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Newsletter 03/2014


25.07.2014
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Forum Nachhaltiges Palmöl Newsletter Nr.03/ 2014
 
 
Liebe FONAP Mitglieder,
wir freuen uns Ihnen aus dem sommerlichen Bonn unseren nächsten internen Newsletter zu schicken.

Es liegt ein spannendes 2. Halbjahr vor uns. Zum einen die Diskussion und Verabschiedung der Selbstverpflichtungen aller Mitglieder ab 2015, die Erreichung des 2014-Ziels und nicht zuletzt die weitere Diskussion mit den Zertifizierungssystemen wie sie sich weiter verbessern können. Dort entstehen momentan auf Seiten der Produzenten verschiedene Initiativen (POIG, SPOM) die unserer Ansicht nach vollumfänglich in die Standards integriert werden sollten, um die ohnehin schon hohe Komplexität nicht weiter zu erhöhen.

Immer wieder bekommen wir Nachfragen wo denn bestimmte Produkte in MB und SG-Qualität gekauft werden können. Auch in diesem Newsletter stellen wir einen Lieferanten vor, der bestimmte Produkte bereits in MB anbietet. Diese Reihe wollen wir fortsetzen und sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns auf Lieferanten hinweisen, die vielleicht gerade zusätzliche MB-/SG-Produkte in ihre Angebotspalette aufgenommen haben. An diesen Informationen sind Sie deutlich näher dran als wir im Sekretariat, da wir selbst nun wirklich kein Palmöl kaufen/verkaufen (wie neulich ein Anrufer mal dachte).

Auch noch einmal das Angebot: Wenn Sie über bestimmte Themen noch einmal mehr Informationen benötigen, lassen Sie uns das bitte wissen, dann werden wir Ihnen diese wenn möglich direkt zukommen lassen, oder das in den nächsten Newsletter aufnehmen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal auf unsere Webpage verweisen, wo wir relativ regelmäßig News aus dem Palmölsektor einstellen. Zuletzt zu den neuen Selbstverpflichtungen der großen Produzenten u.a. Sime Darby, KLK und anderen. Diese allgemeineren News werden wir zukünftig nicht mehr im internen Newsletter behandeln, da dieser sonst zu umfangreich wird, Sie können aber auch gerne unseren externen Newsletter dort bestellen.

Sollten Sie noch nicht in den Sommerferien gewesen sein, wünschen wir Ihnen eine gute Erholung. Sollten Sie schon wieder zurück aus den Ferien sein, wünschen wir Ihnen einen sanften Start. 

Viele Grüße aus Bonn,
Claude Blaschette und Daniel May

Aktuelle Themen

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NEUIGKEITEN AUS DEM FONAP
Selbstverpflichtung für das Jahr 2014
Laut des Regelwerks haben sich alle Mitglieder verpflichtet in 2014 bereits 100% zertifiziertes Palmöl zu nutzen (in allen Lieferkettenoptionen).
Der Lenkungsausschuss geht davon aus, dass alle Mitglieder dieses Ziel erreichen. Sollten einzelne Unternehmen das Ziel nicht erreichen können, sollte es dem Sekretariat vertraulich und frühestmöglich Bescheid geben, damit noch ausreichend Zeit besteht das Unternehmen bei der Erreichung der Ziele zu unterstützen.
Jedoch weisen wir darauf hin, dass der Kauf von RSPO Book and Claim Zertifikaten einfach möglich ist.
 
AG Selbstverpflichtung ab 2015
Die Arbeitsgruppe hat sich bereits einmal getroffen und wird am 18.08.2014 zu einer weiteren Sitzung zusammenkommen. Konkrete Entscheidungsvorschläge liegen bislang nicht vor, zunächst holt das Sekretariat noch eine Vielzahl von Informationen (Verfügbarkeit von Palmöl und Palmkernöl in SG und MB etc.) ein. Auch werden Sie alle zeitnah einen individuellen Fragebogen erhalten, mit dem wir nochmals weitere Informationen von Ihnen erhalten möchten, wie weit denn in Ihrem Unternehmen die Umstellung auf MB und SG bereits vorangeschritten ist, damit dann die AG noch besser Entscheidungsvorschläge vorbereiten kann.
Ohne der Entscheidungen vorzugreifen, zeichnet sich ab, dass mindestens die Nutzung der Lieferkettenoption MB (Mass Balance) sowohl für Palmöl, als auch Palmkernöl und Derivate demnächst (noch ohne Zeithorizont) verpflichtend wird. Da wir wissen, dass momentan die Lieferantenausschreibungen für 2015 beginnen, hiermit der Hinweis an Sie alle – sofern noch nicht geschehen – mit Ihren Lieferanten in den Dialog über die Lieferung von MB-Produkten einzutreten. Alle Teilnehmer der Lieferkette sollen verstehen, dass zukünftig mindestens MB – idealerweise sogar SG – nachgefragt wird und sie entsprechende Produkte in ihr Portfolio aufnehmen sollen. Wir wissen, dass die Umsetzung schwierig ist, aber der Dialog darüber kann und soll jetzt schon starten.
 
 
AG Kommunikation
Die AG Kommunikation arbeitet derzeit an einem Konzept um Journalisten und Verbraucher besser zum Thema nachhaltiges Palmöl zu informieren. Die Möglichkeiten die Verbraucherkommunikation in Zukunft zu verstärken stehen dabei im Vordergrund. Sie sind gerne dazu eingeladen Ihre Ideen in diesen Prozess einzubringen. Die AG hat ebenfalls ein Faltblatt zur Aufklärung über das Thema nachhaltiges Palmöl erarbeitet, welches ab sofort online abgerufen werden kann. Sollten Sie Interesse haben gedruckte Exemplare von diesem Faltblatt zu erhalten (kostenlos), geben Sie bitte Ihre Bestellung beim Sekretariat auf.


+ Auf dieser Seite können Sie den Flyer herunterladen

 
Follow-up Treffen mit NGOs
Am Montag den 16.6.2014 trafen sich WWF, Kuchenmeister und das Sekretariat mit den NGOs Greenpeace und Brot für die Welt. Dies war die follow-up Veranstaltung des im Rahmen der Mitgliederversammlung vereinbarten Dialogs mit den NGOs.
In offener und konstruktiver Atmosphäre haben wir ausführlich diskutiert, ob und wie Zusatzanforderungen über den RSPO hinaus auch konkret umgesetzt werden können. Denn Greenpeace hat nach wie vor deutlich gemacht, dass ihnen die RSPO-Kriterien nicht ausreichen, sondern dort signifikante Verbesserungen notwendig sind. Die wenigen konkreten Handlungsansätze werden in die Diskussion der AG Selbstverpflichtung mit aufgenommen. Dazu gehört u.a. wie die FONAP-Zusatzkriterien (Stopp des Anbaus auf Torf, verbesserte GHG-Bilanzen, Stopp der Nutzung gefährlicher Pestizide und Bezug von FFB nur aus legalem Anbau) in die Lieferkette bis auf Produzentenebene umgesetzt werden können. Für den Bereich der GreenPalm-/Book and Claim-Zertifikate bieten sich hier Off-Market Deals an, für den Bereich des physisch gehandelten Palmöls zumindest gezielte Anfragen an die Lieferkette, ob die Zusatzkriterien bei den Produzenten bereits Beachtung finden.
 
Treffen mit TFT (The Forest Trust)
Beim letzten Treffen des Lenkungsauschusses hat sich die NGO TFT (The Forest Trust) vorgestellt. TFT setzt sich sehr stark insbesondere für das Thema „Rückverfolgbarkeit“ ein und hat in Partnerschaften u.a. mit Nestlé und Mars die Lieferketten dieser Firmen durchleuchtet und transparent gemacht. Der Ansatz von TFT zielt darauf ab, dass die Raffinerien – als erster größerer Sammelpunkt von Palmöl – ihre eigenen Lieferanten (die Palmölmühlen) detailliert durchleuchten und dann die Palmölmühlen als eigene Lieferanten ausschließen, die nachweisbar (über Satellitenbilder und vor-Ort Besuche) in Entwaldung involviert sind. Eine Zertifizierung kommt dann erst an zweiter Stelle.
TFT geht es insbesondere darum die ganz schlechten Produzenten aus den Lieferketten auszuschließen was auch ohne Zusatzkosten möglich wäre; bei einer Zertifizierung jedoch immer Zusatzkosten anfallen.
Die besondere Herausforderung bei diesem Ansatz ist jedoch, dass viele Raffinerien bereits heute schon Überkapazitäten haben und deshalb der ersatzlose Verzicht auf Lieferanten in ökonomischer Hinsicht für diese Raffinerien schwierig ist. Auch die Frage der (unabhängigen) Kontrollen ist hier nicht abschließend geklärt, da es momentan nur eine Selbstkontrolle durch die Raffinerien gibt.
Nach längerer Diskussion im Lenkungsausschuss haben wir beschlossen, dass wir den von FONAP eingeschlagenen Weg der 100% Selbstverpflichtung fortgehen und die Frage der Rückverfolgbarkeit und inwieweit alle Mitglieder dort zusätzliche Verpflichtungen eingehen in der AG Selbstverpflichtung diskutieren.
 
Derivate – LIVE vor Ort
Unser Mitglied CREMER OLEO bietet insbesondere für die Derivate AG, aber auch für alle anderen Mitglieder des Forums, die Möglichkeit einer Betriebsbesichtigung des Produktionsstandortes Witten (am Rande des Ruhrgebiets) an. Diese findet statt am 1.8.2014 von 11.00 Uhr – 14.30 Uhr. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Fehrmann h.fehrmann@cremer.de oder telefonisch unter Tel: 040-32011279
 
Studienreise nach Malaysia
Wir möchten Sie auf eine einwöchige Studienreise nach Malaysia hinweisen, die von der Reiseagentur „Zeitwandel“ organisiert wird.
Die Studienreise, an deren Konzeption auch Fachleute der SEPAWA (Berufsverband der Wasch-/Reinigungsmittelindustrie, der Kosmetik- und der Parfümeriebranche) und des FONAP beteiligt waren, will die verschiedenen Facetten der Palmölwirtschaft beleuchten und damit einen Einblick in diese komplexe aber auch spannende Problematik geben. Dazu werden wir mit den unterschiedlichsten Akteuren – Industrie, Wissenschaftlern, Kleinbauern und ihren Vertretern aber auch mit Nicht-Regierungsorganisationen sprechen.
Die Studienreise will Ihnen Informationen und Hintergründe vermitteln und somit helfen, pragmatische Lösungen zur Optimierung des Nachhaltigkeitsprofils Ihres Unternehmens zu finden und mit der Problematik adäquat umzugehen.

Erste Informationen zum Verlauf der Reise, die für das erste Quartal 2015 geplant ist, sowie zu den Reisekosten, können Sie der angehängten Präsentation des Veranstalters entnehmen. Die Detailplanung der Reise hängt von der Teilnehemranzahl ab. Falls Sie Interesse haben an der Studienreise teilzunehemen, melden Sie sich bitte zunächst unverbindlich bei Frau Kohlmann, unter info@zeitwandel.net, an.
 
NEUIGKEITEN AUS DEM PALMÖLSEKTOR
RSPO ACOP (Annual Communication of Progress) Berichte müssen bis zum 19.09.2014 abgegeben werden

Alle regulären und „Associate“ Mitglieder des RSPO müssen bis zum 19.09.2014 Ihre Fortschrittsberichte (ACOP) 2013/ 2014 abgeben. Die Abgabe von jährlichen ACOP-Berichten ist Bestandteil des Verhaltenskodex des RSPO und dient dem RSPO dazu das Engagement und den Fortschritt der RSPO Mitglieder zu verfolgen und auf bestimmte Entwicklungen bei den Mitgliedern zu reagieren. Alle Berichte werden auf der Webseite des RSPO veröffentlicht.

Sollten sich Fragen bei der Erstellung des Berichtes ergeben, können Sie den RSPO unter folgender E-Mail Adresse erreichen: rspo@rspo.org.


+ Link zur Online-Plattform um den ACOP-Bericht einzureichen

 
Rückblick auf den RSPO EU-Summit
Anfang Juni 2014 hat der European Summit des RSPO in London stattgefunden. Drei wesentliche Ereignisse sind besonders berichtenswert:
1) Der indonesische Vize-Handelsminister hielt eine Eingangsrede und machte deutlich, dass die indonesische Regierung dem RSPO gegenüber mittlerweile deutlich offener sei. Es gäbe Überlegungen in der Regierung den Export von nicht zertifiziertem Palmöl in Zukunft zu verbieten. Derzeit muss Palmöl in Indonesien nach ISPO (Indonesian Sustainable Palm Oil Standard) zertifiziert werden. Beim ISPO-Standard fehlen jedoch wesentliche Punkte, insbesondere in Bezug auf Entwaldung. Eine Benchmarkstudie mit dem RSPO wurde durchgeführt und die Regierung prüft derzeit, ob ISPO mit dem RSPO harmonisiert werden könnte. Der Minister regte auch an, dass die EU den Import von nicht-zertifiziertem Palm- und Pflanzenöl auch verbieten könnte, dies müsste dann jedoch gleichfalls für andere Öle gelten (Olivenöl, Sojaöl, Rapsöl, etc.).
2) Die webbasierte Plattform Global Forest Watch wurde lanciert (Beta Version). Dies ist eine öffentlich zugängliche Internetseite auf Basis von Google Earth, auf der RSPO Konzessionsgrenzen eingezeichnet sind und Entwaldung nachverfolgt werden kann. Sie finden die Seite unter: http://www.globalforestwatch.org
3) Der RSPO kann nach wie vor nicht über seine langfristigen Wirkungen berichten und weiß nach wie vor nicht, ob bestimmte Indikatoren wissenschaftlich fundiert sinnvoll sind. Ein Beispiel: Es ist letztlich willkürlich im Standard festgelegt welche Pufferzonen zwischen Plantagen und Flussläufen eingehalten werden müssen, um zu verhindern, dass Pestizide und Düngemittel in die Flüsse fließen. Keiner weiß, ob die Abstände die genau richtigen sind, oder ob sie vergrößert werden müssen oder ggf. auch verkleinert werden können. Ein Verbund aus Universitäten aus England hat dazu ein Forschungsprojekt vorgestellt, welches die Wirkungen einer RSPO Zertifizierung im Feld überprüfen will. Trotz intensiven Lobbyings der Universitäten und der von allen Stakeholdern gesehenen Notwendigkeit gelingt es nicht, die notwendigen finanziellen Mittel aufzutreiben. Das FONAP hat aus Projektmitteln 25.000 EUR zur Verfügung gestellt unter der Bedingung, dass sich noch weitere RSPO-Mitglieder an der Finanzierung beteiligen. Bislang hat nur SHELL weitere 25.000 EUR bereitgestellt. Ob das Projekt umgesetzt werden kann ist somit noch fraglich.


+ Link zu dem offiziellen Protokoll des RSPO EU-Summits

 
Das Chemieunternehmen Peter Greven bietet RSPO MB Produkte an
Peter Greven GmbH & Co. KG produziert und vertreibt seit Oktober 2013 pflanzlich basierte Stearate und Dispersionen mit RSPO MB zertifizierter Fettsäure. Bitte kontaktieren Sie verkauf@peter-greven.de falls Sie weitere Informationen zu den Produkten erwünschen.


+ Link zur Pressemitteilung der Peter Greven GmbH

 
PRESSE
Das FONAP in der Presse
Lebensmittel-Technologie (Schweiz), Ausgabe: 6/2014: Zertifiziertes Palmöl – es läuft nicht wie geschmiert.
Rat für Nachhaltige Entwicklung am 19.06.2014:Nachhaltiges Palmöl boomt, Zertifizierung ist umstritten
Love Green TV-Interview: Gute Ansichten von Stefan Schulze-Hausmann
Energiezukunft vom 26.06.2014: Zertifizierung von nachhaltigem Palmöl umstritten
Betterpalmoildebate.org vom 25.07.2014: Interview mit Daniel May
 
Palmöl in der Presse
Mehrere Artikel in der deutschen Presse haben sich mit einer Studie über den afrikanischen Palmöl-Sektor beschäftigt. In der Studie wird davor gewarnt, dass die Expansion der Palmölflächen in mehreren afrikanischen Ländern zur Bedrohung von Menschenaffen führen könnte. In den Artikeln wird auch erwähnt, dass sich Unternehmen bei der Anlegung von neuen Palmölplantagen an den RSPO Standard halten sollten. Die Artikel finden Sie unter folgenden Links:
Süddeutsche Zeitung vom 11.07.2014: Todbringende Ölpalmen, Palmölboom in Afrika
Spiegel Online vom 14.07.2014: Palmölanbau: Plantagen bedrohen Afrikas Menschenaffen
Berliner Morgenpost vom 14.07.2014: Gier nach Palmöl bedroht Menschenaffen
Focus Online vom 15.07.2014: Palmöl-Plantagen bedrohen Menschenaffen in Afrika

Neue Züricher Zeitung vom 17.07.2014 (Schweiz): Gegen alles ist ein Kraut gewachsen, Kampf gegen Palmöl-Problematik
 
Termine
Termine
AG Kommunikation: 22.09.2014 beim WWF in Berlin
AG Derivate: Mitte Oktober 2014
RSPO RT 12 und GA 11: 17.112014 - 20.11.2014 in Kuala Lumpur
 

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Sekretariat Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl | c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36| 53113 Bonn, Deutschland
Telefon: +49 228 4460-3687| E-Mail: Sekretariat@forumpalmoel.org


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Die Förderung des Projektes erfolgt/e durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe