Newsletter

Im Folgenden finden Sie aktuelle News aus dem Forum Nachhaltiges Palmöl, Hinweise zu anstehenden Veranstaltungen und Informationen rund um das Thema Nachhaltiges Palmöl.

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Regelmäßig informieren wir Sie mit dem Newsletter des Forums Nachhaltiges Palmöl über die wichtigsten Ereignisse rund um das Forum. Darüber hinaus halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Palmöl-Sektor auf dem Laufenden und geben einen Überblick über wichtige Termine und weitere Neuigkeiten. Zusätzlich erhalten Sie einen Ausblick auf die Themen, an denen das FONAP arbeitet.


 
 
 
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Newsletter 01/2016


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Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 01/2016
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie zu einer neuen Ausgabe unseres Newsletters, in der wir auch in diesem Jahr über die Arbeit des Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP), interessante Neuigkeiten rund um das Thema Palmöl und spannende Veranstaltungen informieren möchten.

Die Entwicklungen beim FONAP haben zum Ende des vergangenen Jahres richtig Fahrt aufgenommen – im November haben wir mit unseren Mitgliedern den FONAP e.V. gegründet. Nur einen Monat später haben wir, gemeinsam mit sieben weiteren nationalen Initiativen, die Plattform „European Sustainable Palm Oil“ (ESPO) ins Leben gerufen. Unser Mitglied GUTcert ist derweil erster Anbieter von RSPO-Auditorentrainings auf dem deutschen Markt. Und der WWF, ebenfalls langjähriges Mitglied im FONAP, hat seine jährliche Palmöl Scorecard veröffentlicht. Auch die Ergebnisse der stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Viel Spaß dabei wünscht Ihre FONAP-Redaktion!

Aktuelle Themen

» Gemeinsam nachhaltig verpflichtet
» Europäische Allianz für Palmöl
» Gastmitgliedschaft im FONAP
» RSPO-Auditorentrainings in Deutschland
» WWF Palmöl-Check 2015
» Frankreich plant Steuer auf Palmöl
» Neue High Carbon Stock Science Study veröffentlicht
» Zertifizierungsstellen des RSPO suspendiert
» 6. ISCC-Global Sustainability Conference
» Presseschau
 
 
  Gemeinsam nachhaltig verpflichtet
FONAP-Vereinsgründung in Berlin
Deutsche Unternehmen setzen sich dauerhaft für eine nachhaltige Palmölwirtschaft ein. Rund 40 Vertreter aus Industrie, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) haben am 11. November 2015 auf der vierten Generalversammlung des „Forum Nachhaltiges Palmöl“ (FONAP) den Verein „Forum Nachhaltiges Palmöl e.V.“ gegründet. Im Beisein von Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, unterzeichneten Repräsentanten von WWF und einer Vielzahl von Unternehmen wie Unilever oder Rewe den Vereinsbeitritt.

Mit der Gründung des Vereins in Berlin stellen sie die Initiative rund zwei Jahre nach ihrer Gründung nun auf eine institutionelle Basis. Auf diese Weise können sie ihre Verantwortung in globalen Lieferketten künftig stärker wahrnehmen. Darüber hinaus verpflichten sich die Mitglieder auch finanziell, die Initiative für eine nachhaltigere Palmölproduktion dauerhaft fortzuführen.

Bundesminister Christian Schmidt lobt die Gründung des Vereins: „Mit einer FONAP-Mitgliedschaft kann jedes Unternehmen seiner Verantwortung für Umwelt und Menschenrechte im Zusammenhang mit Palmöl nachkommen. Genauso wie das Forum Nachhaltiger Kakao ist das Forum Nachhaltiges Palmöl Leuchtturmprojekt für die verantwortungsvolle Rohstoffgewinnung.“

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
Europäische Allianz für Palmöl
FONAP ist Mitbegründer von European Sustainable Palm Oil
Erstmals haben sich europäische Palmöl-Initiativen zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für eine ganzheitlich nachhaltige Palmöl-Lieferkette in Europa bis 2020 einzusetzen. Vertreter verschiedener Regierungen und nationaler Initiativen unterzeichneten anlässlich der 'EU and Global Value Chains’-Konferenz am 07. Dezember 2015 in Amsterdam die sogenannte Amsterdam Declaration. Zu den Unterzeichnern gehören die niederländische Ministerin für Außenhandel und Entwicklung, Lilianne Ploumen, Vertreter der Regierungen Deutschlands, Dänemarks, Frankreichs und Großbritanniens sowie zehn nationalen Initiativen – neben dem FONAP Initiativen aus Italien, Schweden oder Belgien.

Ziel der europäischen Palmölplattform „ESPO“ (European Sustainable Palm Oil) ist es, künftig stärker für einen verantwortungsvollen Umgang mit nachhaltig produziertem Palmöl auf europäischer Ebene zu kooperieren. Dies betrifft unter anderem die Unterstützung derjenigen Unternehmen, Sektoren und Länder, die bislang keine nationale Palmöl-Verpflichtung haben sowie den verstärkten Wissensaustausch zwischen nationalen Initiativen.

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, lobt die stärkere internationale Vernetzung. Anlässlich der Vereinsgründung des FONAP in Berlin sagte er bereits im November 2015, das Thema Palmöl müsse auf europäischer Ebene diskutiert werden. Die Palmölplattform „ESPO“ sei dafür ein geeignetes Dach. „ESPO vernetzt nicht nur die unterschiedlichen Länderinitiativen, sondern wird gerade in Ländern aktiv, die noch keine eigenständigen Palmöl-Initiativen haben. So können wir unsere Vorstellungen in den Zertifizierungssystemen noch schlagkräftiger durchsetzen.“

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
 
Gastmitgliedschaft im FONAP
Gaststatus für interessierte Unternehmen weiterhin möglich
Unternehmen, Organisationen oder Institutionen, die das Gründungsregelwerk des FONAP e.V. nicht unterzeichnen können, aber dennoch Interesse an einer Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitsgruppen der Initiative haben, können auch zukünftig die Möglichkeit einer Gastmitgliedschaft wahrnehmen. Mitglieder mit Gaststatus dürfen an allen FONAP-Sitzungen teilnehmen, haben dort Rede- und Antragsrecht, können allerdings nicht an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen und finden auch in der Kommunikation des FONAP keine Erwähnung. Eine Gastmitgliedschaft ist zunächst auf ein Jahr beschränkt und endet nach Ablauf der Frist automatisch.

Details zu den Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Gastmitgliedschaft sind in diesem Dokument aufgeführt.

Die Beitrittserklärung für eine Gastmitgliedschaft finden Sie hier.

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  RSPO-Auditorentrainings in Deutschland
GUTcert erhält vorläufige Genehmigung
Die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH (GUTcert) bildet ab Anfang 2016 Auditoren für die RSPO-Lieferkettenzertifizierung (Supply Chain Certification) in der hauseigenen Akademie am Standort Berlin aus. Bislang waren ausschließlich englischsprachige Schulungen verfügbar. GUTcert ist damit der erste Anbieter von RSPO-Auditorentrainings auf dem deutschen Markt.

Das Kursangebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Beauftragte, interne Auditoren, Techniker und Ingenieure aus der Lebensmittelbranche, Oleochemie und Kosmetik, die RSPO-Systeme aufbauen, pflegen und kontinuierlich verbessern wollen. Darüber hinaus stehen die Schulungen auch IRCA- oder Umweltmanagement-Auditoren offen, die ihr Angebot auf den Bereich RSPO Supply Chain ausweiten wollen.

In Seminaren zu Auditszenarien und -berichten oder Bestandteilen der Zertifizierung lernen die Teilnehmer alle Voraussetzungen kennen, um als RSPO Supply Chain Auditor tätig werden zu können. Der RSPO – der „Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl“ – hat zum Ziel, ökologische, ökonomische und soziale Mindeststandards für den Anbau von Ölpalmen zu etablieren und zu fördern.

Das erste Seminar findet vom 17. bis 18. März 2016 in Berlin statt und wird in deutscher Sprache durchgeführt. Das zweite Seminar wird vom 30. Juni bis 01. Juli 2016 in englischer Sprache stattfinden.

Kontakt:
akademie@gut-cert.de

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WWF Palmöl-Check 2015
Intransparenz und Fortschritt
Die Intransparenz der Einkaufspolitik deutscher Unternehmen ist weiterhin gravierend, obwohl die ökologischen und sozialen Auswirkungen des An- und Abbaus von Palmöl hinreichend bekannt sind. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in seinen nationalen „Palmöl Scorecards“ 2015. Offenbar ist es einigen Unternehmen immer noch egal woher ihr Palmöl kommt - oder sie wissen es schlichtweg nicht.

Nach Aussage des WWF haben sechs von rund 200 befragten Unternehmen lediglich einen Punkt. 75 Unternehmen verweigerten eine Auskunft oder konnten keine genauen Angaben machen. Beides bewertet der WWF als grundlegendes Versagen in Sachen Nachhaltigkeit und Transparenz. „Wer Nachhaltigkeit propagiert, sollte wissen, woher sein Palmöl kommt“, kritisiert die zuständige WWF-Referentin Ilka Petersen.

Besonders kritisch betrachtet Petersen die deutschen Pharmaunternehmen und Futtermittelhersteller. Alle befragten Unternehmen, darunter Bayer, Merck sowie die großen Futtermittelhersteller Deutsche Tiernahrung, Cremer, Agravis Raiffeisen und Mega verweigerten eine Auskunft. Einer aktuellen Marktanalyse zufolge verbraucht der pharmazeutisch-chemische Bereich etwa 155.000 Tonnen Palmöl im Jahr. Davon sind gerade einmal zwölf Prozent zertifiziert. Die Futtermittelindustrie nutzt im gleichen Zeitraum rund 160.000 Tonnen. Hier liegt der Anteil aus nachhaltigeren Quellen sogar bei nur einem Prozent.

Positiv hervorzuheben sei allerdings, dass „immer mehr Unternehmen zertifiziertes Palmöl nutzen und sich mit ihrer Lieferkette auseinander setzen“, so Petersen. Und dass auch die volle Punktzahl erreicht werden kann, machen die Unternehmen Daabon und Agrarfrost vor. Insgesamt decken inzwischen mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen ihren Palmölbedarf zumindest teilweise mit zertifizierter Ware.

Kontakt:
ilka.petersen@wwf.de

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® RSPO
 
 
Frankreich plant Steuer auf Palmöl
Stufenweise Erhöhung bis 2020
Der französische Senat hat in einer ersten Lesung einem Gesetz zugestimmt, das die Nutzung von Palmöl in Frankreich besteuert. Die Besteuerung ist unabhängig davon, ob ein Unternehmen zertifiziertes oder nicht-zertifiziertes Palmöl einsetzt. Wird das Gesetz erlassen, werden zum 01. Januar 2017 pro Tonne genutztes Palmöl 300 Euro Steuern erhoben. Bis 2020 soll dieser Satz stufenweise auf 900 Euro pro Tonne angehoben werden. Das Gesetzgebungsverfahren wird nun in verschiedenen Gremien verhandelt und kann bereits im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden. Dem Gesetzesentwurf voraus gingen jahrelange Diskussionen über die Auswirkungen von Palmöl auf die Gesundheit und Umwelt.

Überraschend ist dieser Schritt insofern, da Frankreich zu den Unterzeichnern der Amsterdam Declaration gehört. Folglich setzen sich die Mitglieder der französischen Allianz für nachhaltiges Palmöl für eine Änderung des Gesetzes ein.

Wir halten Sie in den nächsten Newslettern auf dem Laufenden, wie sich die Situation in Frankreich entwickelt.

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© CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0
 
  Neue High Carbon Stock Science Study veröffentlicht
Angepasste Methodik für nachhaltigen Palmöl-Anbau
Unterzeichner der Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM) – unter ihnen einige der größten Unternehmen im Palmöl-Sektor – haben im Dezember 2015 eine neue Studie zum High Carbon Stock Tool (HCS) veröffentlicht, die eine angepasste Methodik (HCS+) für den nachhaltigen Anbau von Palmöl vorschlägt. Das High Carbon Stock Tool (HCS) dient dazu, den Kohlenstoffgehalt von Arealen einzuschätzen. Dabei werden die voraussichtlichen Treibhausgasemissionen bei der Umwandlung des Landes in Plantagen errechnet.

Eine Vorab-Version der Studie wurde von Umweltschützern und Forst-Experten bereits im Oktober stark kritisiert, da im Fokus der Studie nicht die Verhinderung von Entwaldung stehe. Stattdessen ist der Kohlenstoffgehalt eines Ökosystems hauptsächliche Maßeinheit bei der Umwandlung von Wald in Palmölplantagen. Ebenso großer Kritikpunkt an der Studie: Bei der Umwandlung von Wald in Nutzfläche gilt bereits ein Kohlenstoffgehalt von 75t Kohlenstoff je Hektar an der Erdoberfläche als kohlenstoffneutral. Damit könnte auch ein junger, regenerierender Wald abgeholzt oder zu einer Plantage umgewandelt werden. Dieser Grenzwert ist in der finalen Version der HCS+-Studie beibehalten.

Unterstützer der Studie führen hingegen an: “By setting critical carbon thresholds, the HCS+ methodology will prevent conversion of old-growth forests, forests regrowing after selective harvesting, and well-established secondary forests. The thresholds will also ensure that peat and other organic soils are set aside.”

Die Studie traf bereits in kurzer Zeit auf reges Medieninteresse. So berichteten unter anderem die Huffington Post, nature, MONGABAY und der Journalist Jonathon Porritt.

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Zertifizierungsstellen des RSPO suspendiert
Nach umfangreicher Prüfung durch Accreditation Services International
Zwei Zertifizierungsstellen des »Runden Tisches für Nachhaltiges Palmöl« (RSPO) wurden von Accreditation Services International (ASI) mit sofortiger Wirkung suspendiert. ASI ist eine der weltweit führenden Akkreditierungsstellen für Nachhaltigkeitsstandards. ASI wirft den Unternehmen Control Union SDN BHD und PT Mutuagung Lestari vor, Zertifizierungsregularien bei der Prüfung von Plantagen des Unternehmens FELDA in Malaysia in den Bereichen Arbeitnehmerrechte, Arbeitsschutz und Gesundheit verletzt zu haben.

Der RSPO hat die Untersuchungen 2015 eingeleitet. Sie beinhalteten Überprüfungen von Dokumenten, unangekündigte Besuche auf den betroffenen Plantagen sowie Interviews mit ausländischem und einheimischem Personal. Nach Aussage von ASI lägen ausreichende Beweise für eine Verletzung der Regularien vor und sperrte die beiden Unternehmen für sechs Monate. In dieser Zeit ist es Control Union SDN BHD und PT Mutuagung Lestari nicht erlaubt, Zertifizierungsabkommen abzuschließen oder Unternehmen zu zertifizieren. Gleichzeitig unterstützt ASI bei der Durchführung geeigneter Maßnahmen, um die Unternehmen wieder in Einklang mit den Akkreditierungsanforderungen zu bringen.

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  6. ISCC-Global Sustainability Conference
Internationale Nachhaltigkeitskonferenz in Brüssel
Am 17. Februar 2016 findet in Brüssel zum sechsten Mal die ISCC Global Sustainability Conference statt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen die Themen „Entkarbonisierung des Verkehrssektors in Zeiten niedriger Ölpreise“, „Herausforderungen bei der Umsetzung der angepassten RED/FQD“ sowie die „Nachhaltigkeitszertifizierung für nicht regulierte Märkte“. In drei Veranstaltungen diskutieren Angestellte der Europäischen Kommission und nationaler Behörden sowie Vertreter von Industrie und Verbänden etwa über die Reduktion von Treibhausgasemissionen in der Automobilindustrie, über Zertifizierungssysteme für nicht-regulierte Märkte oder verschiedene Verfahren der ISCC-Zertifizierung.

Die Teilnahme an der jährlichen Konferenz ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen. Im Anschluss an die Konferenz findet die Generalversammlung des ISCC e.V. statt. Diese ist ausschließlich für Vereinsmitglieder.

Hier können Sie sich für die Konferenz anmelden.

+ Erfahren Sie mehr zum Thema.

 
Presseschau
Palmöl – Freund oder Feind?
Im ersten Moment erscheint Palmöl wie eine Art Alleskönner. Mit einem Ertrag dreimal so hoch wie der von Raps und einem, im Vergleich zu Soja, geringen Flächenaufwand ist die Pflanze wirtschaftlich gesehen eine der attraktivsten Ressourcen zur Gewinnung von Fett. Dennoch steht die gelbfleischige Frucht weiter stark in der Kritik.

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Mogeln beim Palmöl

Mitte November hat sich das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) auf seiner vierten Generalversammlung als Verein konstituiert. Rund 40 Vertreter von Firmen aus dem Bereich der palmölverarbeitenden Industrie, von Verbänden und Regierungsstellen haben damit einen weiteren Schritt unternommen, um dem erklärten Ziel näher zu kommen: Nur noch zu 100 Prozent zertifiziertes Palm- und Palmkernöl aus nachvollziehbar nachhaltigem Anbau soll auf den deutschen, schweizerischen und österreichischen Markt gebracht werden.

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Palmölzertifizierung: Eine grüne Mogelpackung?

Brandrodungen tropischer Regenwälder zum Zwecke der Ausweitung der Palmölproduktion rütteln auf. Vertreter des neugegründeten Vereins FONAP wollen nur noch Palmöl mit Nachhaltigkeitssiegel nutzen. Doch löst dies das Grundproblem?

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© CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0
 
 

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Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


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Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Mitgliederrundbrief FONAP 04/2015


Mitgliederrundbrief 04.2015
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Forum Nachhaltiges Palmöl Mitgliederrundbrief 04/2015
 
 
Liebe FONAP Mitglieder,
In diesem Mitgliederrundbrief finden Sie alle aktuellen Informationen rund um die Arbeit des Forums Nachhaltiges Palmöl.

Vor allem die Frage wie es mit dem FONAP weitergehen soll, hat die Mitglieder und den Lenkungskreis in den letzten Wochen beschäftigt und der Lenkungskreis hat in seiner Sitzung vom 16.04.2015 grundlegende Entscheidungen getroffen, die wir Ihnen hiermit mitteilen wollen.

Bitte denken Sie alle auch an die Einreichung Ihrer ACOP Berichte für das Jahr 2014, die RSPO-Abfrage läuft noch bis zum 06.07.2015.

Viel Spaß beim Lesen wünscht,
das Sekretariat des FONAP

Aktuelle Themen

» Lenkungskreis- Treffen am 16.04.2015
» Selbstverpflichtung ab 2015
» WWF Scorecard
» RSPO „Market Communications and Claims“
» ACOP Berichte für 2014
» FONAP Webinarreihe
» Palmöl im Tierfutter
» Treffen mit dem VCI
» PALMÖL
» Veranstaltungshinweis
» Presseschau
 
Treffen des Lenkungskreises in Berlin
am 16.4.2015
Beim letzten Lenkungskreistreffen (LK) durften wir dankenswerterweise einen Tagungsraum der REWE im Hauptstadtquartier in Berlin nutzen. Das bestimmende Thema dieser Sitzung war die Zukunft des FONAP – soll das FONAP weiter bestehen oder beenden wir die Aktivitäten mit dem Auslaufen der Projektphase Ende Juni 2015? Es fand eine angeregte Diskussion statt und viele Argumente wurden ausgetauscht. Dies alles vor dem Hintergrund der Diskussion bei der Mitglieder- und Generalversammlung im März in Berlin, dem Beitritt weiterer Unternehmen seit diesem Zeitpunkt, den Gesprächen mit einzelnen Verbänden und den verschiedenen Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft die sowohl im Sekretariat als auch bei einigen der Lenkungskreismitglieder direkt eingegangen waren.

Schließlich traf der Lenkungskreis die einstimmige Entscheidung, dass wir das FONAP weiterführen wollen. Jedoch ist der Punkt der Finanzierung weiterhin offen. Wir konnten in den letzten Wochen zwar 4 neue Mitglieder gewinnen – und einige Gastmitglieder sind beigetreten. Einige Unternehmen haben angekündigt, dass sie bereit sind einen freiwilligen höheren finanziellen Beitrag zu leisten, um den Fortbestand des FONAP zu sichern. Durch diese Entwicklungen kann das BMEL nun intern prüfen, ob eine weitere finanzielle Unterstützung seitens der Bundesregierung möglich ist. Hier sind diverse rechtliche Vorgaben zu beachten, die nun geprüft werden sollen. Sobald die Finanzierung geklärt ist, kann eine Vereinsgründung stattfinden.

Trotz dieser Entwicklung sind alle Mitglieder und Gastmitglieder gebeten weiter für das FONAP zu werben und Partner davon zu überzeugen Mitglied im FONAP zu werden. Sollten auch Sie einen freiwillig höheren Beitrag zahlen wollen, geben Sie bitte im Sekretariat Bescheid. Ein noch höheres finanzielles Commitment aus der Mitgliedschaft vereinfacht alle bevorstehenden Gespräche.

Im Rahmen der Generalversammlung hatte der Lenkungsausschuss auch zugesagt zu prüfen, welche Möglichkeiten die vermeintlichen Beitrittshürden für Mitglieder zu senken. Dies bezog sich insbesondere auf die Selbstverpflichtung und die Vereinsbeiträge. Nach intensiver Diskussion hat sich der Lenkungskreis entschieden sowohl die neue Selbstverpflichtung – die im Rahmen der Mitgliedsversammlung verabschiedet wurde – und auch die Vereinssatzung sowie deren Beitragsordnung – die ja auch schon verabschiedet wurde – nicht anzupassen. Wir sind alle überzeugt, dass dies die richtigen Instrumente sind, um den Markt weiter voranzutreiben und die 100%-Zertifizierung zu erreichen. Hiermit behält sich das Forum auch seine hohe aufgebaute Glaubwürdigkeit.

Die Änderung die diskutiert wurde ist eine Veränderung der Gastmitgliedschaft. Die Gastmitgliedschaft – die im aktuellen FONAP noch kostenfrei ist – soll mit der Gründung des Vereins kostenpflichtig werden und auf die Dauer von einem Jahr beschränkt bleiben. Mit einer Gastmitgliedschaft bekunden die Unternehmen ihre Solidarität zum FONAP. In dieser Zeit müssen die Gastmitglieder die Selbstverpflichtung noch nicht erfüllen. Um diese Änderung in Kraft zu setzen, müssten Sie einer Anpassung der bereits verabschiedeten Beitragsordnung zustimmen. Hierzu wird das Sekretariat mit einem genau ausformulierten Beschlussvorschlag auf Sie zukommen. Dann würden wir per E-Mail-Abstimmung einen entsprechenden Beschluss anstreben. Die neue Regelung würde dann ab Vereinsgründung in Kraft treten.

Das Sekretariat dankt dem Lenkungskreis für die konstruktive und ausführliche Diskussion und den Unternehmen für ihre finanziellen Zusagen. Wir sind gespannt auf die nächsten Monate und hoffen auf die zweite Projektphase des FONAP.
 
  FONAP Selbstverpflichtung ab 2015
Reminder
Auf der Mitgliederversammlung im November 2014 haben die Mitglieder des FONAP eine neue Selbstverpflichtung mit Gültigkeit ab 2015 verabschiedet. Die meisten Mitglieder haben diese mittlerweile unterschrieben an das Sekretariat geschickt - vielen Dank hierfür. Da wir nun die Fortführung des FONAP anstreben und der Lenkungskreis entschieden hat keine weiteren Änderungen an Selbstverpflichtung, Satzung und Beitragsordnung mehr vorzunehmen, bitten wir alle Mitglieder welche die Selbstverpflichtung bislang nicht unterschrieben haben, diese bis spätestens Ende Mai 2015 unterschrieben an das Sekretariat zu senden. Dies ist eine weitere wichtige Vorbereitung für die Vereinsgründung.

+ Link zur neuen Selbstverpflichtung ab 2015

 
Abfrage zur WWF Scorecard 2015 in der DACH Region
Extra Punkt für eine FONAP-Mitgliedschaft
Der WWF wird dieses Jahr erneut eine Palmöl-Scorecard für Deutschland herausbringen und hat bereits mit den Unternehmensumfragen begonnen. Mit der Scorecard bewertet der WWF das Engagement der Unternehmen beim Bezug von nachhaltigem Palmöl und erstellt auch eine Rangliste der Unternehmen.
Die Scorecard wird dieses Jahr auch auf die Sektoren mit hoher Palmölnutzung ausgeweitet, die wir aufgrund unserer Studie des Palmölsektors identifizieren konnten; sprich die Tierfutterindustrie, der Cateringbereich und der chemisch/ pharmazeutische Bereich.
Falls noch nicht geschehen, wird der WWF in den nächsten Tagen mit einem Fragebogen auf Sie zukommen. Für eine FONAP Mitgliedschaft wird der WWF einen extra Punkt vergeben, was uns besonders freut und Ihr besonderes Unternehmensengagement im Palmölsektor besonders hervorheben soll!
Sollten Sie keinen Fragebogen erhalten haben, oder Rückfragen zu der Scorecard haben, wenden Sie sich bitte an ilka.petersen@wwf.de

+ Link zur WWF Scorecard aus dem Jahr 2013 (DACH Region)

 
Überarbeitung RSPO „Market Communications and Claims“
Abgabefrist ist der 10.05.2015
Derzeit findet eine Überarbeitung des RSPO “Rules on Market Communication and Claims Dokument” statt. Das Claim- Dokument des RSPO regelt alle Aspekte der Logo-Verwendung und der Kommunikation zu RSPO-Palmöl und kann noch bis zum 10. Mai 2015 öffentlich kommentiert werden.
Die AG Kommunikation des FONAP wird sich das Dokument in seiner nächsten Sitzung ansehen und kommentieren. Falls Sie Verbesserungsvorschläge für das Dokument haben, würden wir uns auch über Ihre Kommentare freuen. Wir werden die FONAP Kommentare anschließend gesammelt einreichen.

+ Den Hinweis auf die Kommentierungsphase und die Dokumente finden Sie unter diesem Link

 
RSPO-ACOP Berichte für das Jahr 2014
Reminder: Abgabefrist ist der 06.07.2015
Bitte denken Sie daran, Ihren ACOP Bericht für das Jahr 2014 noch bis zum 06.07.2015 abzugeben, falls Sie Mitglied im RSPO sind.
Die Einreichung der ACOP-Berichte ist als RSPO-Mitglied Pflicht, falls Sie keinen Bericht abgeben, drohen Ihrem Unternehmen Sanktionen und im schlimmsten Fall ein Ausschluss aus dem RSPO.

+ Link zur Online-Maske für die ACOP Berichterstattung

 
FONAP Webinarreihe
Einführung in den Palmölsektor und Zertifizierungssysteme für Palmöl
Im Mai werden wir unsere Webinarreihe fortsetzen und die Webinare "Einführung in den Palmölsektor" und "Zertifizierungssysteme für Palmöl" wiederholen. Folgende Termine bieten wir Ihnen daher an:

06.05.2015: Einführung in den Palmölsektor, 11.-12.00 Uhr (Kurzbeschreibung)
12.05.2015: Zertifizierungssysteme für Palmöl, 11-12.00 Uhr (Kurzbeschreibung)

Die Webinare geben einen Einblick in die Produktion und den Weltmarkt von Palmöl und geben einen Überblick über die vom FONAP akzeptierten Zertifizierungssysteme.
Bitte melden Sie sich bei claude.blaschette@giz.de für die Webinare an. Die Webinare stehen allen Interessierten offen.
Der Link zur Webinar-Plattform wird Ihnen nach der Anmeldung zugeschickt.
 
Treffen mit dem Deutschen Verband Tiernahrung
Palmöl im Tierfutter
Die Studie zum „Palmölmarkt in Deutschland“ hat ergeben, dass von den 140.000t Palmöl die jedes Jahr in Deutschland im Tierfutter verwendet werden, nur ca. 1% zertifiziert ist. Damit hat die Futtermittelindustrie die rote Laterne in der Hand, was die Nutzung von zertifiziertem Palmöl angeht. Hierzu hat das Sekretariat ein erstes Treffen mit dem „Deutschen Verband Tiernahrung“ gehabt und zunächst die Ergebnisse der Studie vorgestellt und den Verband für das Thema sensibilisiert. Hierzu wird zeitnah ein weiteres Treffen stattfinden um dann weitergehende Überlegungen anzustellen, wie sich dieser sehr geringe Anteil an zertifiziertem Palmöl weiter erhöhen lässt.
Wenn Sie tierische Produkte (Eier, Fleisch, Milch etc.) verwenden, würden Sie das FONAP sehr unterstützen, wenn Sie mit ihren Lieferanten auch bezügl. des Themas Palmöl im Futtermittel ins Gespräch gehen würden. Es gibt zwar keinerlei Verpflichtung gegenüber dem FONAP auch hier tätig zu werden und auch diesen Teil ihrer Lieferkette mit zertifiziertem Palmöl abzudecken. Nichtsdestotrotz würde es aber die verschiedenen schon bestehenden Bemühungen mit der Futtermittelindustrie unterstützen, wenn es dazu von Kundenseite in Zukunft vermehrt Nachfragen bei den Lieferanten geben würde. So können wir gemeinsam den Markt bewegen.

+ Link zur Webseite des DVT

 
Treffen mit dem Verband der chemischen Industrie (VCI)
Arbeitskreis nachwachsende Rohstoffe
Am 23.4. stellte das Sekretariat sich der Diskussion mit dem Arbeitskreis nachwachsende Rohstoffe des VCI. Im Rahmen einer Präsentation stellten wir zunächst die Ergebnisse der Studie „Der Palmölmarkt in Deutschland“ und hier insbesondere die Ergebnisse der Sektoren chemische Industrie / Pharmazie vor. In diesem Bereich haben wir in Deutschland nach wie vor die geringsten zertifizierten Volumen zu verzeichnen. Der Gesamtsektor kommt hier auf lediglich auf einen Anteil von 14% zertifiziertem Palmöl und 8% zertifiziertem Palmkernöl. Darüber hinaus haben wir das FONAP und die Vorteile einer Mitgliedschaft noch einmal detailliert dargelegt.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass viele der Derivathersteller und Vorlieferanten teilweise noch immer unter der fehlenden Nachfrage nach massenbilanzierten Vor-Produkten „leiden“ und diese zwar im Angebot haben, dafür aber keine Nachfrage bestünde. Von daher sehen diese Unternehmen das FONAP als erwünschten Treiber für eine Veränderung des Marktes. Kritisch betrachtet wurde jedoch, dass das FONAP nach wie vor die Möglichkeit bietet book and claim Zertifikate einzusetzen. Wir haben diesen Beschluss und Position des FONAP zu den Zertifikaten noch einmal erläutert, jedoch auch klar betont, dass es sich hier unserer Ansicht nach um ein Übergangsmodell handelt. Wenn Sie also die Möglichkeit haben die Nutzung von MB/SG Ware schneller voranzutreiben wäre dies im Interesse vieler Derivathersteller und Produzenten von Vorprodukten.
Ob und wie sich der Anteil von zertifiziertem Palmöl dieses Sektors weiter steigern lässt, wurde keinerlei Stellung und Position bezogen. Die Position des VCI zu nachwachsenden Rohstoffen wurde in dieser Sitzung verabschiedet und soll demnächst veröffentlicht werden. Eine Nutzung von zertifiziertem Palmöl, Palmkernöl und Derivaten würde diese Position des VCI operationalisieren und zeigen, dass auch diese Sektoren vorangehen. Hier hat der Verband und viele seiner Mitgliedsunternehmen aber noch einen Weg vor sich, um sich den 100% zertifiziertem Palmöl weiter anzunähern. Wir bleiben dazu mit dem Verband im Kontakt und begrüßen es, wenn Sie – wenn Sie im Verband Mitglied sind – hier auch klar Stellung beziehen und verdeutlichen, dass die 100% Zertifizierung auch heute schon möglich sind.

+ Link zur Webseite des VCI

 
Treffen der nationalen Initiativen in Brüssel
Einladung der European Sustainable Palm Oil Advocacy Group (ESPOAG)
Das Sekretariat hat am 23.04.2015 an einem Treffen in Brüssel teilgenommen, zu dem die EPOAG eingeladen hatte. Das Treffen diente dem Austausch zu aktuellen Aktivitäten des RSPO und der europäischen Initiativen für nachhaltiges Palmöl. Auch die Vertreter der neu gegründeten European Sustainable Palm Oil (ESPO) Initiative waren zu dem Treffen eingeladen und nutzten die Gelegenheit, um Vorschläge für die Harmonisierung künftiger Aktivitäten auf europäischer Ebene zu sammeln. Vorschläge zu einer künftigen Zusammenarbeit bezogen sich vor allem auf eine Harmonisierung der Monitoringaktivitäten zum Verbrauch von nachhaltigem Palmöl und auf die Erstellung von Handbüchern/ Toolkits für kleine und mittlere Unternehmen, die eine Umstellung auf nachhaltiges Palmöl vereinfachen sollen. Bei einem weiteren Treffen am 02.06.2015, sollen die Einzelheiten für künftige Aktivitäten weiter vertieft werden.
 
Veranstaltungshinweis
Am 03. Juni 2015 findet die europäische RSPO-Konferenz in Amsterdam statt.
Die Agenda und eine Anmeldemöglichkeit finden Sie unter folgendem Link:

+ Link zur Konferenz-Webseite

 
 
Presseschau
Palmöl in der Presse
- Klimaretter.info, 05.04.2015: Bis man uns ins Meer getrieben hat
- Taz.de, 20.04.2015: Peru: Wie der Regenwald zum Palmengarten wird
- Die Zeit, 29.04.2015: Mit Biokerosin in 10.000 Metern Höhe
 
Das FONAP in der Presse
Stiftung Warentest, 23.04.2015: Unternehmensverantwortung: Palmöl soll nach­haltiger werden
 
Termine
05.05.2015: AG Kommunikation in Neu-Isenburg
06.05.2015: Webinar Einführung in den Palmölsektor
12.05.2015: Webinar Zertifizierungssysteme für Palmöl
 

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Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36| 53113 Bonn, Deutschland
Telefon: +49 228 4460-3687| E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org


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Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Newsletter 02/2015


Newsletter 02.2015
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Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.02/2015
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
in diesem Newsletter finden Sie die Ergebnisse unserer Studie "Der Palmölsektor in Deutschland". Die Studie wurde vom FONAP in Auftrag gegeben, um erstmalig in Deutschland den Verbrauch von Palmöl in den einzelnen Sektoren aufzuschlüsseln und auch um herauszufinden, wie viel Palmöl in Deutschland bereits nachhaltig zertifiziert ist. Leider haben wir anhand der Studie herausgefunden, dass der Anteil von zertifiziertem Palmöl in Deutschland mit nur etwa 30% im Jahr 2013, teilweise weit hinter den Ergebnissen anderer europäischer Länder zurückliegt.

Darüber hinaus möchten wir Sie auf ein Seminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung aufmerksam machen, welches wir am 21.04.2015 organisieren. Auch unsere Webinarreihe wird mit den Themen "Einführung in den Palmölsektor" und "Zertifizierungssysteme für Palmöl" wiederholt. Die Webinare bieten eine gute Gelegenheit sich in einer kurzen Zeit ein gutes Überblickswissen über die Produktion von Palmöl und die Zertifizierungsanforderungen zu verschaffen.

Viel Spaß beim Lesen!

Das FONAP Sekretariat

Aktuelle Themen

» Ergebnisse der FONAP Studie „Der Palmölsektor in Deutschland“
» Seminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung
» FONAP Webinarreihe
» Beendete Mitgliedschaften aufgrund fehlender Fortschrittsberichte (ACOP)
» Überarbeitung der „RSPO Market Rules on Claims & Communications“
» Fortschrittsbericht zu nachhaltigem Palmöl aus Großbritannien
» Niederländer gründen die European Sustainable Palm Oil (ESPO) Initiative
 
  Ergebnisse der FONAP Studie „Der Palmölsektor in Deutschland“
Nur 33% nachhaltiges Palmöl in Deutschland
Die Ergebnisse der Studie zum Verbrauch von Palmöl in Deutschland liegen vor und wurden bei der Generalversammlung des FONAP am 10.03.2015 vorgestellt.
Im Rahmen der Studie wurde in Deutschland ein Verbrauch von etwa 1,5 Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr ermittelt, was einem pro Kopf Verbrauch von 19 kg im Jahr entspricht.
Der überwiegende Anteil Palmöl wird im energetischen Bereich genutzt (etwa 755.000 Tonnen im Jahr). Bei der stofflichen Nutzung konnte der Lebensmittelbereich, mit etwa 370.000 Tonnen/ Jahr als größter Einsatzbereich ermittelt werden. Auch die Futtermittelindustrie (mit etwa 140.000 Tonnen/ Jahr) hat sich als großer Palmölverbraucher herausgestellt. Weitere große Verbraucher sind der Wasch, Pflege und Reinigungsmittel-Bereich (WPR) mit etwa 87.000 Tonnen/ Jahr und der chemische / pharmazeutische Bereich (131.000 Tonnen/Jahr).
Insgesamt sind derzeit erst 33 % des Palmöls auf dem deutschen Markt als nachhaltig zertifiziert. Hier liegen der Lebensmittelbereich und der WPR Bereich mit jeweils etwa 50% zertifiziertem Palmöl deutlich vorne. Vor allem der Futtermittelbereich, mit nur 1% nachhaltig zertifiziertem Palmöl, und der chemische/ pharmazeutische Bereich mit nur 13% zertifizierter Mengen haben deutlichen Nachholbedarf.
Die Studie wurde vom FONAP in Auftrag gegeben, um die realen Verbrauchszahlen von Palmöl in Deutschland erstmalig zu erfassen. Das FONAP wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, den Anteil von zertifiziertem Palmöl in Deutschland deutlich zu steigern und geht derzeit aktiv auf die Sektoren zu, die derzeit noch Nachholbedarf beim Einsatz von zertifiziertem Palmöl haben.

+ Die Präsentation der Studienergebnisse können Sie hier herunterladen

 
Seminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung
am 21.04.2015 in Bonn
Die Lieferkettenzertifizierung (Supply Chain Certification, SCC) des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) muss fast jedes Unternehmen durchführen, welches Palmöl in den Handelssystemen Mass Balance (MB), Segregated (SG) oder Identity Preserved (IP) einkauft, verarbeitet oder verkauft. Verschiedene Vorbereitungsschritte sind für die Zertifizierung nötig, es gibt verschiedene Module nach denen man sich zertifizieren lassen kann und verschiedene Optionen die Produkte handzuhaben. In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick darüber, wie Sie eine SCC Zertifizierung vorbereiten und was für eine erfolgreiche Zertifizierung nötig ist.
Kosten:
Für FONAP Mitglieder: kostenlos
Nicht-Mitglieder: 250€

+ Mehr Informationen zum Seminar erhalten Sie hier

 
FONAP Webinarreihe
Einführung in den Palmölsektor und Zertifizierungssysteme für Palmöl
Im Mai werden wir unsere Webinarreihe fortsetzen und die Webinare "Einführung in den Palmölsektor" und "Zertifizierungssysteme für Palmöl" wiederholen. Folgende Termine bieten wir Ihnen daher an:

06.05.2015: Einführung in den Palmölsektor, 11.-12.00 Uhr (Kurzbeschreibung)
12.05.2015: Zertifizierungssysteme für Palmöl, 11-12.00 Uhr (Kurzbeschreibung)

Die Webinare geben einen Einblick in die Produktion und den Weltmarkt von Palmöl und geben einen Überblick über die vom FONAP akzeptierten Zertifizierungssysteme.
Bitte melden Sie sich bei sekretariat@forumpalmoel.org für die Webinare an. Die Webinare stehen allen Interessierten offen.
Der Link zur Webinar-Plattform wird Ihnen nach der Anmeldung zugeschickt.
 
Beendete Mitgliedschaften aufgrund fehlender Fortschrittsberichte (ACOP)
Der RSPO greift durch
Aufgrund fehlender Fortschrittsberichte (ACOP-Berichte) hat der RSPO die Mitgliedschaft mehrerer Unternehmen im Februar 2015 beendet oder suspendiert. Die Mitgliedschaft von Unternehmen, die seit 3 Jahren keinen Fortschrittsbericht eingereicht hatten wurde beendet. Unternehmen die seit 2 Jahren keinen Bericht mehr eingereicht hatten wurden suspendiert. Das FONAP hatte bereits im Januar auf die Dringlichkeit der Einreichung der Fortschrittsberichte aufmerksam gemacht. Leider befanden sich jedoch auch einige deutsche Unternehmen unter den suspendierten Mitgliedern.
Die Einreichung jährlicher ACOP Berichte ist im RSPO Pflicht. Suspendierte Mitglieder hatten 1 Monat Zeit Berichte nachzureichen. Bei nicht Einhaltung dieser Frist wurde den sanktionierten Unternehmen die Lizenz und damit der Handel mit RSPO zertifiziertem Palmöl entzogen.


+ Die Liste der ausgeschlossenen und suspendierten Mitglieder finden Sie hier

 
Überarbeitung der „RSPO Market Rules on Claims & Communications“
Kommentierung bis zum 10.05.2015 möglich
Die RSPO Regeln für Marktkommunikation und Claims (Rules on Claims & Communication) wurden von einer RSPO Arbeitsgruppe überarbeitet und können noch bis zum 10. Mai 2015 kommentiert werden.
Alle eingehenden Kommentare werden anschließend von der Arbeitsgruppe berücksichtigt, bevor eine neue Version der Regeln, im Juni 2015, veröffentlicht wird.
Das FONAP sammelt die Kommentare seiner Mitglieder und wird eine gemeinsame Stellungnahme zu den neuen Regelungen beim RSPO einreichen.

+ Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link

 
  Fortschrittsbericht zu nachhaltigem Palmöl aus Großbritannien
Kontinuierlicher Anstieg seit 2009
Der Anteil von nachhaltig zertifiziertem Palmöl in Großbritannien lag 2013 bei etwa 55% – 71%, laut dem im Dezember erschienenen Fortschrittsbericht des britischen Landwirtschaftsministeriums.
Laut dem Bericht wurden 2013 folgende Mengen an zertifiziertem Palmöl nach Großbritannien eingeführt:
- 222.204 Tonnen Segregiertes und Mass Balance Palmöl (ohne Berücksichtigung von Derivaten und Palmöl in importierten Konsumgütern). Dies entspricht etwa 37,9% oder 48,8% der UK Importe, je nachdem auf welche statistischen Daten man zurückgreift.
- 99.412 Tonnen Palmöl entsprechenden GreenPalm Zertifikate wurden im gleichen Zeitraum erworben, was einem Anteil von 17% – 21,8% der UK Importe entspricht (auch je nachdem welche statistischen Daten zugrunde gelegt werden).

Insgesamt wurden 2013 321.616 Tonnen nachhaltig zertifiziertes Palmöl nach Großbritannien eingeführt. Ein Zuwachs von etwa 50% im Vergleich zum Jahr 2009 und ein Zuwachs von etwa 15% im Vergleich zu 2012, dem Jahr als die britische Regierung damit begonnen hat sich für den Einsatz von nachhaltigem Palmöl einzusetzen.

Wir gratulieren den britischen Kollegen für den kontinuierlichen Anstieg von nachhaltigem Palmöl auf dem britischen Markt! Ende 2015 soll der ganze Palmölmarkt auf Nachhaltigkeit umgestellt sein.

+ Link zum Fortschrittsbericht aus England

 
  Niederländer gründen die European Sustainable Palm Oil (ESPO) Initiative
100% nachhaltiges Palmöl in der EU
Der holländische Margarineverband, MVO, hat die European Sustainable Palm Oil (ESPO) Initiative ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative von der The Sustainable Trade Initiative (idh). In Holland wird die Umstellung auf 100% nachhaltiges Palmöl, nach Angaben des MVO, noch dieses Jahr gelingen. ESPO soll die anderen europäischen Länder dabei unterstützen auch ihre Märkte auf 100% nachhaltig umzustellen. ESPO wird als eine Plattform für Austausch und Lernen aufgebaut und soll die nationalen Initiativen, darunter auch das FONAP, dabei unterstützen ihre 100% Ziele zu erreichen.
Das FONAP begrüßt die ESPO Initiative und hat bereits erste Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit empfohlen.

+ Link zur Pressemeldung des MVO

 
 

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Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
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Mitgliederrundbrief 02/2015


09.02.2015
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Forum Nachhaltiges Palmöl Mitgliederrundbrief 02/2015
 
 
Liebe FONAP Mitglieder,
in diesem Mitgliederrundbrief übersenden wir Ihnen, im Auftrag des Lenkungskreises, fristgerecht die Satzung und die Beitragsordnung des zukünftigen FONAP-Vereins. Es handelt sich bei diesen Dokumenten um die Entscheidungsvorlagen, die im Rahmen der Mitgliederversammlung am 09.03.2014 zu Abstimmung gestellt werden.
Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen für die Mitgliederversammlung.
Wir benötigen auch Ihre Mithilfe sowohl von denjenigen die die Selbstverpflichtung ab 2015 noch nicht unterzeichnet haben, als auch von Ihnen allen zur Kommunikation der Ergebnisse der Zielerreichung in Bezug auf das 100% Ziel für das Jahr 2014. Je mehr von Ihnen sich zeitnah beteiligen, desto einfacher und glaubwürdiger wird unsere Kommunikation.

Mit freundlichen Grüßen,
Das Sekretariat des Forums Nachhaltiges Palmöl

Aktuelle Themen

» Satzung des FONAP Vereins
» Beitragsordnung
» Vorstandswahlen
» Mitgliederversammlung am 09.03.2015
» Selbstverpflichtung ab 2015
» Selbstverpflichtung 2014
» Seminar RSPO Lieferkettenzertifizierung
 
FONAP Verein
Beschlussvorlage: Satzung
Den ersten Draft der Satzung des FONAP Vereins hatten wir Ihnen bei unserer Mitgliederveranstaltung im November vorgestellt. Den überarbeiteten Entwurf hatten Sie alle vor Weihnachten erhalten und Sie hatten bis zum 23.01.2015 Zeit uns Ihre Kommentare zukommen zu lassen. Mittlerweile liegt nun die finale Version der Satzung vor.
Die wesentlichen Änderungen finden Sie in:
• §2, Abs. 4, wo wir Anpassungen und Klarstellungen vorgenommen haben was der Verein tut,
• §7 und §8 wurden in ihrer Reihenfolge getauscht,
• §7 Ergänzungen, um deutlich zu machen, dass die Mitgliederversammlung ein „Arbeitsparlament“ ist,
• §8 Abs. 1 und 2: Festlegung der Zusammensetzung des Vorstands, der Wahl und der Amtszeit (nun 2 Jahre);
• §11: Klarstellung, dass auch die Mitgliederversammlung Arbeitsgruppen einberufen kann.

In der Mitgliederversammlung am 09.03.2015 werden wir diese Satzung zur Abstimmung stellen und hoffen auf eine breite Zustimmung. Die Satzung finden Sie im Anhang dieser E-Mail.
 
FONAP Verein
Beschlussvorlage: Beitragsordnung
Die Beschlussvorlage für die Beitragsordnung des zukünftigen Vereins liegt nun ebenfalls vor. Einen ersten Draft der Beitragsordnung hatten wir Ihnen bereits zugestellt. Nach zahlreichen Gesprächen mit Ihnen, hat der Lenkungskreis entschieden, die zunächst vorgeschlagenen Beiträge zu reduzieren und schlägt nun folgende Beitragsordnung zur Abstimmung am 9.3.2014 vor:

Unternehmen mit jährlichem Umsatz bis 2,5 Mio. €............................500,- € p. a.
Unternehmen mit jährlichem Umsatz über 2,5 Mio. bis 10 Mio. €.......1.000 ,- € p. a.
Unternehmen mit jährlichem Umsatz über 10 Mio. bis 50 Mio. €........2.500 ,- € p. a.
Unternehmen mit jährlichem Umsatz über 50 Mio. bis 100 Mio. €......4.000 ,- € p. a.
Unternehmen mit jährlichem Umsatz über 100 Mio. bis 500 Mio. €....6.000 ,- € p. a.
Unternehmen mit jährlichem Umsatz über 500 Mio. bis 1 Mrd. €.......9.000 ,- € p. a.
Unternehmen mit jährlichem Umsatz über 1 Mrd. €........................12.000 ,- € p. a.
Unternehmen mit Jährlichem Umsatz über 10 Mrd. €......................15.000 ,- € p. a.
Verbände......................................................................................500,- € p. a.
Nichtregierungsorganisationen.........................................................100,- € p. a.

Wie Sie sehen, wurden die Beiträge um jeweils etwa einen Drittel gekürzt. Aus dieser Beitragsordnung wird jedoch auch ersichtlich, dass das FONAP sich mit der derzeitigen Mitgliederzahl und den derzeitigen Kosten nicht alleine finanzieren kann und auf freiwillige Beiträge angewiesen sein wird.Diese Beitragsordnung wird nur funktionieren, wenn Sie alle Mitglieder bleiben und dem Verein dann auch beitreten.
Der Lenkungskreis wird sich bei seiner nächsten Sitzung, am 26.02.2015, daher auch noch einmal mit der Reduzierung der Sekretariatskosten beschäftigen und mit der Frage, welche Leistungen in Zukunft realistisch von den Mitgliedern übernommen werden können.
Die detaillierte Beitragsordnung finden Sie im Anhang dieser E-Mail. In der Mitgliederversammlung am 09.03.2015 werden wir diese Beitragsordnung zur Abstimmung stellen und hoffen auf eine breite Zustimmung.

Aus organisatorischen Gründen würden wir uns freuen, wenn Sie uns bereits vor der Mitgliederversammlung mitteilen, ob Sie mit der Beitragsordnung einverstanden sind und dem Verein beitreten werden.
 
FONAP Verein
Wahl des Vorstands
Bei der Mitgliederversammlung am 09.03.2015 wird auch der neue Vorstand des FONAP Vereins gewählt.
Die Satzung sieht vor, dass der Vorstand des Vereins aus bis zu sechs Mitgliedern besteht. Nichtregierungsorganisationen und der Bundesregierung steht mindestens je eine Position zur Verfügung. Die Vorstandsmitglieder werden in einem Wahlgang gewählt. Gewählt sind die vier Kandidaten, welche die Mehrzahl der Stimmen erzielen. Von den Kandidaten der Nichtregierungsorganisationen und der Bundesregierung ist der Kandidat gewählt, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt.
Die Wahl dieser Vorstandsmitglieder erfolgt in der Mitgliederversammlung für eine Dauer von jeweils zwei Jahren.

Wenn Sie Interesse haben, einen Sitz im Vorstand anzunehmen, geben Sie dem Sekretariat aus organisatorischen Gründen bitte zeitnah Bescheid. Wir wollen den Mitgliedern die zur Wahl stehenden Personen in den kommenden Wochen vorstellen. Wir möchten Sie jedoch auch darauf hinweisen, dass Sie sich auch spontan, am 09.03.2015, zu einer Wahl zur Verfügung stellen können.
 
  Mitgliederversammlung am 09.03.2015
Bitte melden Sie sich an!
Falls noch nicht geschehen, bitten wir Sie sich über unser Online-Anmeldeformular für die Mitgliederveranstaltung und das gemeinsame Abendessen am 09.03.2015 und die Generalversammlung am 10.03.2015 anzumelden. Dies wird uns die Organisation der Veranstaltungen vereinfachen!

+ Link zum Anmeldeformular

 
Selbstverpflichtung ab 2015
Reminder
Bisher haben wir 16 unterschriebene Selbstverpflichtungen von Ihnen zurückerhalten. Um ein Signal an andere Unternehmen, die Politik und Nichtregierungsorganisationen zu senden, würden wir uns jedoch freuen, wenn Sie, unabhängig von einem späteren Beitritt zum Verein, die Selbstverpflichtung unterschreiben und Ihr Engagement für nachhaltiges Palmöl damit verdeutlichen.
Die Unterschrift der Selbstverpflichtung ist unabhängig von Ihrem Beitritt zum zukünftigen FONAP-Verein. Falls Sie dem Verein nicht beitreten, endet Ihre FONAP-Mitgliedschaft Ende Juni automatisch.
 
Selbstverpflichtung 2014
Haben Sie Ihr Ziel erreicht?
Aufgrund vermehrter Nachfragen und zur Vorbereitung der Kommunikationsarbeit während der Generalversammlung, würden wir gerne einen Überblick darüber erhalten, ob Sie Ihre Selbstverpflichtung zu 100 % zertifiziertem Palmöl im Jahr 2014 erreicht haben. Wie bereits in der Vergangenheit erläutert, haben Sie noch bis zum 30.03.2015 Zeit, um Book&Claim Zertifikate einzukaufen und damit das Ziel zu erreichen. Dennoch würden wir während der Generalversammlung am 10.03.2015 gerne einen Überblick darüber geben, ob unsere Mitglieder Ihr Ziel erreicht haben und wollen dies auch öffentlichkeitswirksam kommunizieren.
Bitte teilen Sie uns daher kurz und formlos mit, ob Sie Ihr 100 % Ziel erreicht haben und im Idealfall auch die zugrunde liegenden Volumen. Das Sekretariat wird diese Daten vertraulich handhaben und sicherstellen, dass keine individualisierten Daten das Sekretariat verlassen. Alle Daten werden aggregiert dargestellt, so dass keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Mitglieder möglich sind.
 
Seminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung
Am 25.02.2015 in Bonn
Am Mittwoch, den 25.02.2015 organisieren wir eine Fortbildungsseminar zur RSPO Lieferkettenzertifizierung (Supply Chain Certification, SCC) in Bonn.
Folgende Themen werden während des Seminars behandelt:
• Überblick über die Thematik „nachhaltiges Palmöl“ und RSPO
• RSPO Supply Chain Standard November 2014
• RSPO Rules on Market Communication and Claim
• RSPO Trademark Usage and Guidelines
• Lieferketten Modelle (IP, SG, MB, Book and Claim)
• Umsetzung der Prinzipien und Kriterien.
Das Seminar richtet sich an alle Interessierte, vor allem aber an Personen die vor einer Lieferkettenzertifizierung stehen.
Bitte melden Sie sich bei claude.blaschette@giz.de für das Seminar an.
Für Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos, Nicht-Mitglieder müssen 250€ für die Teilnahme bezahlen.


+ Weitere Informationen zum Seminar

 

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Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
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Newsletter 01/2015


29.01.2015
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Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.01/ 2015
 
 
Einladung zur Generalversammlung des Forums Nachhaltiges Palmöl
10.03.2015 in Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Sie zur Generalversammlung des Forums Nachhaltiges Palmöl einladen.

Ende letzten Jahres haben wir die "Selbstverpflichtung ab 2015" des FONAP verabschiedet. Wir werden Ihnen die neue Selbstverpflichtung, einen Rückblick auf die ersten eineinhalb Jahre des FONAP und eine Vorausschau auf die zukünftige Ausrichtung des FONAPs während unserer Generalversammlung näherbringen und mit Ihnen darüber in einen Dialog treten.

Weitere Details dazu finden Sie weiter unten in diesem Newsletter.

Wir würden uns freuen Sie in Berlin begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,
Das Sekretariat des Forums Nachhaltiges Palmöl

Aktuelle Themen

» FONAP Generalversammlung am 10.03.2015
» Neue Selbstverpflichtung ab 2015
» Gastmitgliedschaft im FONAP
 
  FONAP-Generalversammlung
Am 10.03.2015 in Berlin
Am Dienstag, den 10. März 2015 findet die Generalversammlung des „Forums Nachhaltiges Palmöl“ (FONAP) statt. Veranstaltungsort ist die GIZ Repräsentanz am Reichpietschufer 20, in 10785 Berlin.

Während der Generalversammlung, die Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt eröffnen wird, werden wir einen Rückblick auf die ersten eineinhalb Jahre „Forum Nachhaltiges Palmöl“ werfen und gemeinsam diskutieren welche Schritte weiterhin notwendig sind, um das Ziel des FONAP „100 % nachhaltig zertifiziertes Palmöl auf dem deutschen, österreichischen und Schweizer Markt“ zu erreichen.

Während der Veranstaltung werden die Ergebnisse der Studie „Der Palmölsektor in Deutschland“ präsentiert. Die Studie beleuchtet, wieviel nachhaltig zertifiziertes Palmöl derzeit bereits auf dem deutschen Markt genutzt wird und welche Sektoren sich bereits für nachhaltiges Palmöl engagieren. Des Weiteren werden wir verschiedene Werkzeuge vorstellen, wie eine Rückverfolgbarkeit in der Palmöl-Lieferkette hergestellt werden kann. Darüber hinaus werden die Änderungen in der Lieferkettenzertifizierung des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) vorgestellt.


+ Agenda und Anmeldeformular zur FONAP Generalversammlung

 
Neue Selbstverpflichtung des Forums Nachhaltiges Palmöl
Wie geht es in 2015 weiter?
In der FONAP-Mitgliederversammlung vom 12.11.2014, wurde die neue "Selbstverpflichtung ab 2015" von den FONAP Mitgliedern verabschiedet.

Alle Mitglieder nutzen auch weiterhin 100% zertifiziertes Palmöl, die Selbstverpflichtung wird jedoch wie folgt spezifiziert:

Die Mitglieder verpflichten sich dazu:
• Reines raffiniertes und nicht-raffiniertes Palmöl (ohne Derivate und Fraktionen) spätestens ab dem 1.1.2016 zu 100% mindestens in der Lieferkettenoption segregiert (SG) einzukaufen.

• Reines raffiniertes und nicht-raffiniertes Palmkernöl (ohne Derivate und Fraktionen) spätestens
- ab dem 1.1.2016 zu 100% mindestens in der Lieferkettenoption Mass-Balance (MB) einzukaufen,
- ab dem 1.1.2018 zu 100% mind. in der Lieferkettenoption SG einzukaufen.

• Derivate und Fraktionen (unabhängig ob palmöl- oder palmkernölbasiert)
- Im Jahr 2016 mindestens 25% zumindest in MB einzukaufen
- Im Jahr 2017 mindestens 50% zumindest in MB einzukaufen
- Im Jahr 2020 100% zumindest in MB einzukaufen

Die Differenzierung zwischen Palmöl, Palmkernöl und Derivaten/ Fraktionen war nötig, da es derzeit noch unterschiedliche Verfügbarkeiten für die verschiedenen Produkte auf dem Markt gibt.

Für den Bereich der Derivate und Fraktionen können für die verbleibenden Mengen nach wie vor Zertifikate nach Book and Claim genutzt werden. Wir betrachten Book and Claim als Übergangsmodell, welches genutzt werden kann, um den Übergang auf die physische Lieferung von Palmöl, Palmkernöl und entsprechender Derivate und Fraktionen zu gestalten. Wir halten in diesem Zusammenhang die Nutzung von off-market deals die ggf. schon die FONAP-Zusatzkriterien erfüllen für erwünscht.
Die Nutzung von Book and Claim Zertifikaten von unabhängigen Kleinbauern (I.S.-Zertifikate) bleibt in allen Fällen möglich und reduziert die Verpflichtungen bei MB und SG Volumen im gleichem Maße.

Die Mitglieder sind sich einig, dass die von FONAP anerkannten Zertifizierungssysteme Mindeststandards sind, diese sich jedoch weiter verbessern müssen. Weitere Verbesserungen im Sinne der FONAP-Zusatzkriterien sind daher unabdingbar.

Darüber hinaus streben die Mitglieder eine Rückverfolgbarkeit des genutzten Palmöls, Palmkernöls und entsprechender Derivate zumindest bis auf Ebene der Mühlen, idealerweise jedoch bis auf die Ebene der einzelnen Plantagen, an. Deshalb verpflichten sich die Mitglieder zukünftig mit ihren Lieferanten in einen regelmäßigen Dialog zur Weiterentwicklung des Sektors zu treten. Über diesen Dialog wird dem FONAP berichtet.

Diese Selbstverpflichtung wird regelmäßig fortgeschrieben. Eine erstmalige Überprüfung findet Mitte 2016 statt.

Die detaillierte Selbstverpflichtung können Sie hier herunterladen Deutsch / Englisch
 
Gastmitgliedschaft im Forum Nachhaltiges Palmöl
Aufgrund vermehrter Nachfragen, möchten wir Sie hiermit auf die Möglichkeit einer Gastmitgliedschaft im Forum Nachhaltiges Palmöl hinweisen. Organisationen und Unternehmen, die an einer Mitarbeit im Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) interessiert sind, das Gründungsregelwerk aber nicht unterzeichnen wollen, kann - wie unter Punkt 3 im Gründungsregelwerk geregelt - ein Gaststatus gewährt werden.
Die Gastmitgliedschaft ist auf 1 Jahr beschränkt und endet nach dieser Frist automatisch. Gastmitglieder dürfen an allen FONAP-Sitzungen teilnehmen, haben jedoch kein Stimmrecht und tauchen auch nicht in der Außenkommunikation des FONAP auf.
Weitere Details zu einer Gastmitgliedschaft können Sie diesem Dokument entnehmen.

Die Beitrittserklärung für eine Gastmitgliedschaft finden Sie hier.
 
 

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Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36| 53113 Bonn, Deutschland
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Newsletter 03/2014 FORUM NACHHALTIGES PALMÖL


25.07.2014
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Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.03/ 2014
 
 
Liebe FONAP Mitglieder,
wir freuen uns Ihnen aus dem sommerlichen Bonn unseren nächsten internen Newsletter zu schicken.

Es liegt ein spannendes 2. Halbjahr vor uns. Zum einen die Diskussion und Verabschiedung der Selbstverpflichtungen aller Mitglieder ab 2015, die Erreichung des 2014-Ziels und nicht zuletzt die weitere Diskussion mit den Zertifizierungssystemen wie sie sich weiter verbessern können. Dort entstehen momentan auf Seiten der Produzenten verschiedene Initiativen (POIG, SPOM) die unserer Ansicht nach vollumfänglich in die Standards integriert werden sollten, um die ohnehin schon hohe Komplexität nicht weiter zu erhöhen.

Immer wieder bekommen wir Nachfragen wo denn bestimmte Produkte in MB und SG-Qualität gekauft werden können. Auch in diesem Newsletter stellen wir einen Lieferanten vor, der bestimmte Produkte bereits in MB anbietet. Diese Reihe wollen wir fortsetzen und sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns auf Lieferanten hinweisen, die vielleicht gerade zusätzliche MB-/SG-Produkte in ihre Angebotspalette aufgenommen haben. An diesen Informationen sind Sie deutlich näher dran als wir im Sekretariat, da wir selbst nun wirklich kein Palmöl kaufen/verkaufen (wie neulich ein Anrufer mal dachte).

Auch noch einmal das Angebot: Wenn Sie über bestimmte Themen noch einmal mehr Informationen benötigen, lassen Sie uns das bitte wissen, dann werden wir Ihnen diese wenn möglich direkt zukommen lassen, oder das in den nächsten Newsletter aufnehmen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal auf unsere Webpage verweisen, wo wir relativ regelmäßig News aus dem Palmölsektor einstellen. Zuletzt zu den neuen Selbstverpflichtungen der großen Produzenten u.a. Sime Darby, KLK und anderen. Diese allgemeineren News werden wir zukünftig nicht mehr im internen Newsletter behandeln, da dieser sonst zu umfangreich wird, Sie können aber auch gerne unseren externen Newsletter dort bestellen.

Sollten Sie noch nicht in den Sommerferien gewesen sein, wünschen wir Ihnen eine gute Erholung. Sollten Sie schon wieder zurück aus den Ferien sein, wünschen wir Ihnen einen sanften Start. 

Viele Grüße aus Bonn,
Claude Blaschette und Daniel May


Aktuelle Themen

» Neuigkeiten aus dem FONAP
» Neuigkeiten aus dem Palmölsektor
» PRESSE
» Termine
 
NEUIGKEITEN AUS DEM FONAP
Selbstverpflichtung für das Jahr 2014
Laut des Regelwerks haben sich alle Mitglieder verpflichtet in 2014 bereits 100% zertifiziertes Palmöl zu nutzen (in allen Lieferkettenoptionen).
Der Lenkungsausschuss geht davon aus, dass alle Mitglieder dieses Ziel erreichen. Sollten einzelne Unternehmen das Ziel nicht erreichen können, sollte es dem Sekretariat vertraulich und frühestmöglich Bescheid geben, damit noch ausreichend Zeit besteht das Unternehmen bei der Erreichung der Ziele zu unterstützen.
Jedoch weisen wir darauf hin, dass der Kauf von RSPO Book and Claim Zertifikaten einfach möglich ist.
 
AG Selbstverpflichtung ab 2015
Die Arbeitsgruppe hat sich bereits einmal getroffen und wird am 18.08.2014 zu einer weiteren Sitzung zusammenkommen. Konkrete Entscheidungsvorschläge liegen bislang nicht vor, zunächst holt das Sekretariat noch eine Vielzahl von Informationen (Verfügbarkeit von Palmöl und Palmkernöl in SG und MB etc.) ein. Auch werden Sie alle zeitnah einen individuellen Fragebogen erhalten, mit dem wir nochmals weitere Informationen von Ihnen erhalten möchten, wie weit denn in Ihrem Unternehmen die Umstellung auf MB und SG bereits vorangeschritten ist, damit dann die AG noch besser Entscheidungsvorschläge vorbereiten kann.
Ohne der Entscheidungen vorzugreifen, zeichnet sich ab, dass mindestens die Nutzung der Lieferkettenoption MB (Mass Balance) sowohl für Palmöl, als auch Palmkernöl und Derivate demnächst (noch ohne Zeithorizont) verpflichtend wird. Da wir wissen, dass momentan die Lieferantenausschreibungen für 2015 beginnen, hiermit der Hinweis an Sie alle – sofern noch nicht geschehen – mit Ihren Lieferanten in den Dialog über die Lieferung von MB-Produkten einzutreten. Alle Teilnehmer der Lieferkette sollen verstehen, dass zukünftig mindestens MB – idealerweise sogar SG – nachgefragt wird und sie entsprechende Produkte in ihr Portfolio aufnehmen sollen. Wir wissen, dass die Umsetzung schwierig ist, aber der Dialog darüber kann und soll jetzt schon starten.
 
 
AG Kommunikation
Die AG Kommunikation arbeitet derzeit an einem Konzept um Journalisten und Verbraucher besser zum Thema nachhaltiges Palmöl zu informieren. Die Möglichkeiten die Verbraucherkommunikation in Zukunft zu verstärken stehen dabei im Vordergrund. Sie sind gerne dazu eingeladen Ihre Ideen in diesen Prozess einzubringen. Die AG hat ebenfalls ein Faltblatt zur Aufklärung über das Thema nachhaltiges Palmöl erarbeitet, welches ab sofort online abgerufen werden kann. Sollten Sie Interesse haben gedruckte Exemplare von diesem Faltblatt zu erhalten (kostenlos), geben Sie bitte Ihre Bestellung beim Sekretariat auf.


+ Auf dieser Seite können Sie den Flyer herunterladen

 
Follow-up Treffen mit NGOs
Am Montag den 16.6.2014 trafen sich WWF, Kuchenmeister und das Sekretariat mit den NGOs Greenpeace und Brot für die Welt. Dies war die follow-up Veranstaltung des im Rahmen der Mitgliederversammlung vereinbarten Dialogs mit den NGOs.
In offener und konstruktiver Atmosphäre haben wir ausführlich diskutiert, ob und wie Zusatzanforderungen über den RSPO hinaus auch konkret umgesetzt werden können. Denn Greenpeace hat nach wie vor deutlich gemacht, dass ihnen die RSPO-Kriterien nicht ausreichen, sondern dort signifikante Verbesserungen notwendig sind. Die wenigen konkreten Handlungsansätze werden in die Diskussion der AG Selbstverpflichtung mit aufgenommen. Dazu gehört u.a. wie die FONAP-Zusatzkriterien (Stopp des Anbaus auf Torf, verbesserte GHG-Bilanzen, Stopp der Nutzung gefährlicher Pestizide und Bezug von FFB nur aus legalem Anbau) in die Lieferkette bis auf Produzentenebene umgesetzt werden können. Für den Bereich der GreenPalm-/Book and Claim-Zertifikate bieten sich hier Off-Market Deals an, für den Bereich des physisch gehandelten Palmöls zumindest gezielte Anfragen an die Lieferkette, ob die Zusatzkriterien bei den Produzenten bereits Beachtung finden.
 
Treffen mit TFT (The Forest Trust)
Beim letzten Treffen des Lenkungsauschusses hat sich die NGO TFT (The Forest Trust) vorgestellt. TFT setzt sich sehr stark insbesondere für das Thema „Rückverfolgbarkeit“ ein und hat in Partnerschaften u.a. mit Nestlé und Mars die Lieferketten dieser Firmen durchleuchtet und transparent gemacht. Der Ansatz von TFT zielt darauf ab, dass die Raffinerien – als erster größerer Sammelpunkt von Palmöl – ihre eigenen Lieferanten (die Palmölmühlen) detailliert durchleuchten und dann die Palmölmühlen als eigene Lieferanten ausschließen, die nachweisbar (über Satellitenbilder und vor-Ort Besuche) in Entwaldung involviert sind. Eine Zertifizierung kommt dann erst an zweiter Stelle.
TFT geht es insbesondere darum die ganz schlechten Produzenten aus den Lieferketten auszuschließen was auch ohne Zusatzkosten möglich wäre; bei einer Zertifizierung jedoch immer Zusatzkosten anfallen.
Die besondere Herausforderung bei diesem Ansatz ist jedoch, dass viele Raffinerien bereits heute schon Überkapazitäten haben und deshalb der ersatzlose Verzicht auf Lieferanten in ökonomischer Hinsicht für diese Raffinerien schwierig ist. Auch die Frage der (unabhängigen) Kontrollen ist hier nicht abschließend geklärt, da es momentan nur eine Selbstkontrolle durch die Raffinerien gibt.
Nach längerer Diskussion im Lenkungsausschuss haben wir beschlossen, dass wir den von FONAP eingeschlagenen Weg der 100% Selbstverpflichtung fortgehen und die Frage der Rückverfolgbarkeit und inwieweit alle Mitglieder dort zusätzliche Verpflichtungen eingehen in der AG Selbstverpflichtung diskutieren.
 
Derivate – LIVE vor Ort
Unser Mitglied CREMER OLEO bietet insbesondere für die Derivate AG, aber auch für alle anderen Mitglieder des Forums, die Möglichkeit einer Betriebsbesichtigung des Produktionsstandortes Witten (am Rande des Ruhrgebiets) an. Diese findet statt am 1.8.2014 von 11.00 Uhr – 14.30 Uhr. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Fehrmann h.fehrmann@cremer.de oder telefonisch unter Tel: 040-32011279
 
Studienreise nach Malaysia
Wir möchten Sie auf eine einwöchige Studienreise nach Malaysia hinweisen, die von der Reiseagentur „Zeitwandel“ organisiert wird.
Die Studienreise, an deren Konzeption auch Fachleute der SEPAWA (Berufsverband der Wasch-/Reinigungsmittelindustrie, der Kosmetik- und der Parfümeriebranche) und des FONAP beteiligt waren, will die verschiedenen Facetten der Palmölwirtschaft beleuchten und damit einen Einblick in diese komplexe aber auch spannende Problematik geben. Dazu werden wir mit den unterschiedlichsten Akteuren – Industrie, Wissenschaftlern, Kleinbauern und ihren Vertretern aber auch mit Nicht-Regierungsorganisationen sprechen.
Die Studienreise will Ihnen Informationen und Hintergründe vermitteln und somit helfen, pragmatische Lösungen zur Optimierung des Nachhaltigkeitsprofils Ihres Unternehmens zu finden und mit der Problematik adäquat umzugehen.

Erste Informationen zum Verlauf der Reise, die für das erste Quartal 2015 geplant ist, sowie zu den Reisekosten, können Sie der angehängten Präsentation des Veranstalters entnehmen. Die Detailplanung der Reise hängt von der Teilnehemranzahl ab. Falls Sie Interesse haben an der Studienreise teilzunehemen, melden Sie sich bitte zunächst unverbindlich bei Frau Kohlmann, unter info@zeitwandel.net, an.
 
NEUIGKEITEN AUS DEM PALMÖLSEKTOR
RSPO ACOP (Annual Communication of Progress) Berichte müssen bis zum 19.09.2014 abgegeben werden

Alle regulären und „Associate“ Mitglieder des RSPO müssen bis zum 19.09.2014 Ihre Fortschrittsberichte (ACOP) 2013/ 2014 abgeben. Die Abgabe von jährlichen ACOP-Berichten ist Bestandteil des Verhaltenskodex des RSPO und dient dem RSPO dazu das Engagement und den Fortschritt der RSPO Mitglieder zu verfolgen und auf bestimmte Entwicklungen bei den Mitgliedern zu reagieren. Alle Berichte werden auf der Webseite des RSPO veröffentlicht.

Sollten sich Fragen bei der Erstellung des Berichtes ergeben, können Sie den RSPO unter folgender E-Mail Adresse erreichen: rspo@rspo.org.


+ Link zur Online-Plattform um den ACOP-Bericht einzureichen

 
Rückblick auf den RSPO EU-Summit
Anfang Juni 2014 hat der European Summit des RSPO in London stattgefunden. Drei wesentliche Ereignisse sind besonders berichtenswert:
1) Der indonesische Vize-Handelsminister hielt eine Eingangsrede und machte deutlich, dass die indonesische Regierung dem RSPO gegenüber mittlerweile deutlich offener sei. Es gäbe Überlegungen in der Regierung den Export von nicht zertifiziertem Palmöl in Zukunft zu verbieten. Derzeit muss Palmöl in Indonesien nach ISPO (Indonesian Sustainable Palm Oil Standard) zertifiziert werden. Beim ISPO-Standard fehlen jedoch wesentliche Punkte, insbesondere in Bezug auf Entwaldung. Eine Benchmarkstudie mit dem RSPO wurde durchgeführt und die Regierung prüft derzeit, ob ISPO mit dem RSPO harmonisiert werden könnte. Der Minister regte auch an, dass die EU den Import von nicht-zertifiziertem Palm- und Pflanzenöl auch verbieten könnte, dies müsste dann jedoch gleichfalls für andere Öle gelten (Olivenöl, Sojaöl, Rapsöl, etc.).
2) Die webbasierte Plattform Global Forest Watch wurde lanciert (Beta Version). Dies ist eine öffentlich zugängliche Internetseite auf Basis von Google Earth, auf der RSPO Konzessionsgrenzen eingezeichnet sind und Entwaldung nachverfolgt werden kann. Sie finden die Seite unter: http://www.globalforestwatch.org
3) Der RSPO kann nach wie vor nicht über seine langfristigen Wirkungen berichten und weiß nach wie vor nicht, ob bestimmte Indikatoren wissenschaftlich fundiert sinnvoll sind. Ein Beispiel: Es ist letztlich willkürlich im Standard festgelegt welche Pufferzonen zwischen Plantagen und Flussläufen eingehalten werden müssen, um zu verhindern, dass Pestizide und Düngemittel in die Flüsse fließen. Keiner weiß, ob die Abstände die genau richtigen sind, oder ob sie vergrößert werden müssen oder ggf. auch verkleinert werden können. Ein Verbund aus Universitäten aus England hat dazu ein Forschungsprojekt vorgestellt, welches die Wirkungen einer RSPO Zertifizierung im Feld überprüfen will. Trotz intensiven Lobbyings der Universitäten und der von allen Stakeholdern gesehenen Notwendigkeit gelingt es nicht, die notwendigen finanziellen Mittel aufzutreiben. Das FONAP hat aus Projektmitteln 25.000 EUR zur Verfügung gestellt unter der Bedingung, dass sich noch weitere RSPO-Mitglieder an der Finanzierung beteiligen. Bislang hat nur SHELL weitere 25.000 EUR bereitgestellt. Ob das Projekt umgesetzt werden kann ist somit noch fraglich.


+ Link zu dem offiziellen Protokoll des RSPO EU-Summits

 
Das Chemieunternehmen Peter Greven bietet RSPO MB Produkte an
Peter Greven GmbH & Co. KG produziert und vertreibt seit Oktober 2013 pflanzlich basierte Stearate und Dispersionen mit RSPO MB zertifizierter Fettsäure. Bitte kontaktieren Sie verkauf@peter-greven.de falls Sie weitere Informationen zu den Produkten erwünschen.


+ Link zur Pressemitteilung der Peter Greven GmbH

 
PRESSE
Das FONAP in der Presse
Lebensmittel-Technologie (Schweiz), Ausgabe: 6/2014: Zertifiziertes Palmöl – es läuft nicht wie geschmiert.
Rat für Nachhaltige Entwicklung am 19.06.2014:Nachhaltiges Palmöl boomt, Zertifizierung ist umstritten
Love Green TV-Interview: Gute Ansichten von Stefan Schulze-Hausmann
Energiezukunft vom 26.06.2014: Zertifizierung von nachhaltigem Palmöl umstritten
Betterpalmoildebate.org vom 25.07.2014: Interview mit Daniel May
 
Palmöl in der Presse
Mehrere Artikel in der deutschen Presse haben sich mit einer Studie über den afrikanischen Palmöl-Sektor beschäftigt. In der Studie wird davor gewarnt, dass die Expansion der Palmölflächen in mehreren afrikanischen Ländern zur Bedrohung von Menschenaffen führen könnte. In den Artikeln wird auch erwähnt, dass sich Unternehmen bei der Anlegung von neuen Palmölplantagen an den RSPO Standard halten sollten. Die Artikel finden Sie unter folgenden Links:
Süddeutsche Zeitung vom 11.07.2014: Todbringende Ölpalmen, Palmölboom in Afrika
Spiegel Online vom 14.07.2014: Palmölanbau: Plantagen bedrohen Afrikas Menschenaffen
Berliner Morgenpost vom 14.07.2014: Gier nach Palmöl bedroht Menschenaffen
Focus Online vom 15.07.2014: Palmöl-Plantagen bedrohen Menschenaffen in Afrika

Neue Züricher Zeitung vom 17.07.2014 (Schweiz): Gegen alles ist ein Kraut gewachsen, Kampf gegen Palmöl-Problematik
 
Termine
Termine
AG Kommunikation: 22.09.2014 beim WWF in Berlin
AG Derivate: Mitte Oktober 2014
RSPO RT 12 und GA 11: 17.112014 - 20.11.2014 in Kuala Lumpur
 

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Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36| 53113 Bonn, Deutschland
Telefon: +49 228 4460-3687| E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org


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Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe


Forum Nachhaltiges Palmöl - Newsletter 01.2014


Neuigkeiten aus dem Palmölsektor
Wenn dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

 
Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter 01.2014
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, Ihnen hiermit den ersten FONAP Newsletter zukommen zu lassen. Ab sofort werden wir Sie einmal im Monat über aktuelle Entwicklungen im Palmölsektor und über Neuigkeiten zum FONAP informieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim lesen!

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel May
Generalsekretär des Forums Nachhaltiges Palmöl

Aktuelle Themen

» Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM)
» Cargill zieht nach: die High Carbon Stock (HCS) Approach wird ab sofort durchgeführt
» Jahresbericht der Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil
» MSCI Veröffentlicht eine Studie zu den Selbstverpflichtungen von Unternehmen
» Global Forest Watch Commodities
» Bericht von Greeneconomics Indonesia über Entwaldung in Neuguinea
» P&G arbeiten an der Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette
» Die Kao Group verpflichtet sich zu Null Entwaldung
 
 
  Sustainable Palm Oil Manifesto (SPOM)
Eine umstrittene Selbstverpflichtung
Anfang Juli haben 6 der größten Palmöl-Produzenten, namentlich Sime Darby Plantation, Musim Mas Group, Kuala Lumpur Kepong Berhad (KLK), IOI Group Corporation Bhd, Cargill und Asian Agri/APICAL eine Selbstverpflichtung zu nachhaltigem Palmöl herausgegeben.
Das "Sustainable Palm Oil Manifesto" enthält unter anderem Verpflichtungen zu Null-Entwaldung, einem Stopp des Anbaus auf Torfböden beim Aufbau neuer Plantagen, einer Verminderung der Treibhausgasemissionen bei der Verarbeitung, der Aufbau transparenter Lieferketten mit vollständiger Rückverfolgbarkeit, sowie soziale Verpflichtungen wie die Einhaltung von Landrechten von indigener Bevölkerung und die Einholung von einer "Erlaubnis" lokaler Bevölkerung um neue Plantagen anzulegen(FPIC).
Damit haben diese Unternehmen als weitere große Produzenten Selbstverpflichtungen abgegeben. Zuvor haben bereits die POIG-Gruppe (Palm Oil Innovation Group) und Wilmar freiwillige Selbstverpflichtungen abgegeben, die jedoch teils deutlich über die hier auferlegten Selbstverpflichtungen hinausgehen.
Einige Nichtregierungsorganisationen kritisieren SPOM stark.

+ Lesen Sie mehr dazu auf unserer Webseite

 
Cargill zieht nach: die High Carbon Stock (HCS) Approach wird ab sofort durchgeführt
Verschärfung der eigenen Selbstverpflichtung
Am 29.07.2014 hat Cargill, einer der größten Palmölproduzenten der Welt, seine „Policy on Sustainable Palm Oil“ herausgegeben. Anfang Juli hatte Cargill bereits das „Sustainable Palm Oil Manifesto“ (SPOM) mit den weltweit größten Palmölproduzenten unterschrieben, das jedoch seit seiner Veröffentlichung als zu lasch kritisiert wurde.
In der eigenen Palmöl-Policy verschärft Cargill nun die kritisierten Punkte in SPOM und verpflichtet sich u.a.:
• Eine rückverfolgbare und transparente Lieferkette herzustellen;
• Kein Anbau auf Torf durchzuführen, dabei wird Torf definiert als Boden der mehr als 65% organische Masse enthält, egal bis in welche Tiefe. Cargill will mit Wissenschaftlern an der Definition von Torf und alternativen Nutzungsmöglichkeiten arbeiten;
• Keine Entwaldung von HCV und HCS Flächen. Dies gilt ab sofort, und nicht, wie in SPOM festgelegt, erst nach wissenschaftlicher Prüfung des HCS-Ansatzes. Cargill wird die wissenschaftliche Forschung zu dem HCS-Ansatz unterstützen.

Darüber hinaus, will sich Cargill an alle vom RSPO definierte Prinzipien und Kriterien bei der Produktion von Palmöl halten. Die Verpflichtungen gelten ab sofort und ersetzen die vorherigen Verpflichtungen.
Im September will Cargill seinen ersten Halbjahresbericht zu der Einhaltung der Selbstverpflichtung herausbringen.

+ Die Selbstverpflichtung von Cargill finden Sie hier: Cargill Policy on Sustainable Palm Oil

 
Jahresbericht der Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil
61% des Palmöls in NL ist nachhaltig
Die „Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil“, das Äquivalent des FONAP in den Niederlanden, hat gerade seinen Jahresbericht zur Nutzung von nachhaltig zertifiziertem Palmöl im Jahr 2013 veröffentlicht. Laut Bericht sind mittlerweile 61 Prozent (182.607 Tonnen) des Palmöls in der Lebensmittelindustrie in den Niederlanden nachhaltig zertifiziert. Damit lag der Zuwachs zwar, mit 8 Prozent, unter dem Wachstum der Vorjahre, die holländischen Unternehmen sind aber trotzdem auf einem guten Weg ihre Verpflichtungen für das Jahr 2015 einhalten zu können. Die Mitglieder der „Dutch Task Force on Sustainable Palm Oil“, haben sich zu 100% nachhaltigem Palmöl für das Jahr 2015 verpflichtet.
Der Anteil an segregiertem Palmöl liegt bei 31 Prozent, Mass Balance wird zu 28 Prozent eingesetzt und Green Palm Zertifikate stellen 41 Prozent des zertifizierten Palmöls.
Die Task Force wurde im Jahr 2010 gegründet. Seit 2011 ist der Anteil an zertifiziertem Palmöl in den Niederlanden somit von 30 Prozent auf 61 Prozent im Jahr 2013 angestiegen.

+ Link zum Jahresbericht: Annual Report 2013

 
 
MSCI Veröffentlicht eine Studie zu den Selbstverpflichtungen von Unternehmen
51 % der Unternehmen riskieren ihre Ziele für 2015 nicht zu erreichen
Laut einer neuen Studie von MSCI, einem amerikanischen Finanzdienstleister, werden viele Unternehmen ihre Selbstverpflichtungen zu nachhaltigem Palmöl nicht in den angestrebten Zeithorizonten erreichen. Trotz ausreichender Verfügbarkeit an nachhaltig zertifiziertem Palmöl (derzeit wird nur etwa 52% des zertifizierten Palmöls auf dem Weltmarkt nachgefragt) und geringen Mehrkosten für die Zielerreichung, gehen Unternehmen demnach ein Reputations- Risiko mit der Veröffentlichung von Selbstverpflichtungen ein.
Die Studie hat 70 Unternehmen und deren Selbstverpflichtungen analysiert und geht davon aus:
• Dass die Kosten für eine Umstellung auf nachhaltiges Palmöl im Durchschnitt 0,05 Prozent der Jahreseinnahmen dieser Unternehmen betragen würden;
• Nur 53 Prozent der größten Unternehmen überhaupt bereits Selbstverpflichtungen zu nachhaltigem Palmöl herausgegeben haben;
• Nur etwa 49 Prozent der Unternehmen die Selbstverpflichtungen für das Jahr 2015 herausgebracht haben, diese auch erfüllen können.

+ Eine kurze Zusammenfassung der Studie können Sie hier beantragen

 
 
  Global Forest Watch Commodities
RSPO Konzessionsgrenzen online einsehbar
Im Februar 2014 wurde die online Plattform Global Forest Watch (GFW) lanciert (www.globalforestwatch.org). Das vom World Ressources Institute entwickelte Tool erlaubt es, weltweit Transformationsprozesse von Wäldern zu beobachten und nutzt dafür Satellitenbilder. Das Tool ist online und kostenlos zugänglich. Es ist auch möglich einen „Alarm“ auszulösen falls Entwaldung von schützenswerten Flächen beobachtet wird.
In einer Zusammenarbeit mit dem RSPO wurde die Plattform im Juni um Global Forest Watch Commodities erweitert. GFW Commodities verfügt über eine Rubrik „Palmöl“ auf der alle RSPO Konzessionsgrenzen hinterlegt sind. Die Plattform vereint die Konzessionsgrenzen mit forstlich relevanten Daten wie zum Beispiel Klassifizierungen von Primärwäldern und anderen Klassifizierungen von Land. Das Tool erlaubt es somit Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und allen Interessierten online zu verfolgen ob sich Palmölproduzenten an Entwaldung beteiligen.
Die Plattform stellt einen wichtigen Schritt zu mehr Transparenz im RSPO und Palmölsektor im Allgemeinen dar. Sollte es zu einem Fall kommen, bei dem ein Unternehmen beschuldigt wird Konzessionsgrenzen zu überschreiten, kann dies anhand der eingezeichneten Konzessionsgrenzen und den Satellitenbildern in ein paar Minuten überprüft werden.

+ Link zu Global Forest Watch Commodities

 
Bericht von Greeneconomics Indonesia über Entwaldung in Neuguinea
Satellitendaten belegen Entwaldung von intaktem Regenwald
Ende Juli ist ein Bericht von Greenomics-Indonesia erschienen, der unter anderem auf Satellitenbildern von Global Forest Watch basiert und Entwaldung im indonesischen Teil von Neuguinea nachweist.
Die Entwaldung erfolgte durch ein RSPO Mitglied und bei den Wäldern handelt es sich, laut Satellitendaten von Global Forest Watch, um intakte Regenwälder. Das angeprangerte Mutterunternehmen, ANJT, hat bereits eingeräumt die Prozeduren des RSPO für die Neuanlage von Plantagen nicht eingehalten zu haben (siehe Mongabay), und die Arbeiten auf der Plantage daher eingestellt zu haben.
ANJT ist regelmäßiger Lieferant von Wilmar und einiger Unternehmen die gerade das SPOM Manifesto unterschrieben haben. Die Entwaldung dieses intakten Regenwaldes würde gegen die Null-Entwaldungs-Verpflichtungen von Wilmar und den SPOM- Unterzeichnern verstoßen, weshalb die betroffenen Unternehmen bereits zu einer Stellungnahme aufgefordert wurden.

+ Den Bericht können Sie hier einsehen. „Busy years ahead until 2017"

 
 
  P&G arbeiten an der Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette
Forschungsprojekt zur Inklusion von Kleinbauern
Nach massivem, internationalem, Druck von Greenpeace auf das Kosmetikunternehmen P&G, hat das Unternehmen im April 2014 eine neue Palmölstrategie herausgegeben. Mit der Veröffentlichung der neuen Strategie hat P&G sich zu Null-Entwaldung verpflichtet und will seine Lieferkette bis Ende 2015 bis zu den Palmölmühlen rückverfolgbar machen. Das Ziel für 2020 ist die komplette Rückverfolgbarkeit bis zu den einzelnen Plantagen.
Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet das Unternehmen, nach eigenen Angaben, bereits mit seinen größten Lieferanten zusammen. Dabei ist jedoch deutlich geworden, dass etwa 35-45 Prozent des von P&G genutzten Palmöls von Kleinbauern aus Indonesien und Malaysia stammen. Um die Kleinbauern nicht aus der Lieferkette auszuschließen unternimmt das Unternehmen derzeit eine sechsmonatige Studie um die Lieferkette zu durchleuchten und die Bedürfnisse von Kleinbauern bei der Umstellung auf nachhaltiges Palmöl zu ermitteln.
Die Ergebnisse der Studie sollen ab September öffentlich zugänglich sein, damit auch andere Unternehmen die Resultate für die Verbesserung ihrer eigenen Lieferketten nutzen können.


+ Link zur Pressemitteilung von P&G

 
Die Kao Group verpflichtet sich zu Null Entwaldung
Erstes japanisches Unternehmen mit einer Selbstverpflichtung
Das japanische Chemie- und Kosmetikunternehmen Kao Group, mit Hauptsitz in Tokio, hat als einer der ersten Konsumgüterhersteller auf dem asiatischen Kontinent eine Selbstverpflichtung zu entwaldungsfreiem Palmöl herausgegeben.
Bis Ende 2015 will Kao seine ganzen Palmöllieferungen aus RSPO zertifizierter, und bis zur Mühle rückverfolgbarer, Produktion beziehen. Bis 2020 soll das gesamte Palmöl aus entwaldungsfreiem Anbau stammen. Die Kao Group produziert unter anderem die in Europa bekannten Haarpflegeprodukte unter den Markennamen Guhl und John Frieda.
Auch wenn die Selbstverpflichtung der Kao Group einige Mängel aufweist, zum Beispiel soll die RSPO Supply Chain Zertifizierung von Kao erst 2020 umgesetzt werden, ist sie ein Signal an die asiatischen Mitstreiter und ein weiterer Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Palmölsektor.

+ Link zur Selbstverpflichtung der Kao Group

 
 

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Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. | Geschäftsstelle Berlin
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Telefon: +49 228 4460-3517 | E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org | Web: www.forumpalmoel.org/


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Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe