deklaration ebenfalls hervor. Sie stellte die Zusammenarbeit innerhalb der Unterzeichnerstaaten zum Thema Palmöl vor und ermunterte weitere EU-Staaten, die Amsterdam Deklaration zu unterzeichnen. In der Amsterdam Deklaration heißt es: „Europa ist der zweitgrößte Importeur von Palmöl und Heimat einiger der größten Marken und Konzerne. Europa kann damit ein wichtiger weltweiter Signalgeber werden, wenn es zu einem nachhaltigeren Handel mit Palmöl kommt.“ Damit dies gelinge, brauche es weitere Unterstützung. Und auch der WWF betonte, dass der Weg zu nachhaltigem Palmöl in Europa noch ein weiter sei: So habe keines der polnischen Unternehmen auf die Anfrage des WWF zur Erstellung der jährlichen Scorecard geantwortet.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
Kurz notiert
Parlamentarisches Frühstück von BMEL und FONAP

Nach der erfolgreichen Generalversammlung im September arbeitet das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) mit Hochdruck an zwei weiteren Veranstaltungen, die noch in diesem Jahr stattfinden werden. Dazu gehört neben dem bereits erwähnten Lieferantentag auch ein parlamentarisches Frühstück. Hier werden das Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und das FONAP ihr Engagement für nachhaltiges Palmöl vorstellen.
Unter dem Titel „Nachhaltiges Palmöl: Anspruch oder Wirklichkeit? Die Rolle Deutschlands auf einem globalen Markt“ laden BMEL und FONAP Ende November gemeinsam Bundestagsabgeordnete ein, mehr über die Arbeit des FONAP zu erfahren. Gemeinsam mit dem parlamentarischen Staatssekretär des BMEL, Peter Bleser, stehen Merlin Koene, Vorstandsvorsitzender des FONAP, sowie die Leiterin Landwirtschaft und Landnutzungswandel des World Wide Fund For Nature, Martina Fleckenstein, Rede und Antwort.

Palmöl im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments
Am 28. November wird die tschechische Europaabgeordnete Kateřina Konečná ihren Report zum Thema Palmöl im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel vorstellen. Die Abgeordnete der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke betrachtet insbesondere die Gesundheitsrisiken von Palmöl kritisch. Bereits in vorherigen Anfragen hatte Konečná die Kommission aufgefordert, regulatorische Maßnahmen zu ergreifen, die Glycidyl-Fettsäureester in Palmöl begrenzen. Der Agrarausschuss wird zu dem Report eine Stellungnahme abgeben. Im kommenden Jahr wird der Report zunächst im Umweltausschuss und dann im Plenum verabschiedet. Zwar hat der Report des Europäischen Parlaments keine direkten legislativen Auswirkungen, er definiert jedoch die Meinung des Europäischen Parlaments, auf die sich bei weiteren Anträgen zukünftig berufen wird.

Antrag von Bündnis 90/Die Grünen
In der vorangegangenen Ausgabe unseres Newsletters haben wir bereits über den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Verbindliche Umwelt- und Sozialstandards in der Palmölproduktion" berichtet. Nachdem der Antrag in der letzten Bundestagssitzung vor der Sommerpause bereits debattiert wurde, erfolgt die weitere Diskussion und Abstimmung des Antrages nun am 30. November im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ).
In der Begründung des Antrags heißt es, der internationale Palmölboom „gehe mit gravierenden sozialen und ökologischen Konsequenzen“ einher. Daher fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter anderem, verbindliche Umwelt- und Sozialstandards in der internationalen Palmölproduktion zu verankern. Dies umfasst insbesondere die Erlassung eines europäischen Importverbots für Palmöl, das keine sozialen und ökologischen Mindeststandards erfüllt, die Erarbeitung einer nationalen Reduktionsstrategie, um den deutschen Verbrauch von Palmöl langfristig zu senken sowie die Ausweitung der Kennzeichnungspflicht für kritische Produkte wie Kosmetika, Waschmittel und Agrokraftstoffe, die Palmöl enthalten.
 
Presseschau
Palmöl - Die schwierige Suche nach Alternativen

Bayrischer Rundfunk – Faszination Wissen (11.10.2016)
„Umweltschädlich und unsozial, das sind gravierende Nebenwirkungen und die haben dem Palmöl ein ordentliches Imageproblem beschert. Das ist den Produzenten von Palmöl durchaus bewusst. Heute gibt es eine ganze Reihe von Qualitätssiegeln. Das bekannteste von ihnen ist der RSPO. […] Wir haben zwei Menschen getroffen, die sich dafür einsetzen, dass diese Qualitätssiegel besser werden.“
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/faszination-wissen/palmoel-raubbau-regenwald-alternative-video-100.html#tab=bcastInfo&jump=tab

Rural21 (23.09.2016)
„An interdisciplinary team of scientists from Germany and Indonesia assessed the ecosystem functions in oil palm plantations as compared to lowland forests. They found that in oil palm plantations, eleven out of 14 ecosystem functions showed a net decrease, some with an irreversible global impact.”
http://www.rural21.com/english/scientific-world/detail/article/reduced-ecosystem-functions-in-oil-palm-plantations-00002043/

The Guardian (20.10.2016)
„Bacchus Wilson Panyonnoh, a 35-year-old palm oil worker, and Lee Sworh, a community activist, live in the remote forests of south-east Liberia. Both have been affected by the arrival of Golden Veroleum Liberia to build one of the country’s largest palm oil plantations. For Panyonnoh, it offers the chance of a better life but Sworh wants it off the land.”
https://www.theguardian.com/sustainable-business/video/2016/oct/20/palm-oil-liberia-hope-anger-one-of-africa-poorest-countries-video?CMP=ema-1706&CMP

Greenpeace Magazin (10.10.2016)
„Wo Ölpalmen in Reih und Glied stehen, ist für bedrohten Arten wie Orang-Utan oder Bonobo kein Platz mehr. Palmöl steckt heute in jedem zweiten Supermarktartikel. Und die Nachfrage nach dem billigen Rohstoff steigt weiter. In den Hauptanbaugebieten in Südostasien mussten riesige Waldgebiete den Plantagen weichen. Weil die Expansion dort an ihre Grenzen stößt, roden die Plantagenbetreiber nun auch Regenwälder in Afrika.“
https://www.greenpeace-magazin.de/die-spur-des-palmoels
 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 03/2016


Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 03/2016
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

wissen Sie, was passieren würde, wenn Deutschland Palmöl boykottiert und durch andere Pflanzenöle ersetzt? Würden sich die negativen Umweltauswirkungen durch den einfachen Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle reduzieren lassen? Und welche ökologischen Auswirkungen hätte die Substitution von Palmöl? Diesen Fragestellungen ist eine Studie des WWF auf den Grund gegangen. Das Ergebnis: Durch den einfachen Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle werden die Probleme nicht gelöst, sondern verlagert und möglicherweise verschlimmert. Erfahren Sie mehr über die Ergebnisse der Studie in dieser Ausgabe des Newsletters.
Darüber hinaus berichten wir über die größte, jüngst zertifizierte Kleinbauern-Gruppe und stellen Ihnen die drei neuen Mitglieder des Forums Nachhaltiges Palmöl (FONAP) vor. Der International Sustainability and Carbon Certification (ISCC), ebenfalls Mitglied im FONAP, wurde derweil erneut von der Europäischen Kommission als Zertifizierungssystem anerkannt, das den Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (Renewable Energy Directive – RED) entspricht. Diese und viele weitere spannende Themen können Sie auf den folgenden Seiten nachlesen.

Viel Spaß dabei wünscht

Ihre FONAP-Redaktion

Aktuelle Themen

» Ferrero Deutschland, SPEICK Naturkosmetik und Henglein GmbH
» Auf der Ölspur
» Zertifizierung vom RSPO
» Freiwilliger Rücktritt von der Zertifizierung
» ISCC wieder anerkannt
» Nachhaltiges Palmöl bis 2020
» Antrag von Bündnis 90/Die Grünen
» Veranstaltung der European Palm Oil Alliance in Warschau
» Webinare
» Presseschau
 
Ferrero Deutschland, SPEICK Naturkosmetik und Henglein GmbH
Drei Neue für das FONAP

Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) kann sich erneut über Verstärkung freuen: Im Juni haben Ferrero Deutschland und SPEICK Naturkosmetik die Selbstverpflichtung unterzeichnet und sind damit offizielle Mitglieder des FONAP. Ferrero ist einer der größten international tätigen italienischen Süßwarenhersteller mit weltweit 20 Produktionsstätten und rund 33.000 Mitarbeitern. Ferrero setzt dabei vor allem auf die umfassende Achtung der Menschenrechte und Nachhaltigkeit bei den verwendeten Rohstoffen. Dies gilt insbesondere für Beschaffung von Palmöl. So hat sich Ferrero beispielsweise verpflichtet, nur Palmöl zu beziehen, für das keine Rodungen vorgenommen wurden. Darüber hinaus beteiligt sich Ferrero seit November 2014 an der Palm Oil Innovation Group (POIG). POIG baut auf den RSPO-Standards auf und berücksichtigt zudem weitere soziologische und ökologische Aspekte. Ferrero verwendet bereits seit Ende 2014 zu 100 Prozent nachhaltiges, segregiertes Palmöl nach RPSO-Standard– und damit Palmöl, das physisch bis zur Mühle rückverfolgt werden kann. Dank einer Charta, die in Zusammenarbeit mit TFT durchgeführt wird, ist es Ferrero möglich, die Rückverfolgbarkeit nun auch von der Mühle bis zur Plantage zu sichern.
Die hohen Anforderungen an nachhaltiges unternehmerisches Handeln teilt das 1928 von dem Unternehmer Walter Rau gegründete Familienunternehmen SPEICK Naturkosmetik. Auch fast 90 Jahre nach seiner Gründung setzt sich SPEICK Naturkosmetik für ein ganzheitliches Verständnis von Mensch und Natur ein. Und das mit großem Erfolg: Als erste und bislang einzige Kosmetikmarke wurde die Marke SPEICK im Jahr 2013 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Ein Jahr später erhielt SPEICK Naturkosmetik den CSR-Preis der Bundesregierung, der das besondere Engagement des gesamten Unternehmens für Nachhaltigkeit würdigt. Und auch für die Hans Henglein & Sohn GmbH ist Nachhaltigkeit ein Eckpfeiler der Unternehmensstrategie. Das 1936 als Fuhrbetrieb gegründete Unternehmen ist inzwischen einer der international führenden Hersteller von Kloßteig, Kartoffelnudeln und Teigwaren mit rund 800 Mitarbeitern an zwei Standorten. Zentraler Ansatz der Firmenphilosophie ist es, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu vereinen und so zur langfristigen Unternehmenssicherung beizutragen. Das bedeutet kontinuierliche Verbesserungen über die gesamte Versorgungskette, Umweltschutz, ein soziales und ethisches Wertesystem sowie nachhaltige Beschaffung. Die Hans Henglein & Sohn GmbH ist bereits seit 2012 Mitglied des RSPO – damit unterstreicht das Unternehmen seine Bemühungen hin zu einer kompletten Lösung für segregiertes Palmöl.
Das FONAP begrüßt seine jüngsten Mitglieder und freut sich auf einen regen Austausch, um gemeinsam an der Erreichung der gesteckten Ziele zu arbeiten.
 
Auf der Ölspur
WWF veröffentlicht Studie zu deutschem Palmöl-Ersatz

Was würde passieren, wenn Deutschland Palmöl boykottiert und durch andere Pflanzenöle austauscht? Dieser Frage geht eine aktuelle Studie des WWF nach. Das Ergebnis: Der Ersatz durch Kokos-, Soja-, Sonnenblumen- oder Rapsöl hätte einen massiv höheren Flächenbedarf zur Folge, die Treibhausgasemissionen stiegen an und Tiere und Pflanzen wären stärker gefährdet, als es die globalen Palmölplantagen derzeit tun.
Dem WWF zufolge verbraucht Deutschland jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl. Davon gehen 41 Prozent in Biodiesel und 40 Prozent in Nahrungs- und Futtermittel. Weitere 17 Prozent werden laut WWF von der Industrie für Reinigungsmittel, Kosmetika und Pharmaprodukte verwendet. Würde Deutschland das Palmöl komplett austauschen, wären dafür rund 1,4 Millionen Hektar mehr Anbaufläche für die Gewinnung der „Ersatz-Pflanzenöle“ notwendig. Zu diesem Mehrbedarf an Fläche kommt es, weil keine andere Pflanze auf einem Hektar Land so hohe Öl-Erträge wie die Ölpalme erzielt. Raps, Kokos und Sonnenblume bringen im Durchschnitt nur rund 0,7 Tonnen Öl pro Hektar. Soja sogar noch weniger. Zum Vergleich: Die Ausbeute bei Ölpalmen liegt bei durchschnittlich 3,3 Tonnen pro Hektar.
Daher prognostizieren Modellberechnungen dementsprechend gravierende, negative Effekte für die biologische Vielfalt. Denn durch den zusätzlichen Flächenbedarf würden weltweit Ökosysteme zusätzlich unter Druck geraten. Dies trifft insbesondere bei einem Ersatz durch Kokos- und Sojaöl zu, die ebenfalls im tropischen Gürtel der Erde angebaut werden. So müsste bei einem Palmöl-Aus in Deutschland selbst Indonesien, das derzeit wichtigstes Anbauland für Ölpalmen, mit negativen Effekten für seine ohnehin stark bedrohte Fauna und Flora rechnen.
Und auch der Ausstoß von Treibhausgasen würde in Folge des gestiegenen Flächenbedarfs und der damit einhergehenden Landnutzungsänderungen anschwellen. Von rund 309 Mio. Tonnen zusätzlichen Emissionen geht das WWF-Szenario aus. Das entspräche etwa einem Drittel des jährlichen CO2-Ausstoßes der Bundesrepublik. Lediglich bei einem Austausch von Palmöl durch heimische Öle aus Raps und Sonnenblumen würde die weltweite biologische Vielfalt weniger leiden. Aber auch dafür sei keine unbegrenzte Fläche vorhanden. Daher führe nach Ansicht des WWF kein Weg daran vorbei, den Anbau von Palmöl und anderen Ölpflanzen umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten. Gleichzeitig müsse aber auch der Bedarf durch bewussteren Konsum drastisch gesenkt werden.

Hier können Sie die Studie downloaden.
 
Zertifizierung vom RSPO
Nachhaltiges Palmöl von der weltgrößten Kleinbauerninitiative

2.700 Kleinbauern, mehr als 5.500 Hektar und ab sofort fast 92.000 Tonnen zertifiziertes Palmöl jährlich: Die Gruppe „Sapta Tunggal Mandiri“ (STM) ist die bislang größte Gruppe unabhängiger Kleinbauern, die eine Zertifizierung des Roundtable On Sustainable Palm Oil (RSPO) erhalten hat. Künftig wird die Kleinbauerninitiative, die aus sieben Dorfgemeinschaften in Süd-Sumatra besteht, ihre Produkte als nach Mass Balance zertifiziert verkaufen können.
Kleinbauern nehmen in der Palmöl-Industrie eine zentrale Rolle ein, sind sie doch für rund 40 Prozent des global produzierten Palmöls verantwortlich. In den vergangenen Jahren hat die Industrie daher gemeinsam mit Kleinbauern immer wieder an ihrer Nachhaltigkeit gearbeitet, um deren Einkommen und damit die Lebenssituation der Kleinbauern und ihrer Familien zu verbessern. Bis heute hat der RSPO so mehr einer Vielzahl von Kleinbauern dabei geholfen, sich erfolgreich zertifizieren zu lassen und Partnerschaften mit anderen Kleinbauern, NGOs und dem Privatsektor aufzubauen.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl NAP beglückwünscht die „Sapta Tunggal Mandiri“ zur Erreichung der Zertifizierung. Diese macht deutlich, dass auch große Initiativen – in Zusammenarbeit mit Palmölproduzenten, Kleinbauern, lokalen Gemeinschaften, NGOs wie auch der Regierung - erfolgreich zertifiziert werden können. Die ersten Kleinbauerngruppen der Welt, die 2012 in Thailand zertifiziert wurden, hatten teils Gruppengrößen von weniger als 50 Kleinbauern. Das FONAP ermutigt alle Stakeholder in den Palmöllieferketten, großflächige Scaling-Ansätze zu verfolgen, um die Anzahl der Zertifizierungen kontinuierlich weiter zu erhöhen.
 
Freiwilliger Rücktritt von der Zertifizierung
Nach Problemen in der Lieferkette

Die Federal Land Development Authority (Felda) und sein angeschlossenes Unternehmen, die Felda Global Ventures Holdings Bhd (FGV), sind freiwillig von der RSPO-Zertifizierung von 58 Mühlen in Malaysia zurück getreten. Dies gab Felda bereits im Mai dieses Jahres bekannt. Grund für die Aufgabe der Zertifizierung sind nach Angaben des Unternehmens Probleme, die in der eigenen Lieferkette auftreten. Felda plane daher einige strukturelle Änderungen, um potentielle Risiken zu minimieren.
Gleichzeitig erwägt Felda eine erneute Zertifizierung der Mühlen in den kommenden drei Jahren. Der jetzige Rücktritt von der Zertifizierung, so das Unternehmen, erlaube zudem eine integrativere Zertifizierung zwischen kommerziellen Plantagen der FGV und Kleinbauern der Felda.
Wie die Gruppe mitteilte, bleiben Felda und FGV aber weiterhin Mitglied des RSPO. Gleichzeitig betrifft der freiwillige Rückzug von der Zertifizierung der vorgelagerten Mühlen weder die Lieferkettenzertifizierung der Zerkleinerungsanlangen, noch die der nachgelagerten Raffinerien. Dennoch resultiert aus der Aufgabe der Zertifizierung aktuell ein deutlich vermindertes Angebot von nach RSPO zertifiziertem Palmöl in den Handelsoptionen Mass Balance (MB) und segregiert (SG).
 
ISCC wieder anerkannt
Europäische Kommission bestätigt Zertifizierungssystem

Der International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) wurde erneut als System zur Zertifizierung für nachhaltige Biomasse und flüssige Bioenergie, sprich Kraftstoff und Strom, von der Europäischen Kommission in Brüssel anerkannt. Die Entscheidung der Kommission wurde am 10. August im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. ISCC ist ein internationales, praxiserprobtes Zertifizierungssystem für Nachhaltigkeit und Treibhausgaseinsparungen, das den Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (Renewable Energy Directive – RED) entspricht.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
Nachhaltiges Palmöl bis 2020
Auch Norwegen unterzeichnet Amsterdam Deklaration

Spätestens im Jahr 2020 wollen mehrere europäische Länder Palmöl ausschließlich aus nachhaltiger Produktion beziehen. Damit soll vor allem den illegalen Abholzungen tropischer Regenwälder in den Anbaugebieten ein Ende gesetzt werden. Dieses Ziel haben sich unter anderem Deutschland, die Niederlande und Dänemark in der sogenannten Amsterdam Deklaration gesetzt. Mit Norwegen engagiert sich nun ein weiteres europäisches Land für nachhaltiges Palmöl. Im August dieses Jahres hat der zuständige Minister für Klima und Umweltschutz, Vidar Helgesen, die Amsterdam Deklarationen unterzeichnet. In der Deklaration heißt es: „Als größte Wirtschaft der Welt, hat Europa die Verantwortung und die Möglichkeit, die Weltwirtschaft auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen. Europa ist der zweitgrößte Importeur von Palmöl und Heimat einiger der größten Marken und Konzerne. Europa kann ein wichtiger weltweiter Signalgeber werden, wenn es zu einem nachhaltigerem Handel mit Palmöl kommt.“ Der Beitritt Norwegens ist damit ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

+ Hier können Sie die Amsterdam Deklaration nachlesen.

 
Antrag von Bündnis 90/Die Grünen
Bundestag debattiert über Palmöl

Am 08. Juli hat der Deutsche Bundestag die internationale Palmölproblematik diskutiert. Die Debatte geht zurück auf einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8398). In diesem wird die Bundesregierung aufgefordert, verbindliche Umwelt- und Sozialstandards in der internationalen Palmölproduktion zu verankern. In der Begründung des Antrags heißt es, der internationale Palmölboom gehe mit „gravierenden sozialen und ökologischen Konsequenzen“ einher. Als wichtigste Anbaugebiete seien Schwellen- und Entwicklungsländer am schwersten von den negativen Folgen der industriellen Palmölproduktion betroffen. Die Grünen verweisen darauf, dass die Produktion sich seit 1990 nahezu versechsfacht hat. Angeprangert wird dabei vor allem die Zerstörung von Torf- und Regenwäldern, für die nach Ansicht der Grünen insbesondere industrielle Großplantagen verantwortlich sind.
In der letzten Bundestagssitzung vor der Sommerpause debattierten die Abgeordneten rund 45 Minuten lang in erster Lesung. Die vier Redner aus den Fraktionen B90/Grüne, CDU/CSU, SPD und DIE LINKE berichteten übereinstimmend, dass es große Probleme in der Palmölproduktion gebe und verwiesen dabei in erster Linie auf die Waldbrände in Indonesien. Der Sprecher von B´90/Grüne stellte in seiner Rede die freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen in Frage und forderte von der Bundesregierung verbindliche gesetzliche Regelungen. Einig schienen sich alle Vertreter vor allem darin zu sein, dass die Nutzung von Palmöl als Biokraftstoff gestoppt werden müsse. Dafür bedürfe es konkreter Lösungen. Wie diese allerdings aussehen könnten, wurde von keinem der Redner konkretisiert. Der Antrag für die Debatte liegt nun in den Ausschüssen des Bundestags und wird dort nach der Sommerpause weiter diskutiert.

Der Antrag der Grünen im Wortlaut:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/083/1808398.pdf


+ Die Debatte im Bundestag zum Nachschauen.

 
Veranstaltung der European Palm Oil Alliance in Warschau
Palmöl: innovative Zutat für eine nachhaltige Zukunft?

Welche Rolle spielt Palmöl in der Ernährung? Wie kann die Rückverfolgbarkeit von Palmöl zum nachhaltigeren Anbau beitragen? Welche Hürden befinden sich auf dem Weg zu 100 Prozent zertifiziertem Palmöl? Und welche Rolle spielen beispielsweise Händler oder der gemeinsame Rat der palmölproduzierenden Länder auf diesem Weg? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen European Palm Oil Conference, die am 5. und 6. Oktober in Warschau stattfindet. Die Veranstaltung der European Palm Oil Alliance (EPOA) ist für alle Teilnehmer kostenfrei, eine Anmeldung noch bis zum 19. September möglich.
Besonderes Highlight der Veranstaltung: In Workshops lernen die Teilnehmer ganz praktisch, wie Schokoladenfüllungen oder Kekse mit Palmöl hergestellt werden. Darüber hinaus wird es Keynote-Vorträge zum Fortschritt der Amsterdam Deklaration sowie von Vertretern der malaysischen und indonesischen Regierung geben.
Eine Anmeldung zur Konferenz ist unter diesem Link möglich.

+ Erfahren Sie mehr über das Veranstaltungsprogramm.

 
Webinare
Einführung in den Palmölsektor und Zertifizierungssysteme

Sie möchten wissen, welche Sektoren das meiste Palmöl in Deutschland verbrauchen? Sie interessieren sich für eine Zertifizierung, wissen aber noch nicht, welche Anforderungen Sie dafür erfüllen müssen? Antworten auf diese Fragen geben eine Reihe von Webinaren mit insgesamt 3 Modulen, die das Forum Nachhaltiges Palmöl entwickelt hat. In den Online-Seminaren werden neben einer allgemeinen Einführung in den Palmölsektor die verschiedenen Zertifizierungssysteme sowie die Anforderungen an die Lieferkettensysteme (Supply-Chain-Certification) vorgestellt. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des FONAP. Wir informieren Sie gern über die nächsten Termine.

Kontakt:
sekretariat@forumpalmoel.org
 
Presseschau
Palmöl – Perfektes Fett oder Rohstoff mit verheerenden Folgen?

SR 3 Saarlandwelle (18.08.2016)
„Palmöl steht in der Kritik. Durch den Anbau von Ölpalmen wird Regenwald zerstört, außerdem kann Palmöl krank machen. Trotzdem findet sich das durchaus schmackhafte Öl in jedem zweiten Produkt im Supermarkt - selbst dort, wo man es so gar nicht erwartet.“
http://www.sr.de/sr/sr3/themen/ratgeber/palmoel100.html

Berliner Zeitung (29.08.2016)
„Wissenschaftler haben untersucht, ob der Bedarf durch andere Ölpflanzen wie Raps oder Soja gedeckt werden kann. Doch die Alternative heißt Sparen.“
http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/umstrittener-rohstoff-kein-palmoel-ist-auch-keine-loesung-24664080

Die Presse (04.09.2016)
"Ohne Palmöl geht es auch nicht, sagt der WWF. Die Alternativen schaden der Umwelt ebenso. Konzerne versprechen den Umstieg auf nachhaltiges Palmöl. Doch die Initiativen helfen dem Image meist mehr als dem Planeten."
http://diepresse.com/home/wirtschaft/energie/5079742/Raubbau-ohne-Reue

Süddeutsche Zeitung (29.08.2016)
„Die Umweltorganisation WWF hat erstmals für Deutschland genau untersucht, in welchen Produkten Palmöl steckt. Das überraschende Ergebnis der Untersuchung ist: Der größte Teil landet nicht auf dem Teller, sondern im Autotank, als Beimischung zum Diesel.“
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/palmoel-das-kleinere-uebel-1.3140310

Rural Development (18.08.2016)
Eine jüngst im Global Environmental Change veröffentlichte Studie zeigt, bis zu welchem Ausmaß Palmölplantagen zukünftig erweitert werden können, ohne dabei artenreiche Tropenwälder weiter zu schädigen.
http://www.rural21.com/nc/english/news/detail/article/expanding-palm-oil-plantations-without-deforestation-00002011/

WDR Fernsehen (13.07.2016)
„Millionen Verbraucher tanken ohne ihr Wissen schon seit Jahren mit jeder Dieseltankfüllung ein Stück Regenwald. Seit 2007 ist die Industrie staatlich verpflichtet, sieben Prozent Bio in Dieselöl zu mischen und kaum einer weiß davon.“
http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Wir-tanken-Regenwald-Die-L%C3%BCge-vom-%C3%96ko-/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7486242&documentId=36534964

Der Spiegel (31.05.2016)
„Eigentlich soll Palmöl im Kraftstoff das Klima schützen. Nach Ansicht von Umweltschützern ist das Gegenteil der Fall.“
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/biokraftstoffe-europa-giert-nach-palmoel-a-1094940.html

Neue Osnabrücker Zeitung (27.07.2016)
„Ob Fertiggerichte, Kosmetika oder Reinigungsmittel: Viele Produkte enthalten heutzutage Palmöl. Doch Anbau und Ernte folgen oft weder ökologischen noch sozialen Kriterien. Welche Alternativen gibt es?“
http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/750537/palmol-regenwald-vernichtung-furs-fruhstuck-1#gallery&0&0&750537
 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 01/2016


Hier steht der Text des Preheaders
Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 01/2016
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie zu einer neuen Ausgabe unseres Newsletters, in der wir auch in diesem Jahr über die Arbeit des Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP), interessante Neuigkeiten rund um das Thema Palmöl und spannende Veranstaltungen informieren möchten.

Die Entwicklungen beim FONAP haben zum Ende des vergangenen Jahres richtig Fahrt aufgenommen – im November haben wir mit unseren Mitgliedern den FONAP e.V. gegründet. Nur einen Monat später haben wir, gemeinsam mit sieben weiteren nationalen Initiativen, die Plattform „European Sustainable Palm Oil“ (ESPO) ins Leben gerufen. Unser Mitglied GUTcert ist derweil erster Anbieter von RSPO-Auditorentrainings auf dem deutschen Markt. Und der WWF, ebenfalls langjähriges Mitglied im FONAP, hat seine jährliche Palmöl Scorecard veröffentlicht. Auch die Ergebnisse der stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Viel Spaß dabei wünscht Ihre FONAP-Redaktion!

Aktuelle Themen

» Gemeinsam nachhaltig verpflichtet
» Europäische Allianz für Palmöl
» Gastmitgliedschaft im FONAP
» RSPO-Auditorentrainings in Deutschland
» WWF Palmöl-Check 2015
» Frankreich plant Steuer auf Palmöl
» Neue High Carbon Stock Science Study veröffentlicht
» Zertifizierungsstellen des RSPO suspendiert
» 6. ISCC-Global Sustainability Conference
» Presseschau
 
 
  Gemeinsam nachhaltig verpflichtet
FONAP-Vereinsgründung in Berlin
Deutsche Unternehmen setzen sich dauerhaft für eine nachhaltige Palmölwirtschaft ein. Rund 40 Vertreter aus Industrie, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) haben am 11. November 2015 auf der vierten Generalversammlung des „Forum Nachhaltiges Palmöl“ (FONAP) den Verein „Forum Nachhaltiges Palmöl e.V.“ gegründet. Im Beisein von Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, unterzeichneten Repräsentanten von WWF und einer Vielzahl von Unternehmen wie Unilever oder Rewe den Vereinsbeitritt.

Mit der Gründung des Vereins in Berlin stellen sie die Initiative rund zwei Jahre nach ihrer Gründung nun auf eine institutionelle Basis. Auf diese Weise können sie ihre Verantwortung in globalen Lieferketten künftig stärker wahrnehmen. Darüber hinaus verpflichten sich die Mitglieder auch finanziell, die Initiative für eine nachhaltigere Palmölproduktion dauerhaft fortzuführen.

Bundesminister Christian Schmidt lobt die Gründung des Vereins: „Mit einer FONAP-Mitgliedschaft kann jedes Unternehmen seiner Verantwortung für Umwelt und Menschenrechte im Zusammenhang mit Palmöl nachkommen. Genauso wie das Forum Nachhaltiger Kakao ist das Forum Nachhaltiges Palmöl Leuchtturmprojekt für die verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung.“

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
Europäische Allianz für Palmöl
FONAP ist Mitbegründer von European Sustainable Palm Oil
Erstmals haben sich europäische Palmöl-Initiativen zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für eine ganzheitlich nachhaltige Palmöl-Lieferkette in Europa bis 2020 einzusetzen. Vertreter verschiedener Regierungen und nationaler Initiativen unterzeichneten anlässlich der 'EU and Global Value Chains’-Konferenz am 07. Dezember 2015 in Amsterdam die sogenannte Amsterdam Declaration. Zu den Unterzeichnern gehören die niederländische Ministerin für Außenhandel und Entwicklung, Lilianne Ploumen, Vertreter der Regierungen Deutschlands, Dänemarks, Frankreichs und Großbritanniens sowie zehn nationalen Initiativen – neben dem FONAP Initiativen aus Italien, Schweden oder Belgien.

Ziel der europäischen Palmölplattform „ESPO“ (European Sustainable Palm Oil) ist es, künftig stärker für einen verantwortungsvollen Umgang mit nachhaltig produziertem Palmöl auf europäischer Ebene zu kooperieren. Dies betrifft unter anderem die Unterstützung derjenigen Unternehmen, Sektoren und Länder, die bislang keine nationale Palmöl-Verpflichtung haben sowie den verstärkten Wissensaustausch zwischen nationalen Initiativen.

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, lobt die stärkere internationale Vernetzung. Anlässlich der Vereinsgründung des FONAP in Berlin sagte er bereits im November 2015, das Thema Palmöl müsse auf europäischer Ebene diskutiert werden. Die Palmölplattform „ESPO“ sei dafür ein geeignetes Dach. „ESPO vernetzt nicht nur die unterschiedlichen Länderinitiativen, sondern wird gerade in Ländern aktiv, die noch keine eigenständigen Palmöl-Initiativen haben. So können wir unsere Vorstellungen in den Zertifizierungssystemen noch schlagkräftiger durchsetzen.“

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
 
Gastmitgliedschaft im FONAP
Gaststatus für interessierte Unternehmen weiterhin möglich
Unternehmen, Organisationen oder Institutionen, die das Gründungsregelwerk des FONAP e.V. nicht unterzeichnen können, aber dennoch Interesse an einer Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitsgruppen der Initiative haben, können auch zukünftig die Möglichkeit einer Gastmitgliedschaft wahrnehmen. Mitglieder mit Gaststatus dürfen an allen FONAP-Sitzungen teilnehmen, haben dort Rede- und Antragsrecht, können allerdings nicht an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen und finden auch in der Kommunikation des FONAP keine Erwähnung. Eine Gastmitgliedschaft ist zunächst auf ein Jahr beschränkt und endet nach Ablauf der Frist automatisch.

Details zu den Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Gastmitgliedschaft sind in diesem Dokument aufgeführt.

Die Beitrittserklärung für eine Gastmitgliedschaft finden Sie hier.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
 
 
  RSPO-Auditorentrainings in Deutschland
GUTcert erhält vorläufige Genehmigung
Die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH (GUTcert) bildet ab Anfang 2016 Auditoren für die RSPO-Lieferkettenzertifizierung (Supply Chain Certification) in der hauseigenen Akademie am Standort Berlin aus. Bislang waren ausschließlich englischsprachige Schulungen verfügbar. GUTcert ist damit der erste Anbieter von RSPO-Auditorentrainings auf dem deutschen Markt.

Das Kursangebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Beauftragte, interne Auditoren, Techniker und Ingenieure aus der Lebensmittelbranche, Oleochemie und Kosmetik, die RSPO-Systeme aufbauen, pflegen und kontinuierlich verbessern wollen. Darüber hinaus stehen die Schulungen auch IRCA- oder Umweltmanagement-Auditoren offen, die ihr Angebot auf den Bereich RSPO Supply Chain ausweiten wollen.

In Seminaren zu Auditszenarien und -berichten oder Bestandteilen der Zertifizierung lernen die Teilnehmer alle Voraussetzungen kennen, um als RSPO Supply Chain Auditor tätig werden zu können. Der RSPO – der „Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl“ – hat zum Ziel, ökologische, ökonomische und soziale Mindeststandards für den Anbau von Ölpalmen zu etablieren und zu fördern.

Das erste Seminar findet vom 17. bis 18. März 2016 in Berlin statt und wird in deutscher Sprache durchgeführt. Das zweite Seminar wird vom 30. Juni bis 01. Juli 2016 in englischer Sprache stattfinden.

Kontakt:
akademie@gut-cert.de

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
WWF Palmöl-Check 2015
Intransparenz und Fortschritt
Die Intransparenz der Einkaufspolitik deutscher Unternehmen ist weiterhin gravierend, obwohl die ökologischen und sozialen Auswirkungen des An- und Abbaus von Palmöl hinreichend bekannt sind. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in seinen nationalen „Palmöl Scorecards“ 2015. Offenbar ist es einigen Unternehmen immer noch egal woher ihr Palmöl kommt - oder sie wissen es schlichtweg nicht.

Nach Aussage des WWF haben sechs von rund 200 befragten Unternehmen lediglich einen Punkt. 75 Unternehmen verweigerten eine Auskunft oder konnten keine genauen Angaben machen. Beides bewertet der WWF als grundlegendes Versagen in Sachen Nachhaltigkeit und Transparenz. „Wer Nachhaltigkeit propagiert, sollte wissen, woher sein Palmöl kommt“, kritisiert die zuständige WWF-Referentin Ilka Petersen.

Besonders kritisch betrachtet Petersen die deutschen Pharmaunternehmen und Futtermittelhersteller. Alle befragten Unternehmen, darunter Bayer, Merck sowie die großen Futtermittelhersteller Deutsche Tiernahrung, Cremer, Agravis Raiffeisen und Mega verweigerten eine Auskunft. Einer aktuellen Marktanalyse zufolge verbraucht der pharmazeutisch-chemische Bereich etwa 155.000 Tonnen Palmöl im Jahr. Davon sind gerade einmal zwölf Prozent zertifiziert. Die Futtermittelindustrie nutzt im gleichen Zeitraum rund 160.000 Tonnen. Hier liegt der Anteil aus nachhaltigeren Quellen sogar bei nur einem Prozent.

Positiv hervorzuheben sei allerdings, dass „immer mehr Unternehmen zertifiziertes Palmöl nutzen und sich mit ihrer Lieferkette auseinander setzen“, so Petersen. Und dass auch die volle Punktzahl erreicht werden kann, machen die Unternehmen Daabon und Agrarfrost vor. Insgesamt decken inzwischen mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen ihren Palmölbedarf zumindest teilweise mit zertifizierter Ware.

Kontakt:
ilka.petersen@wwf.de

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

® RSPO
 
 
Frankreich plant Steuer auf Palmöl
Stufenweise Erhöhung bis 2020
Der französische Senat hat in einer ersten Lesung einem Gesetz zugestimmt, das die Nutzung von Palmöl in Frankreich besteuert. Die Besteuerung ist unabhängig davon, ob ein Unternehmen zertifiziertes oder nicht-zertifiziertes Palmöl einsetzt. Wird das Gesetz erlassen, werden zum 01. Januar 2017 pro Tonne genutztes Palmöl 300 Euro Steuern erhoben. Bis 2020 soll dieser Satz stufenweise auf 900 Euro pro Tonne angehoben werden. Das Gesetzgebungsverfahren wird nun in verschiedenen Gremien verhandelt und kann bereits im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden. Dem Gesetzesentwurf voraus gingen jahrelange Diskussionen über die Auswirkungen von Palmöl auf die Gesundheit und Umwelt.

Überraschend ist dieser Schritt insofern, da Frankreich zu den Unterzeichnern der Amsterdam Declaration gehört. Folglich setzen sich die Mitglieder der französischen Allianz für nachhaltiges Palmöl für eine Änderung des Gesetzes ein.

Wir halten Sie in den nächsten Newslettern auf dem Laufenden, wie sich die Situation in Frankreich entwickelt.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
© CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0
 
  Neue High Carbon Stock Science Study veröffentlicht
Angepasste Methodik für nachhaltigen Palmöl-Anbau
Unterzeichner der Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM) – unter ihnen einige der größten Unternehmen im Palmöl-Sektor – haben im Dezember 2015 eine neue Studie zum High Carbon Stock Tool (HCS) veröffentlicht, die eine angepasste Methodik (HCS+) für den nachhaltigen Anbau von Palmöl vorschlägt. Das High Carbon Stock Tool (HCS) dient dazu, den Kohlenstoffgehalt von Arealen einzuschätzen. Dabei werden die voraussichtlichen Treibhausgasemissionen bei der Umwandlung des Landes in Plantagen errechnet.

Eine Vorab-Version der Studie wurde von Umweltschützern und Forst-Experten bereits im Oktober stark kritisiert, da im Fokus der Studie nicht die Verhinderung von Entwaldung stehe. Stattdessen ist der Kohlenstoffgehalt eines Ökosystems hauptsächliche Maßeinheit bei der Umwandlung von Wald in Palmölplantagen. Ebenso großer Kritikpunkt an der Studie: Bei der Umwandlung von Wald in Nutzfläche gilt bereits ein Kohlenstoffgehalt von 75t Kohlenstoff je Hektar an der Erdoberfläche als kohlenstoffneutral. Damit könnte auch ein junger, regenerierender Wald abgeholzt oder zu einer Plantage umgewandelt werden. Dieser Grenzwert ist in der finalen Version der HCS+-Studie beibehalten.

Unterstützer der Studie führen hingegen an: “By setting critical carbon thresholds, the HCS+ methodology will prevent conversion of old-growth forests, forests regrowing after selective harvesting, and well-established secondary forests. The thresholds will also ensure that peat and other organic soils are set aside.”

Die Studie traf bereits in kurzer Zeit auf reges Medieninteresse. So berichteten unter anderem die Huffington Post, nature, MONGABAY und der Journalist Jonathon Porritt.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
Zertifizierungsstellen des RSPO suspendiert
Nach umfangreicher Prüfung durch Accreditation Services International
Zwei Zertifizierungsstellen des »Runden Tisches für Nachhaltiges Palmöl« (RSPO) wurden von Accreditation Services International (ASI) mit sofortiger Wirkung suspendiert. ASI ist eine der weltweit führenden Akkreditierungsstellen für Nachhaltigkeitsstandards. ASI wirft den Unternehmen Control Union SDN BHD und PT Mutuagung Lestari vor, Zertifizierungsregularien bei der Prüfung von Plantagen des Unternehmens FELDA in Malaysia in den Bereichen Arbeitnehmerrechte, Arbeitsschutz und Gesundheit verletzt zu haben.

Der RSPO hat die Untersuchungen 2015 eingeleitet. Sie beinhalteten Überprüfungen von Dokumenten, unangekündigte Besuche auf den betroffenen Plantagen sowie Interviews mit ausländischem und einheimischem Personal. Nach Aussage von ASI lägen ausreichende Beweise für eine Verletzung der Regularien vor und sperrte die beiden Unternehmen für sechs Monate. In dieser Zeit ist es Control Union SDN BHD und PT Mutuagung Lestari nicht erlaubt, Zertifizierungsabkommen abzuschließen oder Unternehmen zu zertifizieren. Gleichzeitig unterstützt ASI bei der Durchführung geeigneter Maßnahmen, um die Unternehmen wieder in Einklang mit den Akkreditierungsanforderungen zu bringen.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
 
  6. ISCC-Global Sustainability Conference
Internationale Nachhaltigkeitskonferenz in Brüssel
Am 17. Februar 2016 findet in Brüssel zum sechsten Mal die ISCC Global Sustainability Conference statt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen die Themen „Entkarbonisierung des Verkehrssektors in Zeiten niedriger Ölpreise“, „Herausforderungen bei der Umsetzung der angepassten RED/FQD“ sowie die „Nachhaltigkeitszertifizierung für nicht regulierte Märkte“. In drei Veranstaltungen diskutieren Angestellte der Europäischen Kommission und nationaler Behörden sowie Vertreter von Industrie und Verbänden etwa über die Reduktion von Treibhausgasemissionen in der Automobilindustrie, über Zertifizierungssysteme für nicht-regulierte Märkte oder verschiedene Verfahren der ISCC-Zertifizierung.

Die Teilnahme an der jährlichen Konferenz ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen. Im Anschluss an die Konferenz findet die Generalversammlung des ISCC e.V. statt. Diese ist ausschließlich für Vereinsmitglieder.

Hier können Sie sich für die Konferenz anmelden.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
Presseschau
Palmöl – Freund oder Feind?
Im ersten Moment erscheint Palmöl wie eine Art Alleskönner. Mit einem Ertrag dreimal so hoch wie der von Raps und einem, im Vergleich zu Soja, geringen Flächenaufwand ist die Pflanze wirtschaftlich gesehen eine der attraktivsten Ressourcen zur Gewinnung von Fett. Dennoch steht die gelbfleischige Frucht weiter stark in der Kritik.

Lesen Sie mehr.


Mogeln beim Palmöl

Mitte November hat sich das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) auf seiner vierten Generalversammlung als Verein konstituiert. Rund 40 Vertreter von Firmen aus dem Bereich der palmölverarbeitenden Industrie, von Verbänden und Regierungsstellen haben damit einen weiteren Schritt unternommen, um dem erklärten Ziel näher zu kommen: Nur noch zu 100 Prozent zertifiziertes Palm- und Palmkernöl aus nachvollziehbar nachhaltigem Anbau soll auf den deutschen, schweizerischen und österreichischen Markt gebracht werden.

Lesen Sie mehr.


Palmölzertifizierung: Eine grüne Mogelpackung?

Brandrodungen tropischer Regenwälder zum Zwecke der Ausweitung der Palmölproduktion rütteln auf. Vertreter des neugegründeten Vereins FONAP wollen nur noch Palmöl mit Nachhaltigkeitssiegel nutzen. Doch löst dies das Grundproblem?

Lesen Sie mehr.
© CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0
 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 02/2015


Newsletter 02.2015
Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.02/2015
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
in diesem Newsletter finden Sie die Ergebnisse unserer Studie "Der Palmölsektor in Deutschland". Die Studie wurde vom FONAP in Auftrag gegeben, um erstmalig in Deutschland den Verbrauch von Palmöl in den einzelnen Sektoren aufzuschlüsseln und auch um herauszufinden, wie viel Palmöl in Deutschland bereits nachhaltig zertifiziert ist. Leider haben wir anhand der Studie herausgefunden, dass der Anteil von zertifiziertem Palmöl in Deutschland mit nur etwa 30% im Jahr 2013, teilweise weit hinter den Ergebnissen anderer europäischer Länder zurückliegt.

Darüber hinaus möchten wir Sie auf ein Seminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung aufmerksam machen, welches wir am 21.04.2015 organisieren. Auch unsere Webinarreihe wird mit den Themen "Einführung in den Palmölsektor" und "Zertifizierungssysteme für Palmöl" wiederholt. Die Webinare bieten eine gute Gelegenheit sich in einer kurzen Zeit ein gutes Überblickswissen über die Produktion von Palmöl und die Zertifizierungsanforderungen zu verschaffen.

Viel Spaß beim Lesen!

Das FONAP Sekretariat

Aktuelle Themen

» Ergebnisse der FONAP Studie „Der Palmölsektor in Deutschland“
» Seminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung
» FONAP Webinarreihe
» Beendete Mitgliedschaften aufgrund fehlender Fortschrittsberichte (ACOP)
» Überarbeitung der „RSPO Market Rules on Claims & Communications“
» Fortschrittsbericht zu nachhaltigem Palmöl aus Großbritannien
» Niederländer gründen die European Sustainable Palm Oil (ESPO) Initiative
 
  Ergebnisse der FONAP Studie „Der Palmölsektor in Deutschland“
Nur 33% nachhaltiges Palmöl in Deutschland
Die Ergebnisse der Studie zum Verbrauch von Palmöl in Deutschland liegen vor und wurden bei der Generalversammlung des FONAP am 10.03.2015 vorgestellt.
Im Rahmen der Studie wurde in Deutschland ein Verbrauch von etwa 1,5 Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr ermittelt, was einem pro Kopf Verbrauch von 19 kg im Jahr entspricht.
Der überwiegende Anteil Palmöl wird im energetischen Bereich genutzt (etwa 755.000 Tonnen im Jahr). Bei der stofflichen Nutzung konnte der Lebensmittelbereich, mit etwa 370.000 Tonnen/ Jahr als größter Einsatzbereich ermittelt werden. Auch die Futtermittelindustrie (mit etwa 140.000 Tonnen/ Jahr) hat sich als großer Palmölverbraucher herausgestellt. Weitere große Verbraucher sind der Wasch, Pflege und Reinigungsmittel-Bereich (WPR) mit etwa 87.000 Tonnen/ Jahr und der chemische / pharmazeutische Bereich (131.000 Tonnen/Jahr).
Insgesamt sind derzeit erst 33 % des Palmöls auf dem deutschen Markt als nachhaltig zertifiziert. Hier liegen der Lebensmittelbereich und der WPR Bereich mit jeweils etwa 50% zertifiziertem Palmöl deutlich vorne. Vor allem der Futtermittelbereich, mit nur 1% nachhaltig zertifiziertem Palmöl, und der chemische/ pharmazeutische Bereich mit nur 13% zertifizierter Mengen haben deutlichen Nachholbedarf.
Die Studie wurde vom FONAP in Auftrag gegeben, um die realen Verbrauchszahlen von Palmöl in Deutschland erstmalig zu erfassen. Das FONAP wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, den Anteil von zertifiziertem Palmöl in Deutschland deutlich zu steigern und geht derzeit aktiv auf die Sektoren zu, die derzeit noch Nachholbedarf beim Einsatz von zertifiziertem Palmöl haben.

+ Die Präsentation der Studienergebnisse können Sie hier herunterladen

 
Seminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung
am 21.04.2015 in Bonn
Die Lieferkettenzertifizierung (Supply Chain Certification, SCC) des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) muss fast jedes Unternehmen durchführen, welches Palmöl in den Handelssystemen Mass Balance (MB), Segregated (SG) oder Identity Preserved (IP) einkauft, verarbeitet oder verkauft. Verschiedene Vorbereitungsschritte sind für die Zertifizierung nötig, es gibt verschiedene Module nach denen man sich zertifizieren lassen kann und verschiedene Optionen die Produkte handzuhaben. In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick darüber, wie Sie eine SCC Zertifizierung vorbereiten und was für eine erfolgreiche Zertifizierung nötig ist.
Kosten:
Für FONAP Mitglieder: kostenlos
Nicht-Mitglieder: 250€

+ Mehr Informationen zum Seminar erhalten Sie hier

 
FONAP Webinarreihe
Einführung in den Palmölsektor und Zertifizierungssysteme für Palmöl
Im Mai werden wir unsere Webinarreihe fortsetzen und die Webinare "Einführung in den Palmölsektor" und "Zertifizierungssysteme für Palmöl" wiederholen. Folgende Termine bieten wir Ihnen daher an:

06.05.2015: Einführung in den Palmölsektor, 11.-12.00 Uhr (Kurzbeschreibung)
12.05.2015: Zertifizierungssysteme für Palmöl, 11-12.00 Uhr (Kurzbeschreibung)

Die Webinare geben einen Einblick in die Produktion und den Weltmarkt von Palmöl und geben einen Überblick über die vom FONAP akzeptierten Zertifizierungssysteme.
Bitte melden Sie sich bei sekretariat@forumpalmoel.org für die Webinare an. Die Webinare stehen allen Interessierten offen.
Der Link zur Webinar-Plattform wird Ihnen nach der Anmeldung zugeschickt.
 
Beendete Mitgliedschaften aufgrund fehlender Fortschrittsberichte (ACOP)
Der RSPO greift durch
Aufgrund fehlender Fortschrittsberichte (ACOP-Berichte) hat der RSPO die Mitgliedschaft mehrerer Unternehmen im Februar 2015 beendet oder suspendiert. Die Mitgliedschaft von Unternehmen, die seit 3 Jahren keinen Fortschrittsbericht eingereicht hatten wurde beendet. Unternehmen die seit 2 Jahren keinen Bericht mehr eingereicht hatten wurden suspendiert. Das FONAP hatte bereits im Januar auf die Dringlichkeit der Einreichung der Fortschrittsberichte aufmerksam gemacht. Leider befanden sich jedoch auch einige deutsche Unternehmen unter den suspendierten Mitgliedern.
Die Einreichung jährlicher ACOP Berichte ist im RSPO Pflicht. Suspendierte Mitglieder hatten 1 Monat Zeit Berichte nachzureichen. Bei nicht Einhaltung dieser Frist wurde den sanktionierten Unternehmen die Lizenz und damit der Handel mit RSPO zertifiziertem Palmöl entzogen.


+ Die Liste der ausgeschlossenen und suspendierten Mitglieder finden Sie hier

 
Überarbeitung der „RSPO Market Rules on Claims & Communications“
Kommentierung bis zum 10.05.2015 möglich
Die RSPO Regeln für Marktkommunikation und Claims (Rules on Claims & Communication) wurden von einer RSPO Arbeitsgruppe überarbeitet und können noch bis zum 10. Mai 2015 kommentiert werden.
Alle eingehenden Kommentare werden anschließend von der Arbeitsgruppe berücksichtigt, bevor eine neue Version der Regeln, im Juni 2015, veröffentlicht wird.
Das FONAP sammelt die Kommentare seiner Mitglieder und wird eine gemeinsame Stellungnahme zu den neuen Regelungen beim RSPO einreichen.

+ Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link

 
  Fortschrittsbericht zu nachhaltigem Palmöl aus Großbritannien
Kontinuierlicher Anstieg seit 2009
Der Anteil von nachhaltig zertifiziertem Palmöl in Großbritannien lag 2013 bei etwa 55% – 71%, laut dem im Dezember erschienenen Fortschrittsbericht des britischen Landwirtschaftsministeriums.
Laut dem Bericht wurden 2013 folgende Mengen an zertifiziertem Palmöl nach Großbritannien eingeführt:
- 222.204 Tonnen Segregiertes und Mass Balance Palmöl (ohne Berücksichtigung von Derivaten und Palmöl in importierten Konsumgütern). Dies entspricht etwa 37,9% oder 48,8% der UK Importe, je nachdem auf welche statistischen Daten man zurückgreift.
- 99.412 Tonnen Palmöl entsprechenden GreenPalm Zertifikate wurden im gleichen Zeitraum erworben, was einem Anteil von 17% – 21,8% der UK Importe entspricht (auch je nachdem welche statistischen Daten zugrunde gelegt werden).

Insgesamt wurden 2013 321.616 Tonnen nachhaltig zertifiziertes Palmöl nach Großbritannien eingeführt. Ein Zuwachs von etwa 50% im Vergleich zum Jahr 2009 und ein Zuwachs von etwa 15% im Vergleich zu 2012, dem Jahr als die britische Regierung damit begonnen hat sich für den Einsatz von nachhaltigem Palmöl einzusetzen.

Wir gratulieren den britischen Kollegen für den kontinuierlichen Anstieg von nachhaltigem Palmöl auf dem britischen Markt! Ende 2015 soll der ganze Palmölmarkt auf Nachhaltigkeit umgestellt sein.

+ Link zum Fortschrittsbericht aus England

 
  Niederländer gründen die European Sustainable Palm Oil (ESPO) Initiative
100% nachhaltiges Palmöl in der EU
Der holländische Margarineverband, MVO, hat die European Sustainable Palm Oil (ESPO) Initiative ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative von der The Sustainable Trade Initiative (idh). In Holland wird die Umstellung auf 100% nachhaltiges Palmöl, nach Angaben des MVO, noch dieses Jahr gelingen. ESPO soll die anderen europäischen Länder dabei unterstützen auch ihre Märkte auf 100% nachhaltig umzustellen. ESPO wird als eine Plattform für Austausch und Lernen aufgebaut und soll die nationalen Initiativen, darunter auch das FONAP, dabei unterstützen ihre 100% Ziele zu erreichen.
Das FONAP begrüßt die ESPO Initiative und hat bereits erste Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit empfohlen.

+ Link zur Pressemeldung des MVO

 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36| 53113 Bonn, Deutschland
Telefon: +49 228 4460-3687| E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 01/2015


29.01.2015
Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.01/ 2015
 
 
Einladung zur Generalversammlung des Forums Nachhaltiges Palmöl
10.03.2015 in Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Sie zur Generalversammlung des Forums Nachhaltiges Palmöl einladen.

Ende letzten Jahres haben wir die "Selbstverpflichtung ab 2015" des FONAP verabschiedet. Wir werden Ihnen die neue Selbstverpflichtung, einen Rückblick auf die ersten eineinhalb Jahre des FONAP und eine Vorausschau auf die zukünftige Ausrichtung des FONAPs während unserer Generalversammlung näherbringen und mit Ihnen darüber in einen Dialog treten.

Weitere Details dazu finden Sie weiter unten in diesem Newsletter.

Wir würden uns freuen Sie in Berlin begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,
Das Sekretariat des Forums Nachhaltiges Palmöl

Aktuelle Themen

» FONAP Generalversammlung am 10.03.2015
» Neue Selbstverpflichtung ab 2015
» Gastmitgliedschaft im FONAP
 
  FONAP-Generalversammlung
Am 10.03.2015 in Berlin
Am Dienstag, den 10. März 2015 findet die Generalversammlung des „Forums Nachhaltiges Palmöl“ (FONAP) statt. Veranstaltungsort ist die GIZ Repräsentanz am Reichpietschufer 20, in 10785 Berlin.

Während der Generalversammlung, die Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt eröffnen wird, werden wir einen Rückblick auf die ersten eineinhalb Jahre „Forum Nachhaltiges Palmöl“ werfen und gemeinsam diskutieren welche Schritte weiterhin notwendig sind, um das Ziel des FONAP „100 % nachhaltig zertifiziertes Palmöl auf dem deutschen, österreichischen und Schweizer Markt“ zu erreichen.

Während der Veranstaltung werden die Ergebnisse der Studie „Der Palmölsektor in Deutschland“ präsentiert. Die Studie beleuchtet, wieviel nachhaltig zertifiziertes Palmöl derzeit bereits auf dem deutschen Markt genutzt wird und welche Sektoren sich bereits für nachhaltiges Palmöl engagieren. Des Weiteren werden wir verschiedene Werkzeuge vorstellen, wie eine Rückverfolgbarkeit in der Palmöl-Lieferkette hergestellt werden kann. Darüber hinaus werden die Änderungen in der Lieferkettenzertifizierung des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) vorgestellt.


+ Agenda und Anmeldeformular zur FONAP Generalversammlung

 
Neue Selbstverpflichtung des Forums Nachhaltiges Palmöl
Wie geht es in 2015 weiter?
In der FONAP-Mitgliederversammlung vom 12.11.2014, wurde die neue "Selbstverpflichtung ab 2015" von den FONAP Mitgliedern verabschiedet.

Alle Mitglieder nutzen auch weiterhin 100% zertifiziertes Palmöl, die Selbstverpflichtung wird jedoch wie folgt spezifiziert:

Die Mitglieder verpflichten sich dazu:
• Reines raffiniertes und nicht-raffiniertes Palmöl (ohne Derivate und Fraktionen) spätestens ab dem 1.1.2016 zu 100% mindestens in der Lieferkettenoption segregiert (SG) einzukaufen.

• Reines raffiniertes und nicht-raffiniertes Palmkernöl (ohne Derivate und Fraktionen) spätestens
- ab dem 1.1.2016 zu 100% mindestens in der Lieferkettenoption Mass-Balance (MB) einzukaufen,
- ab dem 1.1.2018 zu 100% mind. in der Lieferkettenoption SG einzukaufen.

• Derivate und Fraktionen (unabhängig ob palmöl- oder palmkernölbasiert)
- Im Jahr 2016 mindestens 25% zumindest in MB einzukaufen
- Im Jahr 2017 mindestens 50% zumindest in MB einzukaufen
- Im Jahr 2020 100% zumindest in MB einzukaufen

Die Differenzierung zwischen Palmöl, Palmkernöl und Derivaten/ Fraktionen war nötig, da es derzeit noch unterschiedliche Verfügbarkeiten für die verschiedenen Produkte auf dem Markt gibt.

Für den Bereich der Derivate und Fraktionen können für die verbleibenden Mengen nach wie vor Zertifikate nach Book and Claim genutzt werden. Wir betrachten Book and Claim als Übergangsmodell, welches genutzt werden kann, um den Übergang auf die physische Lieferung von Palmöl, Palmkernöl und entsprechender Derivate und Fraktionen zu gestalten. Wir halten in diesem Zusammenhang die Nutzung von off-market deals die ggf. schon die FONAP-Zusatzkriterien erfüllen für erwünscht.
Die Nutzung von Book and Claim Zertifikaten von unabhängigen Kleinbauern (I.S.-Zertifikate) bleibt in allen Fällen möglich und reduziert die Verpflichtungen bei MB und SG Volumen im gleichem Maße.

Die Mitglieder sind sich einig, dass die von FONAP anerkannten Zertifizierungssysteme Mindeststandards sind, diese sich jedoch weiter verbessern müssen. Weitere Verbesserungen im Sinne der FONAP-Zusatzkriterien sind daher unabdingbar.

Darüber hinaus streben die Mitglieder eine Rückverfolgbarkeit des genutzten Palmöls, Palmkernöls und entsprechender Derivate zumindest bis auf Ebene der Mühlen, idealerweise jedoch bis auf die Ebene der einzelnen Plantagen, an. Deshalb verpflichten sich die Mitglieder zukünftig mit ihren Lieferanten in einen regelmäßigen Dialog zur Weiterentwicklung des Sektors zu treten. Über diesen Dialog wird dem FONAP berichtet.

Diese Selbstverpflichtung wird regelmäßig fortgeschrieben. Eine erstmalige Überprüfung findet Mitte 2016 statt.

Die detaillierte Selbstverpflichtung können Sie hier herunterladen Deutsch / Englisch
 
Gastmitgliedschaft im Forum Nachhaltiges Palmöl
Aufgrund vermehrter Nachfragen, möchten wir Sie hiermit auf die Möglichkeit einer Gastmitgliedschaft im Forum Nachhaltiges Palmöl hinweisen. Organisationen und Unternehmen, die an einer Mitarbeit im Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) interessiert sind, das Gründungsregelwerk aber nicht unterzeichnen wollen, kann - wie unter Punkt 3 im Gründungsregelwerk geregelt - ein Gaststatus gewährt werden.
Die Gastmitgliedschaft ist auf 1 Jahr beschränkt und endet nach dieser Frist automatisch. Gastmitglieder dürfen an allen FONAP-Sitzungen teilnehmen, haben jedoch kein Stimmrecht und tauchen auch nicht in der Außenkommunikation des FONAP auf.
Weitere Details zu einer Gastmitgliedschaft können Sie diesem Dokument entnehmen.

Die Beitrittserklärung für eine Gastmitgliedschaft finden Sie hier.
 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36| 53113 Bonn, Deutschland
Telefon: +49 228 4460-3687| E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 02/2014


Newsletter 02/2014
Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.02/2014
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, Ihnen die zweite Ausgabe des FONAP Newsletters zukommen zu lassen.

Zu Beginn eine gute Nachricht, die Nachfrage nach nachhaltigem Palmöl steigt weiter an. Der Roundtable on Sustainable Palmöl (RSPO) hat im August neue Verkaufszahlen vorgelegt, die Rekordwerte aufzeigen. Mittlerweile sind 18 % des weltweit produzierten Palmöls nachhaltig zertifiziert.

Wir wollen Sie auch noch einmal auf ein Webinar aufmerksam machen, das wir am 04.11.2014 von 11.00 bis 12.00 Uhr veranstalten. Während dieses Webinars wird uns Lydia Pforte, von ISCC System, eine Einführung in ISCC Plus geben. Sie können sich beim Sekretariat des FONAPs für dieses Webinar anmelden.

Weiter unten finden Sie weitere News aus dem Palmölsektor.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen,
das Sekretariat des Forums Nachhaltiges Palmöl

Aktuelle Themen

» Die Nachfrage nach zertifiziertem RSPO Palmöl steigt weiter an
» Verbesserung des Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM)
» WEBINAR ZU ISCC PLUS AM 04.11.2014
» Erster Wirkungsbericht vom RSPO veröffentlicht
» Sime Darby will den nachhaltigen Palmölproduzenten NBPOL kaufen
» Zweiter Fortschrittsbericht von WILMAR
» Palms of controversies: oil palm and development challenges
» New York Declaration on Forests
» Studienreise nach Malaysia
 
 
  Die Nachfrage nach zertifiziertem RSPO Palmöl steigt weiter an
48,8 % mehr zertifiziertes Palmöl verkauft
Die im August vom RSPO veröffentlichten Verkaufszahlen erreichen einen neuen Rekordwert, mit, 2,5 Millionen Tonnen zertifiziertem Palmöl das in den ersten beiden Quartalen 2014 verkauft wurde. Bemerkenswert dabei ist, dass der Verbrauch der physisch gehandelten Palmöls (IP, SG und MB) im Vergleich zum Vorjahr um 64,7 % angestiegen ist (auf 1,12 Mio. Tonnen), währendem der Verkauf von GreenPalm Zertifikaten „nur“ um 37,9 % (auf 1,36 Mio. Tonnen) angestiegen ist. Insgesamt entsprechen die derzeitigen Jahresverkaufszahlen einem Zuwachs von 48,8 % im Vergleich zur gleichen Zeitspanne im Vorjahr.

18 % des weltweit produzierten Palmöls ist derzeit RSPO zertifiziert.

+ Lesen Sie mehr dazu auf unserer Webseite

 
Verbesserung des Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM)
HCS-Analyse wird ab sofort durchgeführt und eingehalten
Nach massiver Kritik am Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM), das im Juli von den weltweit größten Palmölproduzenten unterschrieben wurde, haben die Unterzeichner nun dem Druck der Nichtregierungsorganisationen nachgegeben. Sie haben am 19.09.2014 ein Moratorium unterschrieben,keine Flächen mit potentiell hohem Kohlenstoffgehalt in Plantagen umzuwandeln, bis dass eine Studie zur High Carbon Stock (HCS) Analyse abgeschlossen ist. Eine einjährige Studie zur Prüfung der Kriterien des HCS-Tools wird derzeit durchgeführt. Im SPOM wurde lediglich angegeben, dass die Unterzeichner das HCS Tool auf seine Durchführbarkeit prüfen wollen, bevor die Unternehmen es anwenden.

+ Erfahren Sie mehr zu der HCS-Analyse und den Unterzeichnern

 
 
WEBINAR ZU ISCC PLUS AM 04.11.2014
Einführung in ISCC Plus
Am 4.11.2014 von 11- 12 Uhr wirds das FONAP ein Webinar zu ISCC Plus durchführen.
In diesem Webinar wollen wir einen Überblick über die Kriterien und Prinzipien des ISCC Plus Standards geben und die notwendigen Schritte zu einer erfolgreichen Supply Chain Zertifizierung nach ISCC Plus darstellen.
Folgende Punkte werden während des Webinars behandelt:
 - Prinzipien und Kriterien von ISCC Plus
 - Freiwillige Add-ons von ISCC Plus
 - Welche Schritte sind notwendig um sich nach ISCC Plus zertifizieren zu lassen?
 - Überblick über die Anforderungen einer Supply Chain Zertifizierung
 - Welchen Claim kann ich nach einer erfolgreichen Zertifizierung machen?

Referentin: Lydia Pforte, ISCC System GmbH

Das Webinar ist kostenlos und steht allen Interessierten offen. Den Link zum Webinar erhalten Sie nach der Anmeldung

+ Erfahren Sie mehr zum Thema und melden Sie sich zum Webinar an

 
 
  Erster Wirkungsbericht vom RSPO veröffentlicht
Soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungsmaßnahmen im Palmölsektor
Der erste RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) Wirkungsbericht wurde am 03.10.2014 veröffentlicht. Der Bericht stellt die bisherigen Ergebnissen des RSPO in Bezug zu ökologischen, sozialen und ökonomischen Verbesserungen in der Palmölproduktion dar.
Der Wirkungsbericht geht dabei vor allem auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen, zertifizierten Flächen und den vom RSPO eingerichteten Mechanismen zur Förderung einer nachhaltigeren Produktion ein, ohne viel in Details über die Wirkungen im Feld einzugehen. Dennoch bietet der Bericht einen guten Überblick über das Engagement der Akteure und die Veränderungen zu mehr Nachhaltigkeit im Palmölsektor.

+ Eine Zusammenfassung des Berichts finden Sie auf unserer Webseite

 
Sime Darby will den nachhaltigen Palmölproduzenten NBPOL kaufen
Kaufangebot unterbreitet
Das malaysische Unternehmen Sime Darby, einer der weltweit größten Palmölproduzenten, hat am 09.10.2014 in einer Pressemitteilung angekündigt, dass es den Konkurrenten New Britain Palm Oil (NBPOL), aus Papua-Neuguinea, kaufen will. Sime Darby bietet umgerechnet 1,3 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit.
Sime Darby ist flächenmäßig der größte börsennotierte Palmölproduzent der Welt. Sime Darby Plantation produzieren ein Viertel des weltweit zertifizierten Palmöls und sind auch der größte Produzent von segregiertem Palmöl.
NBPOLs gesamte Palmölproduktion ist nach dem Standard des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziert und das Unternehmen beliefert vor allem den europäischen Markt. Das Management von NBPOL habe der Übernahme bereits zugestimmt, erklärt Sime Darby. Der Kaufwunsch wurde nun den Aktionären von NBPOL vorgelegt.

+ Lesen Sie mehr dazu auf unserer Webseite

 
 
 
  Zweiter Fortschrittsbericht von WILMAR
Zusammenarbeit mit TFT
Am 06.08.2014 hat Wilmar, zusammen mit TFT, seinen zweiten vierteljährigen Fortschrittsbericht zu seiner „No Deforestation, No peat and no exploitation“ Policy herausgegeben.
Laut Bericht hat sich Wilmar im zweiten Quartal 2014 vor allem damit beschäftigt, Gespräche mit über 200 Zulieferern aus Indonesien und Malaysia und seinem eigenen Personal zu führen, um diese über seine neue Politik beim Anbau von Palmöl aufzuklären. Die Gespräche dienten vor allem dazu, auf die Fragen und Bedenken der Zulieferer einzugehen, damit ein gemeinsames Verständnis der zukünftigen Zusammenarbeit besteht.
Bezüglich der Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette macht Wilmar nach eigenen Angaben große Fortschritte. Laut Bericht sind derzeit etwa 95 % des Palmöls aus Malaysia bis zur Mühle rückverfolgbar, allerdings liegen gar keine Zahlen zu Indonesien vor. An der Rückverfolgbarkeit bis zu den Plantagen wird derzeit gearbeitet.

+ Den Bericht und weitere Details finden Sie auf unserer Webseite

 
Palms of controversies: oil palm and development challenges
Bucherscheinung
Das Center for International Forestry Research (CIFOR) hat im Oktober ein Buch zu Palmöl herausgebracht, das den Palmölsektor aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet. Die Hauptaussage des Buches kann in einem Satz zusammengefasst werden: „Don’t confuse the crop [with] the people who develop it.” Palmöl ist extrem ertragreich und daher wirtschaftlich sehr wichtig für die tropischen Anbauländer. Der Ölpalmenanbau sollte daher nicht verteufelt werden, sondern man müsse sich auf potentiell umweltfreundliche Optionen wie zum Beispiel eine Ertragssteigerung per Hektar, Anreize für eine Expansion auf unbewaldeten Flächen, ökologische Landnutzungsplanung und agroforstlische Maßnahmen konzentrieren, um den Palmölanbau umweltfreundlicher zu gestalten.

+ Das Buch können Sie hier kostenlos herunterladen

 
 
 
  New York Declaration on Forests
Verringerung der weltweiten Waldverluste um die Hälfte bis zum Jahr 2020
Die am 23.9.2014 verkündete „New York Declaration on Forests“ sieht eine Verringerung der weltweiten Waldverluste um die Hälfte bis zum Jahr 2020 vor. Bis zum Jahr 2030 soll der globale Waldverlust komplett gestoppt sein.
Die freiwillige Selbstverpflichtung wurde, unter vielen anderen, von den großen PalmölproduzentenAsian Agri,Cargill, Golden Agri-Resources sowie Wilmar International unterschrieben. Sie unterstützt den Aufbau von Lieferketten, die ohne Entwaldung auskommen. Privatfirmen werden dazu angehalten, Entwaldung aus ihren Lieferketten zu eliminieren, auch bei deren Zulieferern. Weiterhin sollten strenge Standards für Waldkonservierung eingehalten werden, besonders bei Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt und Torfböden. Außerdem soll die Transparenz in den Lieferketten erhöht werden.
In Bezug zur Produktion von Agrarrohstoffen soll das privatwirtschaftliche Ziel unterstützt werden, die Entwaldung für den Anbau spätestens bis 2020 zu stoppen. Die Industrie fordert die indonesische Regierung auch dazu auf, die Elemente dieses Versprechens in indonesische Gesetze zu überführen.

+ Lesen Sie mehr dazu auf unserer Webseite

 
Studienreise nach Malaysia
Lernen Sie den Palmölsektor vor Ort kennen
Wir möchten Sie auf eine einwöchige Studienreise nach Malaysia hinweisen, die von der Reiseagentur "Zeitwandel" organisiert wird.
Die Studienreise, an deren Konzeption auch Fachleute der SEPAWA (Berufsverband der Wasch-/Reinigungsmittelindustrie, der Kosmetik- und der Parfümeriebranche) und des Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) beteiligt waren, will die verschiedenen Facetten der Palmölwirtschaft beleuchten und damit einen Einblick in diese komplexe aber auch spannende Problematik geben.
Dazu werden wir mit den unterschiedlichsten Akteuren - Industrie, Wissenschaftlern, Kleinbauern und ihren Vertretern aber auch Nicht-Regierungsorganisationen sprechen. Damit will die Studienreise Ihnen Informationen und Hintergründe vermitteln und somit helfen, pragmatische Lösungen zur Optimierung des Nachhaltigkeitsprofils Ihres Unternehmens zu finden und mit der Problematik adäquat umzugehen.

+ Weitere Details zur Studienreise

 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 03/2014


25.07.2014
Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.03/ 2014
 
 
Liebe FONAP Mitglieder,
wir freuen uns Ihnen aus dem sommerlichen Bonn unseren nächsten internen Newsletter zu schicken.

Es liegt ein spannendes 2. Halbjahr vor uns. Zum einen die Diskussion und Verabschiedung der Selbstverpflichtungen aller Mitglieder ab 2015, die Erreichung des 2014-Ziels und nicht zuletzt die weitere Diskussion mit den Zertifizierungssystemen wie sie sich weiter verbessern können. Dort entstehen momentan auf Seiten der Produzenten verschiedene Initiativen (POIG, SPOM) die unserer Ansicht nach vollumfänglich in die Standards integriert werden sollten, um die ohnehin schon hohe Komplexität nicht weiter zu erhöhen.

Immer wieder bekommen wir Nachfragen wo denn bestimmte Produkte in MB und SG-Qualität gekauft werden können. Auch in diesem Newsletter stellen wir einen Lieferanten vor, der bestimmte Produkte bereits in MB anbietet. Diese Reihe wollen wir fortsetzen und sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns auf Lieferanten hinweisen, die vielleicht gerade zusätzliche MB-/SG-Produkte in ihre Angebotspalette aufgenommen haben. An diesen Informationen sind Sie deutlich näher dran als wir im Sekretariat, da wir selbst nun wirklich kein Palmöl kaufen/verkaufen (wie neulich ein Anrufer mal dachte).

Auch noch einmal das Angebot: Wenn Sie über bestimmte Themen noch einmal mehr Informationen benötigen, lassen Sie uns das bitte wissen, dann werden wir Ihnen diese wenn möglich direkt zukommen lassen, oder das in den nächsten Newsletter aufnehmen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal auf unsere Webpage verweisen, wo wir relativ regelmäßig News aus dem Palmölsektor einstellen. Zuletzt zu den neuen Selbstverpflichtungen der großen Produzenten u.a. Sime Darby, KLK und anderen. Diese allgemeineren News werden wir zukünftig nicht mehr im internen Newsletter behandeln, da dieser sonst zu umfangreich wird, Sie können aber auch gerne unseren externen Newsletter dort bestellen.

Sollten Sie noch nicht in den Sommerferien gewesen sein, wünschen wir Ihnen eine gute Erholung. Sollten Sie schon wieder zurück aus den Ferien sein, wünschen wir Ihnen einen sanften Start. 

Viele Grüße aus Bonn,
Claude Blaschette und Daniel May

Aktuelle Themen

» Neuigkeiten aus dem FONAP
» Neuigkeiten aus dem Palmölsektor
» PRESSE
» Termine
 
NEUIGKEITEN AUS DEM FONAP
Selbstverpflichtung für das Jahr 2014
Laut des Regelwerks haben sich alle Mitglieder verpflichtet in 2014 bereits 100% zertifiziertes Palmöl zu nutzen (in allen Lieferkettenoptionen).
Der Lenkungsausschuss geht davon aus, dass alle Mitglieder dieses Ziel erreichen. Sollten einzelne Unternehmen das Ziel nicht erreichen können, sollte es dem Sekretariat vertraulich und frühestmöglich Bescheid geben, damit noch ausreichend Zeit besteht das Unternehmen bei der Erreichung der Ziele zu unterstützen.
Jedoch weisen wir darauf hin, dass der Kauf von RSPO Book and Claim Zertifikaten einfach möglich ist.
 
AG Selbstverpflichtung ab 2015
Die Arbeitsgruppe hat sich bereits einmal getroffen und wird am 18.08.2014 zu einer weiteren Sitzung zusammenkommen. Konkrete Entscheidungsvorschläge liegen bislang nicht vor, zunächst holt das Sekretariat noch eine Vielzahl von Informationen (Verfügbarkeit von Palmöl und Palmkernöl in SG und MB etc.) ein. Auch werden Sie alle zeitnah einen individuellen Fragebogen erhalten, mit dem wir nochmals weitere Informationen von Ihnen erhalten möchten, wie weit denn in Ihrem Unternehmen die Umstellung auf MB und SG bereits vorangeschritten ist, damit dann die AG noch besser Entscheidungsvorschläge vorbereiten kann.
Ohne der Entscheidungen vorzugreifen, zeichnet sich ab, dass mindestens die Nutzung der Lieferkettenoption MB (Mass Balance) sowohl für Palmöl, als auch Palmkernöl und Derivate demnächst (noch ohne Zeithorizont) verpflichtend wird. Da wir wissen, dass momentan die Lieferantenausschreibungen für 2015 beginnen, hiermit der Hinweis an Sie alle – sofern noch nicht geschehen – mit Ihren Lieferanten in den Dialog über die Lieferung von MB-Produkten einzutreten. Alle Teilnehmer der Lieferkette sollen verstehen, dass zukünftig mindestens MB – idealerweise sogar SG – nachgefragt wird und sie entsprechende Produkte in ihr Portfolio aufnehmen sollen. Wir wissen, dass die Umsetzung schwierig ist, aber der Dialog darüber kann und soll jetzt schon starten.
 
 
AG Kommunikation
Die AG Kommunikation arbeitet derzeit an einem Konzept um Journalisten und Verbraucher besser zum Thema nachhaltiges Palmöl zu informieren. Die Möglichkeiten die Verbraucherkommunikation in Zukunft zu verstärken stehen dabei im Vordergrund. Sie sind gerne dazu eingeladen Ihre Ideen in diesen Prozess einzubringen. Die AG hat ebenfalls ein Faltblatt zur Aufklärung über das Thema nachhaltiges Palmöl erarbeitet, welches ab sofort online abgerufen werden kann. Sollten Sie Interesse haben gedruckte Exemplare von diesem Faltblatt zu erhalten (kostenlos), geben Sie bitte Ihre Bestellung beim Sekretariat auf.


+ Auf dieser Seite können Sie den Flyer herunterladen

 
Follow-up Treffen mit NGOs
Am Montag den 16.6.2014 trafen sich WWF, Kuchenmeister und das Sekretariat mit den NGOs Greenpeace und Brot für die Welt. Dies war die follow-up Veranstaltung des im Rahmen der Mitgliederversammlung vereinbarten Dialogs mit den NGOs.
In offener und konstruktiver Atmosphäre haben wir ausführlich diskutiert, ob und wie Zusatzanforderungen über den RSPO hinaus auch konkret umgesetzt werden können. Denn Greenpeace hat nach wie vor deutlich gemacht, dass ihnen die RSPO-Kriterien nicht ausreichen, sondern dort signifikante Verbesserungen notwendig sind. Die wenigen konkreten Handlungsansätze werden in die Diskussion der AG Selbstverpflichtung mit aufgenommen. Dazu gehört u.a. wie die FONAP-Zusatzkriterien (Stopp des Anbaus auf Torf, verbesserte GHG-Bilanzen, Stopp der Nutzung gefährlicher Pestizide und Bezug von FFB nur aus legalem Anbau) in die Lieferkette bis auf Produzentenebene umgesetzt werden können. Für den Bereich der GreenPalm-/Book and Claim-Zertifikate bieten sich hier Off-Market Deals an, für den Bereich des physisch gehandelten Palmöls zumindest gezielte Anfragen an die Lieferkette, ob die Zusatzkriterien bei den Produzenten bereits Beachtung finden.
 
Treffen mit TFT (The Forest Trust)
Beim letzten Treffen des Lenkungsauschusses hat sich die NGO TFT (The Forest Trust) vorgestellt. TFT setzt sich sehr stark insbesondere für das Thema „Rückverfolgbarkeit“ ein und hat in Partnerschaften u.a. mit Nestlé und Mars die Lieferketten dieser Firmen durchleuchtet und transparent gemacht. Der Ansatz von TFT zielt darauf ab, dass die Raffinerien – als erster größerer Sammelpunkt von Palmöl – ihre eigenen Lieferanten (die Palmölmühlen) detailliert durchleuchten und dann die Palmölmühlen als eigene Lieferanten ausschließen, die nachweisbar (über Satellitenbilder und vor-Ort Besuche) in Entwaldung involviert sind. Eine Zertifizierung kommt dann erst an zweiter Stelle.
TFT geht es insbesondere darum die ganz schlechten Produzenten aus den Lieferketten auszuschließen was auch ohne Zusatzkosten möglich wäre; bei einer Zertifizierung jedoch immer Zusatzkosten anfallen.
Die besondere Herausforderung bei diesem Ansatz ist jedoch, dass viele Raffinerien bereits heute schon Überkapazitäten haben und deshalb der ersatzlose Verzicht auf Lieferanten in ökonomischer Hinsicht für diese Raffinerien schwierig ist. Auch die Frage der (unabhängigen) Kontrollen ist hier nicht abschließend geklärt, da es momentan nur eine Selbstkontrolle durch die Raffinerien gibt.
Nach längerer Diskussion im Lenkungsausschuss haben wir beschlossen, dass wir den von FONAP eingeschlagenen Weg der 100% Selbstverpflichtung fortgehen und die Frage der Rückverfolgbarkeit und inwieweit alle Mitglieder dort zusätzliche Verpflichtungen eingehen in der AG Selbstverpflichtung diskutieren.
 
Derivate – LIVE vor Ort
Unser Mitglied CREMER OLEO bietet insbesondere für die Derivate AG, aber auch für alle anderen Mitglieder des Forums, die Möglichkeit einer Betriebsbesichtigung des Produktionsstandortes Witten (am Rande des Ruhrgebiets) an. Diese findet statt am 1.8.2014 von 11.00 Uhr – 14.30 Uhr. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Fehrmann h.fehrmann@cremer.de oder telefonisch unter Tel: 040-32011279
 
Studienreise nach Malaysia
Wir möchten Sie auf eine einwöchige Studienreise nach Malaysia hinweisen, die von der Reiseagentur „Zeitwandel“ organisiert wird.
Die Studienreise, an deren Konzeption auch Fachleute der SEPAWA (Berufsverband der Wasch-/Reinigungsmittelindustrie, der Kosmetik- und der Parfümeriebranche) und des FONAP beteiligt waren, will die verschiedenen Facetten der Palmölwirtschaft beleuchten und damit einen Einblick in diese komplexe aber auch spannende Problematik geben. Dazu werden wir mit den unterschiedlichsten Akteuren – Industrie, Wissenschaftlern, Kleinbauern und ihren Vertretern aber auch mit Nicht-Regierungsorganisationen sprechen.
Die Studienreise will Ihnen Informationen und Hintergründe vermitteln und somit helfen, pragmatische Lösungen zur Optimierung des Nachhaltigkeitsprofils Ihres Unternehmens zu finden und mit der Problematik adäquat umzugehen.

Erste Informationen zum Verlauf der Reise, die für das erste Quartal 2015 geplant ist, sowie zu den Reisekosten, können Sie der angehängten Präsentation des Veranstalters entnehmen. Die Detailplanung der Reise hängt von der Teilnehemranzahl ab. Falls Sie Interesse haben an der Studienreise teilzunehemen, melden Sie sich bitte zunächst unverbindlich bei Frau Kohlmann, unter info@zeitwandel.net, an.
 
NEUIGKEITEN AUS DEM PALMÖLSEKTOR
RSPO ACOP (Annual Communication of Progress) Berichte müssen bis zum 19.09.2014 abgegeben werden

Alle regulären und „Associate“ Mitglieder des RSPO müssen bis zum 19.09.2014 Ihre Fortschrittsberichte (ACOP) 2013/ 2014 abgeben. Die Abgabe von jährlichen ACOP-Berichten ist Bestandteil des Verhaltenskodex des RSPO und dient dem RSPO dazu das Engagement und den Fortschritt der RSPO Mitglieder zu verfolgen und auf bestimmte Entwicklungen bei den Mitgliedern zu reagieren. Alle Berichte werden auf der Webseite des RSPO veröffentlicht.

Sollten sich Fragen bei der Erstellung des Berichtes ergeben, können Sie den RSPO unter folgender E-Mail Adresse erreichen: rspo@rspo.org.


+ Link zur Online-Plattform um den ACOP-Bericht einzureichen

 
Rückblick auf den RSPO EU-Summit
Anfang Juni 2014 hat der European Summit des RSPO in London stattgefunden. Drei wesentliche Ereignisse sind besonders berichtenswert:
1) Der indonesische Vize-Handelsminister hielt eine Eingangsrede und machte deutlich, dass die indonesische Regierung dem RSPO gegenüber mittlerweile deutlich offener sei. Es gäbe Überlegungen in der Regierung den Export von nicht zertifiziertem Palmöl in Zukunft zu verbieten. Derzeit muss Palmöl in Indonesien nach ISPO (Indonesian Sustainable Palm Oil Standard) zertifiziert werden. Beim ISPO-Standard fehlen jedoch wesentliche Punkte, insbesondere in Bezug auf Entwaldung. Eine Benchmarkstudie mit dem RSPO wurde durchgeführt und die Regierung prüft derzeit, ob ISPO mit dem RSPO harmonisiert werden könnte. Der Minister regte auch an, dass die EU den Import von nicht-zertifiziertem Palm- und Pflanzenöl auch verbieten könnte, dies müsste dann jedoch gleichfalls für andere Öle gelten (Olivenöl, Sojaöl, Rapsöl, etc.).
2) Die webbasierte Plattform Global Forest Watch wurde lanciert (Beta Version). Dies ist eine öffentlich zugängliche Internetseite auf Basis von Google Earth, auf der RSPO Konzessionsgrenzen eingezeichnet sind und Entwaldung nachverfolgt werden kann. Sie finden die Seite unter: http://www.globalforestwatch.org
3) Der RSPO kann nach wie vor nicht über seine langfristigen Wirkungen berichten und weiß nach wie vor nicht, ob bestimmte Indikatoren wissenschaftlich fundiert sinnvoll sind. Ein Beispiel: Es ist letztlich willkürlich im Standard festgelegt welche Pufferzonen zwischen Plantagen und Flussläufen eingehalten werden müssen, um zu verhindern, dass Pestizide und Düngemittel in die Flüsse fließen. Keiner weiß, ob die Abstände die genau richtigen sind, oder ob sie vergrößert werden müssen oder ggf. auch verkleinert werden können. Ein Verbund aus Universitäten aus England hat dazu ein Forschungsprojekt vorgestellt, welches die Wirkungen einer RSPO Zertifizierung im Feld überprüfen will. Trotz intensiven Lobbyings der Universitäten und der von allen Stakeholdern gesehenen Notwendigkeit gelingt es nicht, die notwendigen finanziellen Mittel aufzutreiben. Das FONAP hat aus Projektmitteln 25.000 EUR zur Verfügung gestellt unter der Bedingung, dass sich noch weitere RSPO-Mitglieder an der Finanzierung beteiligen. Bislang hat nur SHELL weitere 25.000 EUR bereitgestellt. Ob das Projekt umgesetzt werden kann ist somit noch fraglich.


+ Link zu dem offiziellen Protokoll des RSPO EU-Summits

 
Das Chemieunternehmen Peter Greven bietet RSPO MB Produkte an
Peter Greven GmbH & Co. KG produziert und vertreibt seit Oktober 2013 pflanzlich basierte Stearate und Dispersionen mit RSPO MB zertifizierter Fettsäure. Bitte kontaktieren Sie verkauf@peter-greven.de falls Sie weitere Informationen zu den Produkten erwünschen.


+ Link zur Pressemitteilung der Peter Greven GmbH

 
PRESSE
Das FONAP in der Presse
Lebensmittel-Technologie (Schweiz), Ausgabe: 6/2014: Zertifiziertes Palmöl – es läuft nicht wie geschmiert.
Rat für Nachhaltige Entwicklung am 19.06.2014:Nachhaltiges Palmöl boomt, Zertifizierung ist umstritten
Love Green TV-Interview: Gute Ansichten von Stefan Schulze-Hausmann
Energiezukunft vom 26.06.2014: Zertifizierung von nachhaltigem Palmöl umstritten
Betterpalmoildebate.org vom 25.07.2014: Interview mit Daniel May
 
Palmöl in der Presse
Mehrere Artikel in der deutschen Presse haben sich mit einer Studie über den afrikanischen Palmöl-Sektor beschäftigt. In der Studie wird davor gewarnt, dass die Expansion der Palmölflächen in mehreren afrikanischen Ländern zur Bedrohung von Menschenaffen führen könnte. In den Artikeln wird auch erwähnt, dass sich Unternehmen bei der Anlegung von neuen Palmölplantagen an den RSPO Standard halten sollten. Die Artikel finden Sie unter folgenden Links:
Süddeutsche Zeitung vom 11.07.2014: Todbringende Ölpalmen, Palmölboom in Afrika
Spiegel Online vom 14.07.2014: Palmölanbau: Plantagen bedrohen Afrikas Menschenaffen
Berliner Morgenpost vom 14.07.2014: Gier nach Palmöl bedroht Menschenaffen
Focus Online vom 15.07.2014: Palmöl-Plantagen bedrohen Menschenaffen in Afrika

Neue Züricher Zeitung vom 17.07.2014 (Schweiz): Gegen alles ist ein Kraut gewachsen, Kampf gegen Palmöl-Problematik
 
Termine
Termine
AG Kommunikation: 22.09.2014 beim WWF in Berlin
AG Derivate: Mitte Oktober 2014
RSPO RT 12 und GA 11: 17.112014 - 20.11.2014 in Kuala Lumpur
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36| 53113 Bonn, Deutschland
Telefon: +49 228 4460-3687| E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 01/2014


Neuigkeiten aus dem Palmölsektor
Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 01.2014
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, Ihnen hiermit den ersten FONAP Newsletter zukommen zu lassen. Ab sofort werden wir Sie einmal im Monat über aktuelle Entwicklungen im Palmölsektor und über Neuigkeiten zum FONAP informieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim lesen!

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel May
Generalsekretär des Forums Nachhaltiges Palmöl

Aktuelle Themen

» Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM)
» Cargill zieht nach: die High Carbon Stock (HCS) Approach wird ab sofort durchgeführt
» Jahresbericht der Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil
» MSCI Veröffentlicht eine Studie zu den Selbstverpflichtungen von Unternehmen
» Global Forest Watch Commodities
» Bericht von Greeneconomics Indonesia über Entwaldung in Neuguinea
» P&G arbeiten an der Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette
» Die Kao Group verpflichtet sich zu Null Entwaldung
 
 
  Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM)
Eine umstrittene Selbstverpflichtung
Anfang Juli haben 6 der größten Palmöl-Produzenten, namentlich Sime Darby Plantation, Musim Mas Group, Kuala Lumpur Kepong Berhad (KLK), IOI Group Corporation Bhd, Cargill und Asian Agri/APICAL eine Selbstverpflichtung zu nachhaltigem Palmöl herausgegeben.
Das "Sustainable Palm Oil Manifesto" enthält unter anderem Verpflichtungen zu Null-Entwaldung, einem Stopp des Anbaus auf Torfböden beim Aufbau neuer Plantagen, einer Verminderung der Treibhausgasemissionen bei der Verarbeitung, der Aufbau transparenter Lieferketten mit vollständiger Rückverfolgbarkeit, sowie soziale Verpflichtungen wie die Einhaltung von Landrechten von indigener Bevölkerung und die Einholung von einer "Erlaubnis" lokaler Bevölkerung um neue Plantagen anzulegen(FPIC).
Damit haben diese Unternehmen als weitere große Produzenten Selbstverpflichtungen abgegeben. Zuvor haben bereits die POIG-Gruppe (Palm Oil Innovation Group) und Wilmar freiwillige Selbstverpflichtungen abgegeben, die jedoch teils deutlich über die hier auferlegten Selbstverpflichtungen hinausgehen.
Einige Nichtregierungsorganisationen kritisieren SPOM stark.

+ Lesen Sie mehr dazu auf unserer Webseite

 
Cargill zieht nach: die High Carbon Stock (HCS) Approach wird ab sofort durchgeführt
Verschärfung der eigenen Selbstverpflichtung
Am 29.07.2014 hat Cargill, einer der größten Palmölproduzenten der Welt, seine „Policy on Sustainable Palm Oil“ herausgegeben. Anfang Juli hatte Cargill bereits das „Sustainable Palm Oil Manifesto“ (SPOM) mit den weltweit größten Palmölproduzenten unterschrieben, das jedoch seit seiner Veröffentlichung als zu lasch kritisiert wurde.
In der eigenen Palmöl-Policy verschärft Cargill nun die kritisierten Punkte in SPOM und verpflichtet sich u.a.:
• Eine rückverfolgbare und transparente Lieferkette herzustellen;
• Kein Anbau auf Torf durchzuführen, dabei wird Torf definiert als Boden der mehr als 65% organische Masse enthält, egal bis in welche Tiefe. Cargill will mit Wissenschaftlern an der Definition von Torf und alternativen Nutzungsmöglichkeiten arbeiten;
• Keine Entwaldung von HCV und HCS Flächen. Dies gilt ab sofort, und nicht, wie in SPOM festgelegt, erst nach wissenschaftlicher Prüfung des HCS-Ansatzes. Cargill wird die wissenschaftliche Forschung zu dem HCS-Ansatz unterstützen.

Darüber hinaus, will sich Cargill an alle vom RSPO definierte Prinzipien und Kriterien bei der Produktion von Palmöl halten. Die Verpflichtungen gelten ab sofort und ersetzen die vorherigen Verpflichtungen.
Im September will Cargill seinen ersten Halbjahresbericht zu der Einhaltung der Selbstverpflichtung herausbringen.

+ Die Selbstverpflichtung von Cargill finden Sie hier: Cargill Policy on Sustainable Palm Oil

 
Jahresbericht der Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil
61% des Palmöls in NL ist nachhaltig
Die „Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil“, das Äquivalent des FONAP in den Niederlanden, hat gerade seinen Jahresbericht zur Nutzung von nachhaltig zertifiziertem Palmöl im Jahr 2013 veröffentlicht. Laut Bericht sind mittlerweile 61 Prozent (182.607 Tonnen) des Palmöls in der Lebensmittelindustrie in den Niederlanden nachhaltig zertifiziert. Damit lag der Zuwachs zwar, mit 8 Prozent, unter dem Wachstum der Vorjahre, die holländischen Unternehmen sind aber trotzdem auf einem guten Weg ihre Verpflichtungen für das Jahr 2015 einhalten zu können. Die Mitglieder der „Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil“, haben sich zu 100% nachhaltigem Palmöl für das Jahr 2015 verpflichtet.
Der Anteil an segregiertem Palmöl liegt bei 31 Prozent, Mass Balance wird zu 28 Prozent eingesetzt und Green Palm Zertifikate stellen 41 Prozent des zertifizierten Palmöls.
Die Task Force wurde im Jahr 2010 gegründet. Seit 2011 ist der Anteil an zertifiziertem Palmöl in den Niederlanden somit von 30 Prozent auf 61 Prozent im Jahr 2013 angestiegen.

+ Link zum Jahresbericht: Annual Report 2013

 
 
MSCI Veröffentlicht eine Studie zu den Selbstverpflichtungen von Unternehmen
51 % der Unternehmen riskieren ihre Ziele für 2015 nicht zu erreichen
Laut einer neuen Studie von MSCI, einem amerikanischen Finanzdienstleister, werden viele Unternehmen ihre Selbstverpflichtungen zu nachhaltigem Palmöl nicht in den angestrebten Zeithorizonten erreichen. Trotz ausreichender Verfügbarkeit an nachhaltig zertifiziertem Palmöl (derzeit wird nur etwa 52% des zertifizierten Palmöls auf dem Weltmarkt nachgefragt) und geringen Mehrkosten für die Zielerreichung, gehen Unternehmen demnach ein Reputations- Risiko mit der Veröffentlichung von Selbstverpflichtungen ein.
Die Studie hat 70 Unternehmen und deren Selbstverpflichtungen analysiert und geht davon aus:
• Dass die Kosten für eine Umstellung auf nachhaltiges Palmöl im Durchschnitt 0,05 Prozent der Jahreseinnahmen dieser Unternehmen betragen würden;
• Nur 53 Prozent der größten Unternehmen überhaupt bereits Selbstverpflichtungen zu nachhaltigem Palmöl herausgegeben haben;
• Nur etwa 49 Prozent der Unternehmen die Selbstverpflichtungen für das Jahr 2015 herausgebracht haben, diese auch erfüllen können.

+ Eine kurze Zusammenfassung der Studie können Sie hier beantragen

 
 
  Global Forest Watch Commodities
RSPO Konzessionsgrenzen online einsehbar
Im Februar 2014 wurde die online Plattform Global Forest Watch (GFW) lanciert (www.globalforestwatch.org). Das vom World Ressources Institute entwickelte Tool erlaubt es, weltweit Transformationsprozesse von Wäldern zu beobachten und nutzt dafür Satellitenbilder. Das Tool ist online und kostenlos zugänglich. Es ist auch möglich einen „Alarm“ auszulösen falls Entwaldung von schützenswerten Flächen beobachtet wird.
In einer Zusammenarbeit mit dem RSPO wurde die Plattform im Juni um Global Forest Watch Commodities erweitert. GFW Commodities verfügt über eine Rubrik „Palmöl“ auf der alle RSPO Konzessionsgrenzen hinterlegt sind. Die Plattform vereint die Konzessionsgrenzen mit forstlich relevanten Daten wie zum Beispiel Klassifizierungen von Primärwäldern und anderen Klassifizierungen von Land. Das Tool erlaubt es somit Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und allen Interessierten online zu verfolgen ob sich Palmölproduzenten an Entwaldung beteiligen.
Die Plattform stellt einen wichtigen Schritt zu mehr Transparenz im RSPO und Palmölsektor im Allgemeinen dar. Sollte es zu einem Fall kommen, bei dem ein Unternehmen beschuldigt wird Konzessionsgrenzen zu überschreiten, kann dies anhand der eingezeichneten Konzessionsgrenzen und den Satellitenbildern in ein paar Minuten überprüft werden.

+ Link zu Global Forest Watch Commodities

 
Bericht von Greeneconomics Indonesia über Entwaldung in Neuguinea
Satellitendaten belegen Entwaldung von intaktem Regenwald
Ende Juli ist ein Bericht von Greenomics-Indonesia erschienen, der unter anderem auf Satellitenbildern von Global Forest Watch basiert und Entwaldung im indonesischen Teil von Neuguinea nachweist.
Die Entwaldung erfolgte durch ein RSPO Mitglied und bei den Wäldern handelt es sich, laut Satellitendaten von Global Forest Watch, um intakte Regenwälder. Das angeprangerte Mutterunternehmen, ANJT, hat bereits eingeräumt die Prozeduren des RSPO für die Neuanlage von Plantagen nicht eingehalten zu haben (siehe Mongabay), und die Arbeiten auf der Plantage daher eingestellt zu haben.
ANJT ist regelmäßiger Lieferant von Wilmar und einiger Unternehmen die gerade das SPOM Manifesto unterschrieben haben. Die Entwaldung dieses intakten Regenwaldes würde gegen die Null-Entwaldungs-Verpflichtungen von Wilmar und den SPOM- Unterzeichnern verstoßen, weshalb die betroffenen Unternehmen bereits zu einer Stellungnahme aufgefordert wurden.

+ Den Bericht können Sie hier einsehen. „Busy years ahead until 2017"

 
 
  P&G arbeiten an der Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette
Forschungsprojekt zur Inklusion von Kleinbauern
Nach massivem, internationalem, Druck von Greenpeace auf das Kosmetikunternehmen P&G, hat das Unternehmen im April 2014 eine neue Palmölstrategie herausgegeben. Mit der Veröffentlichung der neuen Strategie hat P&G sich zu Null-Entwaldung verpflichtet und will seine Lieferkette bis Ende 2015 bis zu den Palmölmühlen rückverfolgbar machen. Das Ziel für 2020 ist die komplette Rückverfolgbarkeit bis zu den einzelnen Plantagen.
Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet das Unternehmen, nach eigenen Angaben, bereits mit seinen größten Lieferanten zusammen. Dabei ist jedoch deutlich geworden, dass etwa 35-45 Prozent des von P&G genutzten Palmöls von Kleinbauern aus Indonesien und Malaysia stammen. Um die Kleinbauern nicht aus der Lieferkette auszuschließen unternimmt das Unternehmen derzeit eine sechsmonatige Studie um die Lieferkette zu durchleuchten und die Bedürfnisse von Kleinbauern bei der Umstellung auf nachhaltiges Palmöl zu ermitteln.
Die Ergebnisse der Studie sollen ab September öffentlich zugänglich sein, damit auch andere Unternehmen die Resultate für die Verbesserung ihrer eigenen Lieferketten nutzen können.


+ Link zur Pressemitteilung von P&G

 
Die Kao Group verpflichtet sich zu Null Entwaldung
Erstes japanisches Unternehmen mit einer Selbstverpflichtung
Das japanische Chemie- und Kosmetikunternehmen Kao Group, mit Hauptsitz in Tokio, hat als einer der ersten Konsumgüterhersteller auf dem asiatischen Kontinent eine Selbstverpflichtung zu entwaldungsfreiem Palmöl herausgegeben.
Bis Ende 2015 will Kao seine ganzen Palmöllieferungen aus RSPO zertifizierter, und bis zur Mühle rückverfolgbarer, Produktion beziehen. Bis 2020 soll das gesamte Palmöl aus entwaldungsfreiem Anbau stammen. Die Kao Group produziert unter anderem die in Europa bekannten Haarpflegeprodukte unter den Markennamen Guhl und John Frieda.
Auch wenn die Selbstverpflichtung der Kao Group einige Mängel aufweist, zum Beispiel soll die RSPO Supply Chain Zertifizierung von Kao erst 2020 umgesetzt werden, ist sie ein Signal an die asiatischen Mitstreiter und ein weiterer Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Palmölsektor.

+ Link zur Selbstverpflichtung der Kao Group

 
 

Wenn Sie sich vom Newsletter abmelden möchten, klicken Sie bitte hier.

 
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


Bitte klicken Sie hier falls der Newsletter nicht richtig angezeigt wird.






Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe